Spätlese Nr. 7

 


„Agenda Älterwerden“

Grußwort des Vorsitzenden des Seniorenbeirats

Liebe „Spät-Leserinnen“, liebe „Spät-Leser“,
das war doch ein hervorragender Einstieg in die „Agenda Älterwerden“!
Nach den Einführungsveranstaltungen am 8. und 20. Mai haben viele Interessierte in intensiven  Gruppenarbeiten Themen bearbeitet, die Ihnen und uns unter den Nägeln brennen. Das Zwischenergebnis ist in einer Bürgerinfo-Veranstaltung präsentiert worden.
Alles finden Sie auf der städtischen Homepage www.emsdetten.de.
Ebenso werden diese und die zukünftigen Informationen demnächst auf www.senioren-emsdetten.de veröffentlicht.
Seit Mitte Oktober laufen nun die Folgeworkshops zu den einzelnen Themen, zu denen sich jeder Bürger anmelden konnte.
Bei Interesse können Sie u.U. auch jetzt noch mitmachen. Melden Sie sich bei Frau Amsbeck in der Stadtverwaltung unter (02572) 922-251.
In diesem Zusammenhang bedanken wir uns bei den Damen der Verwaltung, Frau Knebel-Richter, Frau Richters und Frau Amsbeck für die komplette Übernahme der Organisation und Durchführung der Workshops etc.
Des Weiteren haben wir viele interessante Themen für Sie aufgegriffen: 10 Jahre Bürgerbus, Pflegefragen, Bestattungskulturen und vieles mehr.
Bei Interesse an unserer Arbeit oder Vorschlägen für weitere Themen, melden Sie sich gerne unter senioren@beirat-emsdetten.de. Engagieren Sie sich für Ihre eigene Zukunft!  Die nächste Ausgabe der Spätlese wird im April erscheinen.

Beste Grüße
Hans-Jürgen Jesse, 1.Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt Emsdetten

 


Der erste portugiesische Gastarbeiter

Antonio Barreiros-Pareira war der erste portugiesische Gastarbeiter für Emsdetten

Es war im Jahr 1965, genauer am 26. August, als in Köln ein junger Portugiese mit dem Zug ankam. Es war Antonio Barreiros-Pereira, damals 24 Jahre alt, und der erste portugiesische Gastarbeiter für Emsdetten. In einem Gespräch mit Günther Sievers  berichtet er über seine Gründe, nach Deutschland zu kommen und seinen weiteren Lebenslauf.

S: Wie kam es, dass es Sie als Gastarbeiter nach Deutschland zog? Wie war Ihr Leben in Portugal vorher, was haben Sie gemacht?
Barreiros-Pereira: Meine Eltern zogen aus dem Norden Portugals nach Lissabon, ich war damals 13 Jahre. Von 1961 bis 1964 war ich als Soldat in Afrika und habe danach in einem Lebensmittelbetrieb in Lissabon gearbeitet. Es war wie Sklavenarbeit. Von 6 bis 23 Uhr musste ich bei geringem Lohn in Portugal arbeiten. Als dann am 17.3.1964 das Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und Portugal geschlossen war, habe ich mich, wie viele andere Portugiesen auch, beworben.

S: Konnte sich da jeder bewerben? Gab es besondere Bedingungen?
Barreiros-Pereira:  Bevorzugt wurden damals Männer eingesetzt, die vorher in Afrika während des Kolonialkrieges (1961-1970) als Soldat eingesetzt waren. Da damals die jungen Männer in Portugal wehrpflichtig waren, mussten sie eine Gebühr (1100 Escudos, das waren ca. 75 Euro nach heutiger Währung) bezahlen, wenn sie ins Ausland gehen wollten um sich quasi vom Wehrdienst freizukaufen. In Portugal hat man sich im Migrationszentrum gemeldet. 3 Monate später kam der Bescheid zum Gesundheitscheck. Dieser wurde durch einen deutschen Arzt durchgeführt. Wenn alles in Ordnung war, kamen 3 Wochen später die Tickets nach Deutschland.

Die Legimitationskarte

S: Wie ging es dann weiter?
Barreiros-Pereira:  Ich bekam nach einiger Zeit meine Legitimationskarte, die zunächst nur für 1 Jahr gültig war. Sie wurde später aber verlängert. Mein Arbeitgeber in Emsdetten sollte die Firma Schilgen werden. Als ich am 26. August 1965 in Köln ankam, wurde ich von einem Vertreter von Schilgen in Empfang genommen und nach Emsdetten begleitet. Dann zeigte man mir meinen Arbeitsplatz und später meine Unterkunft im Kolpinghaus, ein kleines Zimmer.

S: Wovon haben Sie gelebt? Was haben Sie verdient bei  Schilgen?
Barreiros-Pereira:  Als Startgeld gab es 50 DM, der Lohn betrug 2,80 DM/Stunde. Davon mussten aber 45 DM als Miete für die Unterkunft bezahlt werden.

S: Wie lange haben Sie bei Schilgen gearbeitet?
Barreiros-Pereira: Nach 3 Jahren, also 1968, habe ich mich wieder in Portugal beworben. Bei der Grenzpolizei wurde ich zunächst auf die Reserveliste gesetzt, dann wurde die Bewerbung akzeptiert, ich sollte jedoch nach Afrika gehen. Das habe ich abgelehnt und bin dann weiter bei Schilgen geblieben, wo ich bis zur Rente gearbeitet habe und dort auch vielen portugiesischen Kollegen helfen konnte.

S: In den 80er Jahren, als Portugal und Spanien in die EU eingetreten sind, sind sehr viele Gastarbeiter wieder in ihre Heimat zurück gegangen. War das auch für Sie damals ein Thema?
Barreiros-Pereira: Der deutsche Staat hat damals eine Prämie von 10.000 DM gezahlt, wenn man wieder in die Heimat zurück geht. Zusätzlich gab es pro Kind 1.500 DM. Außerdem konnten die vor 1986 erworbenen Rentenansprüche ausgezahlt werden. Das haben viele genutzt und sich in der Heimat eine neue Existenz aufgebaut. Es sind aber auch viele gescheitert. Ich habe mich hier in Emsdetten und bei Schilgen sehr wohl gefühlt. Da ich Junggeselle war und bin, hatte ich nicht so enge Familienbindungen mehr, so dass es mich nicht wieder nach Portugal zog.

S: Gab es bei der Arbeit auch mal Probleme zwischen deutschen und ausländischen Arbeitern?
Barreiros-Pereira: Ich habe immer gekämpft, um die Arbeit zu behalten. Aber in der Firma habe ich keine Probleme gehabt. Es ist aber auch schon mal vorgekommen, dass Kollegen gesagt haben, „was wollt ihr hier, wir brauchen keine Ausländer hier“. Das war aber die ganz große Ausnahme.

S: Gibt es eigentlich noch viele portugiesische Gastarbeiter hier in Emsdetten?
Barreiros-Pereira: Derzeit leben wohl noch 6 bis 8 ehemalige portugiesische Gastarbeiter hier. Wenn man die Familienangehörigen dazu zählt, sind es etwa 180 Personen. Von den spanischen Gastarbeitern sind sehr viele nach dem EU-Beitritt Spaniens wieder in ihre Heimat zurück gekehrt. Das hat dazu geführt, dass es in Emsdetten noch ein sehr aktives portugiesisches Kulturzentrum gibt, aber leider kein spanisches mehr.

S: Sie leben inzwischen über 50 Jahre in Deutschland. Fühlen Sie sich hier heimisch oder immer noch als Fremder?
Barreiros-Pereira:  Ich habe meine Entscheidung, nach Deutschland zu kommen, nie bereut und fühle mich hier sehr wohl.



Emsdetten im Jahr 2027 – eine Vision

Pläne und Träume für das Älterwerden / Vortrag von Andrea Blome

Im Westen Deutschlands, zwischen Münster, dem Emsland und der niederländischen Grenze –  wir sind im Kreis Steinfurt. Mitten in Emsdetten. Im August 2027. Hedwig hat gerade ihren 87. Geburtstag gefeiert. Es waren viele Gäste da – Kinder, Enkel und Ur- enkel, Nachbarn und Freundinnen und Freunde aus Emsdetten. Viele von ihnen waren wie Hedwig  dabei, als 2017 in der Stadt die „Agenda Älterwerden in Emsdetten“ ins Leben gerufen wurde. Viele von ihnen hat sie dort kennengelernt.

Damals war Hedwig 77 und zunächst skeptisch, ob das, was dort angekündigt war, überhaupt  etwas mit ihr zu tun hatte. Schließlich fühlte sie sich nicht wirklich alt, zu „Seniorentreffen“ ging sie grundsätzlich nicht. Sie fühlte sich noch fit und bei guter Gesundheit, sie hatte einen schönen Freundeskreis und auch sonst mit Haus und Garten genug zu tun.

Früher war Hedwig von Beruf Hebamme gewesen. Menschen zu helfen macht ihr immer noch Spaß. Gelegentlich springt sie bei den jungen Familien in der Nachbarschaft ein, wenn jemand für die Kinder fehlt. Dass sie sich die Agenda Älterwerden in Emsdetten dann doch noch angeschaut hat, hat sie ihrer alten Freundin Gertrud zu verdanken. Die hatte sie damals überredet, mitzukommen. Und so war Hedwig zu zwei Projektwerkstätten gegangen – und hatte Feuer gefangen.

Sie fing an, über ihre eigenen Träume und Pläne für das Älterwerden nachzudenken. Sie wollte nicht einfach weiter Jahr für Jahr vergehen lassen, sondern aktiv werden. Ihre Idee, die sie im Austausch mit anderen entwickelte: Sie würde gern junge Mütter unterstützen und sich dafür auch noch mal weiterbilden. Hedwig machte 2018 eine einjährige Ausbildung zum Familiencoach – und sie war so stolz darauf, dass sie in ihrem Kurs die Älteste war. Seit Jahren besucht sie regelmäßig junge Mütter und unterstützt sie im Alltag. Sie macht so viel wie sie schaffen kann – längst nicht das Pensum, das sie aus früheren Hebammenzeiten kennt.

Hedwig genießt ihre freie Zeit viel bewusster. Sie kann sicher sein, dass sie, wenn sie in die Stadt geht, immer jemanden trifft. Seit es die „Setz dich dazu“-Tische in Emsdetten gibt, hat sie nie mehr allein ihren Kaffee getrunken. Anfangs hatte sie sich nicht getraut, sich einfach zu Fremden an einen Tisch zu setzen. Dann ist sie mit Gertrud zusammen losgezogen, um die Tische auszuprobieren. Inzwischen sind tolle Kontakte entstanden – und immer wieder neue Ideen.

Seit einiger Zeit benutzt Hedwig die „Geh nicht allein“-App. Ihr Enkel hat ihr gezeigt, wie sie mit ihrem Tablet Verabredungen mit anderen Menschen in Emsdetten machen kann. Seitdem es dieses Angebot gibt, geht Hedwig auch wieder öfter ins Kino oder ins Theater. Sie findet oft jemanden, der sie mitnehmen kann. Denn allein ist sie nicht mehr so gut zu Fuß unterwegs. Vor zwei Jahren hatte sie einen Fahrradunfall und braucht einen Rollator oder einen Stock – lange Strecken kann sie nicht mehr laufen.

Was für Hedwig schlimm war: Vor einem Jahr ist ihre beste Freundin Gertrud gestorben. Jetzt  spürt sie, wie gut es ist, in einer Stadt zu leben, in der Menschen aufeinander Acht geben, weil sie sich kennen. Aus der Seniorengenossenschaft, die vor zehn Jahren geplant wurde, ist längst eine Emsdetten-Genossenschaft geworden, wo alle Menschen, die etwas können und zu geben haben, zusammen aktiv sind und helfen. Letzte Woche war Hedwig bei einem Kochtreff. Da hat sie Hubertus getroffen – und vielleicht auch eine neue alte Liebe.

Quelle: Vortrag von Frau Andrea Blome bei der Präsentation am 31.8.2017



Gut älter werden in Emsdetten

Ideen weiterdenken – Pläne schmieden

„Wie wollen und wie können wir in Emsdetten gut älter werden?“
Bereits Ende 2015 hatte sich der Seniorenbeirat der Stadt Emsdetten mit diesem Thema beschäftigt und sich an Bürgermeister Georg Moenikes gewandt, für 2016 eine Emsdetten-Konferenz zum Thema „Zukunft Alter“ zu veranstalten.

Aus den vielen Gesprächen, die dann hauptsächlich mit dem FD10 Strategie, Kommunikation und interne Dienste der Verwaltung der Stadt Emsdetten geführt wurden, entstand schließlich die „Agenda Älterwerden“.

Sie wird jetzt in den fachlichen und organisatorischen Händen der Verwaltung weiter geführt wurden, aber trotzdem ständig vom Seniorenbeirat begleitet.

Was ist bisher geschehen? Unter dem Motto „Ein Date mit unserer Zukunft“ wurden in der großen Auftaktveranstaltung am 8. Mai 2017 im Bürgersaal von Stroetmanns Fabrik vier verschiedene Praxisbeispiele zur Gestaltung des Älterwerdens vorgestellt:

– Birgitt Weber berichtete über die Ortsnahen Alltagshilfen,
– zwei Schülerinnen der Geschwister-Scholl-Realschule stellten das Projekt „Young meets old“ vor,
– Cornelia Sperling aus Essen warb für „Mäuse für Ältere“ und
– Josef Martin, Riedlingen, erklärte die Funktionsweise der Seniorengenossenschaft Riedlingen.

Gastredner und Zugpferd für diese Veranstaltung war der Schauspieler Sky du Mont, der vor rund 200 Interessierten sein Buch „Steh ich jetzt unter Denkmalschutz?“ vorstellte.

In einer großen Zukunftswerkstatt haben sich mehr als 60 Bürger Emsdettens am 20. Mai 2017 in Stroetmanns Fabrik getroffen um Visionen zu formulieren und viele interessante Ideen zu entwickeln: „Wie wollen wir in Emsdetten in der Zukunft leben und was müssen wir anstoßen, damit die Menschen hier gut  leben und älter werden können?“

Die Ideen, die in dieser Zukunftswerkstatt entstanden sind, werden dann in weiteren Projekt-Werkstätten konkretisiert und weiter entwickelt.

Dazu wurden im Juli 2017 vier Workshops zu folgenden Themen durchgeführt:
– Talente: Fähigkeiten und Engagement für Emsdetten
– Begegnung: Nicht allein älter werden in Emsdetten
– Lebensqualität: Gut leben, wohnen und versorgt sein in Emsdetten
– Vernetzung und Kommunikation

Die Zwischenergebnisse dieser Workshops wurden Ende August im Ratssaal präsentiert.



Agenda Älterwerden – wie geht es weiter?

Acht Arbeitsgruppen liefern Ideen, wie sich das Leben in Emsdetten zukünftig verändern kann

„Wir wollen unsere Stadt im demografischen Wandel aktiv und gemeinsam gestalten und möglichst viele Akteure gewinnen. Deswegen ist es wichtig, dass sich alle Emsdettenerinnen und Emsdettener beteiligen – auch wenn Sie an den bisherigen Veranstaltungen nicht teilnehmen konnten“, wirbt Bürgermeister GeorgMoenikes für ein aktives Engagement der Emsdettener Bevölkerung. Denn: die „Agenda Älterwerden in Emsdetten“ ist ein Prozess, an dem jede und jeder mitwirken kann und soll.

Nachdem bisher in einer Reihe von Veranstaltungen viele interessante und spannende Ideen entwickelt wurden, wie sich das Leben in Emsdetten zukünftig verändern und verbessern kann, soll es nun an die konkrete Umsetzung gehen. Auch hier ist wieder die gesamte Bevölkerung Emsdettens angesprochen und zur Mitarbeit und zum kreativen Mitdenken aufgefordert.

Aus den bisherigen Werkstätten haben sich verschiedene Themen heraus kristallisiert, die bei der Präsentation der Zwischenergebnisse am 31.8.2017 in acht Themenbereiche zusammengefasst wurden. Diese Themen sollen nun in verschiedenen Arbeitsgruppen bearbeitet und konkretisiert werden. Für alle AGs haben sich bereits Personen gemeldet, die daran mitarbeiten wollen. Da aber alle diese Themen sehr komplex sind, werden möglichst viele „kreative Köpfe“ der Emsdettener gebraucht und gesucht, die sich daran beteiligen.

Hier zunächst eine Aufstellung der bisher angedachten Arbeitsgruppen:

AG 1 „Was gibt es schon?“  Systematisierung der Angebote für Menschen Ü50
In Emsdetten gibt es viele Einrichtungen, die Angebote für älter werdende Menschen machen. Wir wollen diese systematisieren und für alle transparent machen. An zentraler Stelle in der Innenstadt sollen Angebote von Vereinen, Institutionen etc. gesammelt, gesichtet und sortiert werden.

AG 2 „Setz dich dazu“  Willkommenstische oder -bänke in der Innenstadt
Älterwerden soll nicht Einsamkeit bedeuten. An ausgewählten Plätzen in der Innenstadt (Café, Gastronomie, Park) wollen wir Plätze schaffen, an denen es ausdrücklich erwünscht ist, dass sich neu hinzukommende Menschen dazusetzen können und willkommen sind.

AG 3 „Geh nicht allein“  Begleitung und Miteinander im Alltag
Älterwerden soll nicht Einsamkeit bedeuten. Aber nicht jede und jeder hat einen großen Freundes- oder Bekanntenkreis. Die Initiative „Geh nicht allein“ soll das Miteinander leichter machen –  Mitfahrgelegenheiten zu Ausstellungen oder Begleitung ins Kino, gemeinsames Radfahren oder Kochen …

AG 4 „Wie stellst Du dir dein Leben vor?“  Sinnvoll leben und arbeiten im Alter
Für viele Menschen ist der Übergang vom Beruf in die Rente eine Zäsur, bei der sich die Frage stellt:  Wie stelle ich mir mein Leben zukünftig vor? Wie möchte ich im Alter sinnvoll leben – und arbeiten?  Für diese und andere Fragen wollen wir einen Gesprächskreis gründen, als philosophischer Zirkel,  Orientierungskurs oder anderes.

AG 5 „Wo bist du am liebsten?“  Stadt-Spaziergang zu Lieblingsplätzen in Emsdetten
Es gibt viele Lieblingsplätze in Emsdetten, daraus wollen wir einen Stadtspaziergang machen, bei dem Emsdettener ihre Lieblingsplätze vorstellen. So lernen Menschen jeden Alters nicht nur ihre Stadt, sondern auch einander kennen.

AG 6 „Let’s Dance“  Tanzen für Ältere
Tanzen macht Spaß und tut Körper, Geist und Seele gut. Reguläre Tanzveranstaltungen und -angebote erreichen ältere Menschen aber häufig nicht. Das wollen wir mit der Gründung einer Tanz AG für die Zielgruppe Ü55 ändern.

AG 7 „Lange wohnen im eigenen Haus“  Vorbereitung einer Inforeihe
Älterwerden und im eigenen Haus bleiben können, das ist für viele Menschen ein großer Wunsch. Wir wollen zu dem Thema im kommenden Jahr eine Inforeihe durchführen. Mögliche Themen: Barrierefreier Umbau, alternative Wohnformen, Erben und Vererben

AG 8 „Seniorengenossenschaft“  Gründung einer Selbsthilfeeinrichtung für Senioren
Seniorengenossenschaften organisieren Hilfe für Ältere und nutzen dafür die Potenziale älterer  Menschen. Es soll überprüft werden, ob die Gründung einer Seniorengenossenschaft für Emsdetten eine interessante Option sein kann – bürgerschaftlich organisiert, unabhängig und finanziell eigenständig.

 


Boule begeistert durch Spaß und Bewegung

Treffen startet im Frühjahr 2018 erneut
von Irmgard Wittler und Elke Hülskötter

Bereits das zweite Zusammentreffen begeisterter Boule-Spieler fand am 12. September 2017 um 9.30 Uhr auf Hof Deitmar statt.

Der Seniorenbeirat, vertreten durch Irmgard Wittler, hat dieses Angebot in Zusammenarbeit mit der VHS Emsdetten Greven-Saerbeck ins Leben gerufen. Beim Start im August. 2017 fanden sich bereits über 20 Personen ein, die Interesse an diesem Spiel hatten.

Boule ist ein Spiel, das ohne große Anstrengungen durchgeführt werden kann. Ziel ist es, die eigene Kugel möglichst nah an die kleine Kugel (Pallino), im Volksmund auch gern „Schweinchen“ genannt, zu platzieren. Dabei darf die gegnerische Kugel beiseite geschossen werden.

Zwei Mannschaften wurden gebildet und der nicht ganz ernst gemeinte Wettkampf begann. Mitglieder des Seniorenbeirates standen den Spielern bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Der Spaß beim Spiel brachte die Teilnehmer zusammen, egal ob man sich vorher kannte oder nicht.

Da passierte, was sich der Seniorenbeirat für diese Veranstaltung wünschte: sich unverbindlich treffen, zusammen Spaß haben, sich beim gemeinsamen Spiel kennen lernen. Als netter Nebeneffekt wurde der Körper durch die Bewegung an der frischen Luft in Schwung gebracht.

Nach einer Winterpause startet das Boule-Treffen im Frühjahr 2018 erneut.
Der Termin wird in der Emsdettener Volkszeitung bekannt gegeben. Der Seniorenbeirat würde sich freuen, alte und neue Bekannte wieder zu treffen.



Die Boule-Spielregeln

Wer schafft es, die Kugeln nah an die hölzerne Zielkugel zu legen?

Beim Boule wird mit gekennzeichneten Stahlkugeln mit einem Gewicht von etwa 700 Gramm gespielt. Ziel des Spiels ist es, die Kugeln der eigenen Mannschaft von einem Wurfkreis aus möglichst nah an die hölzerne Zielkugel (das „Schweinchen“) zu „legen“ oder aber die beste gegenerische Kugel von dort wegzuschießen.

Zwei Parteien treten gegeneinander an – entweder zwei Einzelpersonen (Tête-à-Tête, jeder mit 3 Kugeln), als Zweierteams (Doublette, jeder mit 3 Kugeln) oder im Spiel Drei gegen Drei (Triplette, jeder mit 2 Kugeln).

Vor Beginn des ersten Durchgangs wird gelost, welche Mannschaft die Zielkugel aus Holz werfen darf.

Ein Spieler dieser Mannschaft (A) zieht einen Kreis auf dem Boden, von dem aus er die Zielkugel zwischen sechs und zehn Meter weit wirft. Ein Spieler der Mannschaft A wirft nun eine Kugel möglichst nah an diese Zielkugel heran.

Die Spieler von Mannschaft B werfen nun so lange, bis sie eine Kugel näher an die Zielkugel herangebracht haben. Grundsätzlich gibt es hierfür zwei verschiedene Techniken:
– B versucht, besser zu legen oder
– B versucht, die Kugel von A wegzuschießen.

Ist es Mannschaft B gelungen, den Punkt zu machen, ist A wieder an der Reihe, bis sie den Punkt gewinnt oder keine Kugeln mehr zur Verfügung hat. Am Ende einer Aufnahme wird gewertet. Die Mannschaft, deren Kugel am nächsten zur Zielkugel ist, erhält so viele Punkte wie die Zahl der Kugeln, die besser liegen als die beste Kugel der gegnerischen Mannschaft. Die Mannschaft, die eine Aufnahme gewinnt, wirft die Zielkugel aus einem neuen Kreis.
Die Mannschaft, die zuerst 13 Punkte erzielt hat, ist Sieger.
(Quelle: le-cochonnet.de)

 


Gemeinsam macht es mehr Spaß

Freizeitgestaltung für Senioren beim „Alleinstehendentreff Saerbeck“

Etwa 25 bis 30 Senioren kommen pro Termin zum Alleinstehendentreff

Radtouren, Ausflüge oder Theaterbesuche machen ohne Begleitung nur halb so viel Spaß, Gesellschaftsspiele und Kegelabende sind alleine ziemlich sinnlos. Für Menschen ohne Partner bedeutet dies häufig, dass auf diese und andere Freizeitaktivitäten verzichtet wird. Ein Umstand, den die Saerbeckerin Marianne Westermann, selbst seit 25 Jahren verwitwet, im Jahr 2006 in einem Gespräch mit Bürgermeister Wilfried Roos erwähnte. Dieser regte direkt an, unter dem Dach des DRK ein Angebot für diverse gemeinsame Aktivitäten von Menschen ohne Partner zu starten.

Marianne Westermann erklärte sich bereit, als Organisatorin und Leitung zu fungieren, und der „Alleinstehendentreff Saerbeck“ war geboren. „Wir wollen aber keine Partnerbörse sein!“, betont Westermann, vielmehr sei die gemeinsame Freizeitgestaltung Ziel und Inhalt des Projekts. Während in den Sommermonaten vornehmlich Freiluftaktivitäten wie Radtouren und Ausflüge auf dem Programm stehen, sind es im Winterhalbjahr Spielrunden, Museumsbesuche oder adventlich geprägte Aktionen.

Der Erfolg des Projekts ist beachtlich: Mittlerweile sind es rund 50 Personen, die mehr oder weniger regelmäßig zu den monatlichen Treffen erscheinen, in der Regel 25 bis 30 pro Termin. Es sind nicht nur Saerbecker, die der Gruppe angehören, sondern auch Alleinstehende aus Emsdetten, Greven oder Ibbenbüren.

Die Altersspanne liegt zwischen 50 und 80 Jahre. Jüngere Interessenten haben mittlerweile einen eigenen Kreis gegründet, den auch Marianne Westermann leitet. „Die Interessen sind eben doch häufig unterschiedlich“, so Westermann.

Hilfreich bei der Programmgestaltung ist, dass die Räumlichkeiten des DRK Ortsvereins Saerbeck genutzt werden können und dass kein Beitrag für die Mitgliedschaft in der Gruppe erhoben wird.

So kann jeder nach eigenem Ermessen und nach den eigenen Möglichkeiten das Sparschwein füllen, das bei den Treffen aufgestellt wird. Ansonsten fallen nur Eintrittsgelder und die Bewirtungskosten in Gaststätten als gelegentliche Kosten an.

Jeden ersten Samstag im Monat findet der Treff für Alleinstehende statt, ab 14.30 Uhr in den Räumlichkeiten des DRK-Ortsverbandes, Hahnstraße 10-12. Nicht mehr mobile Personen können abgeholt werden.
Ansprechpartnerin ist Marianne Westermann, Telefon (02574) 15 04

 


Für unterschiedliche Lebensphasen

Anlaufstellen für Senioren hat Wegweiser „Aktiv älter werden“ herausgegeben

Die Anlaufstelle für Senioren, ein Projekt des Mehrgenerationenhauses Saerbeck, hat aktuell einen 46-seitigen Wegweiser für Senioren mit wichtigen Adressen, Telefonnummern und Ansprechpartnern herausgegeben. Darin findet der Leser unter anderem die vielfältigen Aktivitäten aller Saerbecker Vereine im Bereich Freizeit, Sport, Kultur, Musik und Bildung für die Generation 60+. Der Überblick der gebündelten Angebote für Senioren in der Gemeinde erleichtert das Auffinden eines passenden Angebotes und die Kontaktaufnahme.

Neben dem ‚Aktiv im Alter‘ rücken für Senioren und ihre Angehörigen auch Themen wie Betreuung, Pflege, Vorsorge und Unterstützung in den Vordergrund. Wer also beispielhaft Wohnberatung oder eine Pflegeberatung sucht oder Ärzte, Mahlzeitendienste, Hausnotrufe, helfende Hände oder andere Hilfen im Alltag, findet dies und mehr in der Broschüre.

Der Wegweiser kommt auf unterschiedlichen Wegen zu den entsprechenden Zielgruppen:
Die ehrenamtlich wirkenden Seniorenlotsen stellen ihre Arbeit in Seniorengruppen und Vereinen vor und verteilen dabei die kostenlosen Wegweiser. Im Mehrgenerationenhaus und an ausgewählten Orten im Ort  liegen die Wegweiser ebenfalls  aus. Alle Senioren, die nicht mehr mobil sind, bekommen die Broschüre frei Haus von den Seniorenlotsen zugestellt. So soll der Wegweiser in jedem Haushalt mit Senioren seinen Platz finden und nützliche Hinweise für unterschiedliche Lebensformen und Lebensphasen geben.

Neben der Vorsorgemappe, die sehr gut angenommen wird in Saerbeck und Umgebung, soll auch der Wegweiser Beratungs- und Unterstützungsleistungen aufzeigen für mehr Kontakt und Information im Alltag von älteren Menschen und deren Angehörigen.

Zusätzliche Infos im Mehrgenerationenhaus unter Telefon: 02574-8666.

 


10 Jahre Bürgerbus Emsdetten-Saerbeck

Stationen bis zur Gründung / Säulen des Projekts

 

Der Vorstand des Bürgerbusvereins Emsdetten-Saerbeck e.V.

Ein Ergebnis der Diskussion zum Bürgerhaushalt 2005 der Stadt Emsdetten war, dass der Öffentliche Personen-Nahverkehr (ÖPNV) einen hohen Stellenwert einnimmt. Der ÖPNV orientiert sich in Emsdetten vornehmlich an den Bedürfnissen von Schülern und Schülerinnen im „Schülerverkehr“.

Weil sich die Situation des ÖPNV, der Klimaschutzgedanke der Bevölkerung und der demographische Wandel verändert haben, hat die Stadt Emsdetten ein Strategiekonzept „Lokaler ÖPNV in Emsdetten2 in Auftrag gegeben.

Die Konsequenz daraus: in Emsdetten als „Stadt der kurzen Wege“ kann ein richtiger Busverkehr nicht rentabel betrieben werden. Als Alternative wurde ein „Bürgerbus“ vorgeschlagen. Diese Idee wurde von Stadt und Politik aufgenommen und führte innerhalb von eineinhalb Jahren zur Gründung des „Bürgerbusverein Emsdetten Saerbeck e.V.“.

Die Stationen dahin sollen hier nur kurz geschildert werden.
– Zunächst wurde ein Konzept für die Einführung und den Betrieb entwickelt.
– Eine Koordinierungsgruppe unter Leitung von Karl-Heinz Weßling wurde gegründet.
– Diese Gruppe tagte am 24. August 2006 auch mit Teilnehmern aus Saerbeck zum ersten Mal.
– Hauptaufgabe dieser Gruppe war eine umfangreiche Informationskampagne zur Information der Bürger Emsdettens und Saerbecks sowie die Gewinnung ehrenamtlicher Fahrerinnen und Fahrer.
– Ein kommissarischer Vorstand bereitete dann die Vereinsgründung vor.
– Gründungsversammlung am 29. März 2007 in der Gaststätte Ruhmöller.

Das Emsdettener/Saerbecker Projekt Bürgerbus steht auf drei Säulen:
1. Der Verein plant und organisiert den gesamten Bürgerbusbetrieb, rechnet ihn ab, betreibt Öffentlichkeitsarbeit und Werbung und stärkt die Gemeinschaft durch ein reges Vereinsleben.
2. Die Stadt Emsdetten und die Gemeinde Saerbeck beraten den Verein, decken das Defizit und beantragen die Organisationspauschale.
3. Die RVM als Konzessionsträger des Liniendienstes in der Region ist verantwortlich im Sinne des Personen-Beförderungs-Gesetzes. Dessen Fachpersonal unterstützt den Verein durch Rat und Hilfen.

Der Kreis Steinfurt unterstützt und fördert den Verein ebenfalls.

 


Bestattungsmöglichkeiten in Emsdetten

Fünf Friedhöfe: Hemberger Damm, Nordwalder Straße, Ahlintel, Hembergen, am Föhrendamm
von Bärbel Weßling

Die Friedhöfe in Emsdetten werden verwaltet von der evangelischen und katholischen Kirche.
Dem Kirchenvorstand der katholischen Pfarrgemeinde St. Pankratius obliegen dabei die Friedhöfe am Hemberger Damm, Nordwalder Straße, Ahlintel und Hembergen. Die evangelische Kirchengemeinde Gustav Adolf verwaltet den Friedhof am Föhrendamm.

Der kath. Friedhof Hemberger Damm

Das größte Friedhofsgelände liegt zwischen dem Hemberger und Grevener Damm, ein Waldfriedhof mit einer besonderen Atmosphäre. Schon beim Betreten vergisst man den Lärm der umgebenden Straßen und taucht ein in die Ruhe und den Frieden des besonderen Ortes. Gepflegte Gräber und Anlagen, einladende Ruhebänke im Schatten der Bäume und das Zwitschern der vielen Vögel lassen für einen Moment die Hektik des Alltags vergessen und die Erinnerung an geliebte Menschen lebendig werden.

Die Aussegnungshalle am Hemberger Damm

Das Angebot auf diesem Gelände umfasst
* Erdreihengräber (= Einzelgräber/Sarg)
* Erdwahlgräber (= Doppelgräber/Sarg)
* Urnenreihengräber
* Urnenwahlgräber
* Erd- und Urnenrasengräber mit Denkmal und Pflege für 30 Jahre auch als Wahlgräber
* Bestattung am Baum

Immer wieder kam der Wunsch nach einem Bestattungs- oder Trauerwald auf (Friedwald ist nur eine Firmenbezeichnung, wie o.a.), den der Kirchenvorstand durch das Anpflanzen neuer Bäume vor einigen Jahren in die Tat umsetzte. So entstand und entsteht eine kleine Waldfläche für Urnengräber mit Pflege und kleinem Schild.

* Erdreihengräber als Gemeinschaftsgrabanlage
* Erdwahlgräber als Gemeinschaftsgrabanlage
* Urnenreihengräber und
* Urnenwahlgräber mit Namenstafeln und Pflege
* Grabfeld für „Sternenkinder“. Dies sind Kinder, die vor, während oder kurz nach der Geburt sterben.

Im Jahr finden durchschnittlich 160 Bestattungen statt.

Der kath. Friedhof Nordwalder Straße

Nahe der Stadtmitte, nicht weit von der  Pankratiuskirche, neben der Parkanlage Deitmars Hof und dem Blick auf den Mühlenbach liegt der sogenannte „Alte Friedhof“. Auch hier findet man in gepflegter Atmosphäre Ruhe und Entspannung.

Hier gibt es ebenfalls
* Erdreihengräber
* Erdwahlgräber
* Urnenreihengräber
* Urnenwahlgräber
* Erd- und Urnenrasengräber mit Denkmal und Pflege für 30 Jahre.

Hier gibt es durchschnittlich 130 Bestattungen im Jahr.

Der kath. Friedhof Ahlintel

Der im Westen der Stadt gelegene Friedhof wird in engagierter und liebevoller Weise von Ehrenamtlichen gepflegt und befindet sich in einem hervorragenden Zustand. Angeboten werden hier
* Erdreihengräber
* Erdwahlgräber
* Urnenreihengräber
* Urnenwahlgräber

Ca. 4 Bestattungen gibt es durchschnittlich im Jahr.

Der kath. Friedhof in Hembergen

Eine kleine Wegstrecke führt von der St. Servatiuskirche zum „Gottesacker“ in die Idylle der Emsaue. In der Nachbarschaft grüßt die alte Linde. Wie in Ahlintel gibt es  auch hier
* Erdreihengräber
* Erdwahlgräber
* Urnenreihengräber
* Urnenwahlgräber

Durchschnittlich werden im Jahr 4 Personen bestattet.

Bedauerlicherweise gibt es in Hembergen keine Aussegnungshalle, so dass die Verabschiedung auf dem Kirchenvorplatz oder, bei schlechtem Wetter, in der Kapelle am Hemberger Damm stattfinden muss.

Für alle Grabarten besteht auf jedem Friedhof eine 30jährige Ruhefrist.
Fragen zu Friedhofsangelegenheiten beantwortet gerne und kompetent Frau Monika Brinker, Tel. 938 322, bei der Zentralrendantur in Emsdetten, Elbersstraße 5.

Ansprechpartner für die Friedhöfe ist Herr Markus Ficker, Tel. 01705547106.

Der evangelische Friedhof am Föhrendamm

Das Kolumbarium am Föhrendamm

Seit dem Jahr 1921 gibt es im Ortsteil Hollingen den überschaubaren, mit hohen alten Bäumen umgebenen, gepflegten Friedhof; Platz ist etwa für 1800 Grabstätten. Eine Kapelle mit Abschiedsräumen und ein Parkplatz runden das Gelände ab.

Angeboten werden hier
* Erdreihengräber
* Erdwahlgräber
* Urnenreihengräber
* Urnenwahlgräber
* Seit drei Jahren Stelen für Urnen als Kolumbarium

Kolumbarium war ursprünglich die lateinische Bezeichnung für „Taubenschlag“. Wegen der optischen Ähnlichkeit wurden dann auch römische Grabkammern mit reihenweise übereinander angebrachten Nischen zur Aufnahme von Urnen nach Feuerbestattungen so benannt. Heute bezeichnet man als Kolumbarium ein meist überirdisches Bauwerk, das der Aufbewahrung von Urnen oder Särgen dient.

Fragen zum Friedhof Föhrendamm beantwortet gerne Pfarrer Rainer Schröder,
Tel. 5731, Neubrückenstraße 96.

 


Die letzte Ruhe finden

Der „Hof des Friedens“ als würdige Ruhestätte und als Raum für ein ungestörtes Totengedenken, Abschied und Trauer
Von Bärbel Weßling

Lebensende, Ungewissheit, Angst, Tod – Themen, über die man nicht gerne spricht, die man verdrängt. Und doch endet unser aller letzter Weg auf dem Friedhof.
Friedhof – ein Ort, an dem Verstorbene, in den meisten Fällen begleitet von einem religiösen oder weltlichen Ritus, bestattet werden.

Das Wort Friedhof leitet sich ursprünglich vom althochdeutschen „frithof“ ab, der Bezeichnung für den Bereich um die Kirche, in dem die Toten bestattet wurden.  Später erfolgte ein Bedeutungswandel zu einem „Hof des Friedens“.

Friedhöfe sind vor allem dazu bestimmt, den Verstorbenen eine würdige Ruhestätte und den Angehörigen einen Raum zu ermöglichen für ein ungestörtes Totengedenken, für Abschied und Trauer. Die Gräber sind dabei allerdings nicht nur Ruhestätten, sondern vor allem auch Zeichen lebender Erinnerungen. Die Grabgestaltung vermittelt den sichtbaren Ausdruck für unvergängliche Wertschätzung und enge Verbundenheit zu den Verstorbenen. Somit spielen Friedhöfe eine wichtige Rolle in der religiösen Praxis und erfüllen öffentliche Interessen.

In Deutschland besteht eine Bestattungspflicht (auch für Urnen).

Es gibt eine Vielzahl an Bestattungsarten. Diese unterscheiden sich in erster Linie nach der Beisetzung der Verstorbenen in einem Sarg (Erdbestattung) oder einer Urne (Feuerbestattung).

Die Urnenbestattung kann auf einem Friedhof, im Wasser (Seebestattung) oder im Wurzelbereich eines Baumes (Baumbestattung) erfolgen.

Bei der Naturbestattung erfolgt die Beisetzung der Toten in der Regel nicht auf einem Friedhof. Eine Ausnahme bildet die Baumbestattung, die auch auf Friedhöfen angeboten wird. Üblicherweise erfolgt sie jedoch in einem Wald, der als Friedhofsfläche genehmigt wird, wie beispielsweise die Gebiete von „FriedWald“ und „RuheForst“ (dies sind nur geschützte Firmennamen und keine Fachbegriffe). Gerne gewählt werden auch Seebestattungen in Nord- und Ostsee. Weitere Naturbestattungen wie z.B. die Almwiesen- oder Felsbestattungen sind in der Schweiz möglich.

 


Erd- oder Feuerbestattung

Eine schwierige und wichtige Entscheidung

Die „Spätlese“ befragte zwei Frauen, die kürzlich ihren Ehemann verloren haben, nach den Gründen für ihre Wahl: Erd- oder Feuerbestattung? Wir bedanken uns für die offenen und interessanten Antworten und sprechen unsere herzliche Anteilnahme für den Verlust des Ehepartners aus.

„Schon früh, während des 2. Weltkrieges, verlor ich meine geliebte und verehrte Mutter, die damals in eine andere Stadt überführt werden musste. Das war nur in einer Urne möglich. Schon damals stand für mich fest, dass in meinem Leben möglichst alles so sein sollte wie bei meiner Mutter, also auch diese Form der Bestattung. Beim Tod meines Mannes Gerold, der sich selbst nie zu diesen Themen äußerte, stand für mich also schon das Prozedere fest. Mein Sohn und meine Schwiegertochter erklärten sich einverstanden.
Schon vor einiger Zeit habe ich mich im Rahmen meiner Parteiarbeit für einen Trauerwald stark gemacht; denn ein ganz wichtiger und wesentlicher Punkt ist mein Verhältnis zur Natur, die für mich etwas Erhabenes, Beruhigendes hat. Mein Mann soll nun unter dem Schutz eines Baumes ruhen, die Baumwurzeln werden ihn umarmen, umschlingen; ich weiß ihn sicher und geborgen.
Natürlich spielt auch die Grabpflege eine Rolle. Wenn ich einmal nicht mehr da sein werde, würde es für meine Kinder, die außerhalb wohnen, doch schwierig. So habe ich auch diesen Aspekt bedacht.

„Mein Mann Josef stammt aus einer alten, sehr bodenständigen, katholischen Emsdettener Familie, für die noch heute die „Isendorfer Grotte“ eine wichtige Rolle spielt. Für alle schon verstorbenen Familienmitglieder wurde aus dem christlichen Glauben heraus die traditionelle Form der Erdbestattung gewählt, also die Beisetzung in einem Sarg; so stand für meinen Mann immer fest, dass dies auch so mit ihm geschehen solle.
Für mich selber hat ein Sarg auch etwas Fassbareres. Außerdem ist das Verbrennen so etwas Endgültiges, mit dem ich mich nur schwer abfinden kann.
Wichtig ist für mich auch, zu einem individuellen Grab gehen zu können, um dort mit meinem Mann Zwiesprache zu halten, es zu gestalten mit einem passenden Denkmal, das zu ihm und mir passt, es zu pflegen und eine Bepflanzung zu wählen, die mir und ihm gefällt und die ich nach unseren Wünschen auch verändern kann.“

 


Rainer Maria Rilke schrieb im Jahre 1899:

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.

 


Streifzug durch große und kleine Lebensträume

Caritasverband Emsdetten-Greven zieht positive Bilanz der Aktion „Bevor ich sterbe“

Einige Wünsche der Aktion in Emsdetten

Wovon die Menschen in Emsdetten, Greven und Saerbeck träumen?
Petra Krumböhmer und Maria Lüke können darauf eine Menge Antworten geben. Die beiden Mitarbeiterinnen des Caritasverbandes Emsdetten-Greven haben in den vergangenen drei Wochen das Projekt „Bevor ich sterbe“ betreut.

Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des Caritas-Hospizdienstes Emmaus hatte der Verband die Menschen in Emsdetten, Greven und Saerbeck eingeladen, den Satz „Bevor ich sterbe, möchte ich…“ auf einer großen Tafel zu vervollständigen. Ziel war es, den Blick auf das zu lenken, was im Leben wirklich zählt.

Die vielen Antworten laden gleichsam zu einer Reise in die Fantasie ein: „dass Trump für Frieden steht“, „das Gefühl haben, gelebt zu haben“, „erleben, dass die Religionen friedlicher zusammenleben“, „Oma werden“, „einmal Trecker fahren“ oder „die Mitternachtssonne erleben“ – die Wünsche der Menschen sind sehr unterschiedlich.

„Mir ist aufgefallen, dass es insgesamt zwei Arten von Wünsche gibt“, sagt Projektleiterin Petra Krumböhmer. „Zum einen Wünsche, die man sich unter bestimmten Voraussetzungen selbst erfüllen kann, zum Beispiel eine Reise unternehmen. Das andere sind Wünsche, die man nicht selbst erfüllen kann, wie Frieden in der Welt oder seine Enkelkinder aufwachsen zu sehen.“
Insgesamt nimmt das Thema Familie sehr breiten Raum ein. Auch der Wunsch nach Frieden bewegt viele Menschen.

Doch auch die Art und Weise, wie die Passanten in den drei Orten mit der Tafel umgegangen sind, hat die Veranstalter beeindruckt. „Viele Menschen sind stehen geblieben, haben erst einmal gelesen und sind mit den Umstehenden ins Gespräch gekommen“, sagt Petra Krumböhmer. Zum Teil hätten sich einander unbekannte Menschen mit Handschlag begrüßt und miteinander diskutiert. „Genau das war eines unserer Ziele: Die Menschen zum Nachdenken anregen“, so die Projektleiterin.

Sie freut sich, dass auch viele ausländische Mitbürger mitgemacht haben. „Es gab viele Aufschriften, zum Beispiel auf Arabisch, Russisch oder Englisch“, so Petra Krumböhmer. Auf einer Tafel war zum Beispiel der Wunsch nach Frieden gleich in vier Sprachen festgehalten. Anfängliche Bedenken, dass die Tafel beschädigt werden könnte, haben sich nicht bestätigt.

Maria Lüke und Petra Krumböhmer haben die Tafel regelmäßig fotografiert und so alle notierten Wünsche dokumentiert. „Wir wollen die Präsentation zum Beispiel während der Feier zum 20-jährigen Bestehen des Hospizdienstes zeigen“, sagt Petra Krumböhmer. Schließlich haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Hospizdienstes Tag für Tag mit den Grenzen des Lebens und erfüllten wie unerfüllten Wünschen zu tun. Auch in andere Projektarbeiten des Caritasverbandes werden die Ergebnisse einfließen.

Für die beiden Caritas-Mitarbeiterinnen war es jeden Tag aufs Neue spannend zu sehen, was die Menschen aufgeschrieben haben. Petra Krumböhmer sind viele lustige und auch sehr träumerische Sätze in Erinnerung geblieben: „Zum Beispiel: Bevor ich sterbe, möchte ich in frostigen Winternächten durch mondhelle Straßen laufen“.

Fotos der vielen Wünsche gibt es im Internet unter www.caritas-emsdetten-greven.de sowie auf Facebook (www.facebook.com/caritasverbandemsdettengreven) zu sehen.

 


Das Projekt

Das Projekt „Before I die“ oder „Bevor ich sterbe, möchte ich …“ wurde von Candy Chang 2011 ins Leben gerufen, nachdem sie eine gute Freundin verloren hatte. Candy C. wollte Lebensperspektiven zurückgewinnen und Trost bei ihren Nachbarn finden. Sie hängte eine Tafel mit dem Satz „Before I die“ an eine Hauswand und legte Kreide dazu.

Jeder, der vorbei kam, konnte ein Stück Kreide nehmen und den Satz vervollständigen. Das Ergebnis war schon am Tag darauf sichtbar. Die Wand war voll von Ideen: Einen Menschen retten, singen, tanzen, einen Baum pflanzen, für Millionen Menschen singen, ein Märchen erleben, mit Delphinen schwimmen …

Die Wand ist eine Einladung an alle Menschen, ihr Leben zu reflektieren und ihre persönlichen Sehnsüchte und Hoffnungen der Öffentlichkeit mitzuteilen. Was macht das Leben kostbar, was macht es reich?

Die Antworten können sich ändern, manchmal täglich. Die Tafel gibt die Möglichkeit, Ihre Antwort zu formulieren: mal munter, mal nachdenklich, kreativ oder humorvoll.

Mehr Informationen im Internet: www.beforeidie.cc

 


Die Mitglieder des Seniorenbeirat

Der erste Seniorenbeirat wurde durch den Sozialausschuss am 8.März 2012  gewählt. Seine Arbeitszeit endete mit der Wahl des neuen Kommunalparlaments im Jahr 2014. Die Wahl des neuen Seniorenbeirats erfolgte am 1.September 2014 im Sozialausschuss für die Wahlperiode 2014 bis 2020.

Die aktuellen Mitglieder sind:
Jojo Beckwermert, Klaus den Ouden, Gerd Endemann, Klaus Hagemeister (stellv. Vorsitzender), Brigitte Hartmann, Elke Hülskötter (stellv. Vorsitzende), Hans-J. Leo Jesse (Vorsitzender), Maria Langenbrink, Werner Schürmann, Francisco Sendas, Günther Sievers (Schriftführer), Bärbel Weßling,
Irmgard Wittler

 


Neu im Beirat: Maria Langenbrink

Bereits im ersten gewählten Seniorenbeirat seit 2012 war Maria Langenbrink vertreten. In den neuen Beirat wurde sie im Juni durch den Sozialausschuss nachnominiert und will sich besonders für das Thema Pflege einsetzen. Maria Langenbrink wohnt Mühlenstr. 36, und ist erreichbar unter Telefon 2786, E-Mail maria.langenbrink@gmail.com.

 

 

 

 

 

 


Was ist und macht der Seniorenbeirat?

Entstehung , Aufgaben und Aktivitäten

Seniorenbeirat – was macht der eigentlich?
Immer wieder taucht die Frage auf, was denn der Seniorenbeirat der Stadt Emsdetten eigentlich ist und was er für die Bevölkerung tut. Deshalb soll hier einmal über die Entstehung, Aufgaben und bisherigen Aktivitäten berichtet werden.
Der Beirat setzt sich aus 13 Mitgliedern zusammen, nach Möglichkeit geschlechterparitätisch. Mitglieder des Seniorenbeirats sind mindestens 60 Jahre alt und haben ihren Hauptwohnsitz in Emsdetten.

Der Seniorenbeirat ist mit je einem Mitglied beratend in folgenden städtischen Ausschüssen vertreten:
SozA:       Ausschuss für Soziales, Familie, Senioren und Arbeit (Sozialausschuss)
beratendes Mitglied, Vertretung: Klaus-Jürgen den Ouden, Günther Sievers
ASWU:        Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Umwelt
beratendes Mitglied, Vertretung: Hans-Jürgen Jesse, Klaus Hagemeister
AI:        Ausschuss für Infrastruktur
beratendes Mitglied, Vertretung:  Elke Hülskötter, Gerd Endemann
KulturA:  Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit
beratendes Mitglied, Vertretung: Bärbel Weßling, Irmgard Wittler
SchulA:   Ausschuss für Schule und Bildung
beratendes Mitglied, Vertretung: Gerd Endemann, Elke Hülskötter
Kreis- und Landeseniorenvertretung, (Klaus-Jürgen den Ouden, Günther Sievers)
Netzwerk Soziales Emsdetten (Irmgard Wittler, Brigitte Hartmann)

Zudem gibt es drei Arbeitsgruppen:
–    AG Öffentlichkeit, Stadt, Zukunft Alter
–    AG Wohnen, Bildung, Kultur, Sport
–    Kooperationsgruppe (EMSIG, LSV, AK Altenarbeit)

Die Aufgaben des Seniorenbeirats sind in der seit dem 14.April 2015 gültigen Geschäftsordnung des Seniorenbeirats wie folgt definiert:
(1) Aufgabe des Seniorenbeirates ist es, Rat, Stadtverwaltung und Öffentlichkeit auf die
Interessenlage und Belange älterer Menschen aufmerksam zu machen und auf deren
Berücksichtigung hinzuwirken. Der Seniorenbeirat kann für bestimmte Themen und
Aufgaben interne Arbeitsgruppen bilden. Er ist über deren Arbeitsergebnisse zu informieren.
Es findet eine Meinungsbildung und ein Erfahrungsaustausch in allen Belangen statt, die
Senioren betreffen.
(2) Im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit informiert der Seniorenbeirat ältere Menschen über sie betreffende Angelegenheiten.
(3) Er wirkt bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen und Programmen für ältere Menschen in der Stadt Emsdetten mit und unterstützt ältere Menschen in ihren Anliegen.
Im Rahmen seiner Aufgaben kann der Seniorenbeirat an den Rat und die Ausschüsse u.a. schriftlich eigene Anträge stellen, sowie Stellungnahmen und Empfehlungen geben.

Die Schwerpunktthemen der Arbeit des Seniorenbeirates sind:

–   Erstellung der Seniorenzeitung „Spätlese“ als Sonderbeilage der EV mit 20 Seiten Umfang, erscheint zweimal  jährlich im April und Oktober. Bisher sieben Ausgaben mit den Schwerpunktthemen: Onlineportal für Senioren, Altersarmut, Anti-Rost, Senioren reisen, Bevölkerungsentwicklung, Pflegestärkungsgesetz. Hierin kann sich jeder äußern, auch die Stadt und ihre Organe. Für 2018 sind drei Ausgaben  geplant,

–   Es werden Gespräche geführt mit der Verwaltung, vertreten durch Frau Knebel-Richter, Frau Richters und Frau Amsbeck zum Thema „Zukunft Alter 2030“. Inzwischen sind diese Gespräche soweit gediehen, dass sich daraus die „Agenda Älterwerden in Emsdetten“ entwickelt hat, die der Seniorenbeirat mit der Verwaltung gemeinsam begleitet.

–   Mit Frau Brinkmann von der WGEms wurde ein Gespräch zum Thema öffentlicher und sozialer Wohnungsbau geführt. Diese Gespräche sollen weiter geführt werden.

–   Mit dem Beirat für Menschen mit Behinderung gibt es einen regen Meinungsaustausch

–   Es gibt ständige Kontakte zu EMSIG, um Projekte wie Erstellung eines Stadtplans „barrierefreie Toilette“, Aufbau eines Bringe-Dienstes und Anschaffung eines Taschenwagens zu realisieren.

–   Ein Flyer „Stilles Örtchen“ mit Stadtplan öffentlicher Toiletten in der Innenstadt ist, gemeinsam mit EMSIG, erstellt worden und liegt beim Verkehrsverein, im Rathaus und verschiedenen Geschäften und Gaststätten aus.

–   Treffen mit AK Altenarbeit, jetzt in Senioren-Netzwerk Emsdetten umbenannt

–   Gemeinsam mit Senioren Emsdetten sind wir dabei, einen Internetauftritt auf der Seite senioren-emsdetten.de zu realisieren. Hier können dann auch die wichtigsten Artikel der „Spätlese“ nachgelesen werden.

Unsere weiteren bisherigen Aktivitäten:

Teilnahme an der „Messe für mehr Lebensqualität“ in Stroetmanns Fabrik 2014

Vortrag „energetische und barrierefreie Modernisierung für Ihr Haus“ in Zusammenarbeit mit  FD Stadtentwicklung/Umwelt der Stadt Emsdetten

Antrag auf Anschaffung einer mobilen Höranlage (gemeinsam mit BfMmB)

Realisierung eines „Drive-dran“-Briefkastens auf der Frauenstraße

Antrag auf Erstellung eines Zebrastreifens am Nordwalder Friedhof

Stellungnahme zur Fahrradsituation (Öffnung der Fußgängerzone) in der Innenstadt.

Stellungnahmen zur Schließung des Krankenhauses

Stellungnahme zur Planung “Pastors Garten“

Erstellung eines neuen Flyers und Aufstellbanners für Veranstaltungen und Messen

Tablet-Kurs in der Brücke

Fragebogenaktion zum Thema „Wohnen im Alter“ (auf Markt, im Internet) (wird wiederholt!)

Monatliche Präsenz im „Buntstift“ (wegen mangelnden Interesses seitens der Besucher eingestellt)

Kontakt zum TVE bezüglich Aktivierung des Seniorensportplatzes („Aktiv-Treff“  Deitmars Hof), Aktivierung des Boule-Platzes (bisher 3 sehr gut besuchte Veranstaltungen)

Vorschläge zur Attraktivierung von Deitmars Hof, u.a. mit einer Idee zum
Baumwipfelpfad

 


Kontakt zum Seniorenbeirat

Hans-Jürgen Jesse – hj.jesse@gmx.com
Klaus Hagemeister – klaus@hagemeister-emsdetten.de
Elke Hülskötter – elkehuelskoetter@web.de
Günther Sievers – gs-emsdetten@t-online.de
Franz-Josef Beckwermert – f.j.beckwermert@gmx.de
Gerd Endemann – gendemann45@gmail.com
Brigitte Hartmann – gerold.hartmann@gmx.de
Klaus den Ouden – klausdenouden@online.de
Maria Langenbrink – maria.langenbrink@gmail.com
Werner Schürmann – w-m-schueermann@osnanet.de
Francisco Sendas – jsendas@t-online.de
Bärbel Weßling – karl-wessling@web.de
Irmgard Wittler – i.wittler@gmx.de

 


Liebstes Gericht einer Schwäbin

Nicht nur  Münsterländer essen „Pfefferpotthast“ gern. Auch für „Zugereiste“ ist dieses einfache Gericht eine Delikatesse. So erzählt das Seniorenbeiratsmitglied Brigitte Hartmann, die als Schwäbin vor vielen Jahren nach Emsdetten kam, dass ihr dieses Fleischgericht gleich beim ersten Kosten so gut geschmeckt hat, dass sie das Rezept direkt zu ihrem Lieblingsgericht erkoren hat.

Der Name des Gerichts wurde schon 1378 erstmals urkundlich in Dortmund erwähnt. Es ist in einigen Städten Brauch, dieses Gericht im Herbst zu servieren. In Dortmund wird jährlich auf dem Alten Markt das Pfefferpotthastfest gefeiert, das an die 1378 hingerichtete Agnes von der Vierbecke und ihren Verrat bei der gescheiterten Erstürmung der Stadt durch Soldaten des Grafen Dietrich von Dinslaken erinnert. Sie hatte, so die Sage, die Torwache veranlasst, seinen Posten zu verlassen und eine große Portion Pfefferpotthast zu kaufen.

In dem Namen enthalten sind Pfeffer, Pott und Hast, wobei „Hast“ für das Stück Rindfleisch, wesentlicher Bestandteil des Gerichts steht. Dass nur ein Topf benötigt wird, darauf deutet die Bezeichnung „Pott“ hin. Beim Begriff „Pfeffer“ ist die Bedeutung nicht ganz eindeutig, wahrscheinlich ist damit eine stark gewürzte Brühe gemeint.

Münsterscher Pfefferpotthast nach „Pinkus Müller“

1 kg magerer Rinderkamm
1 Teel. Salz
600 g Zwiebeln in Scheiben geschnitten
50 g Schmalz
½ Teel. geschroteter Pfeffer
100 g  Semmelbrösel
1 großes Lorbeerblatt
ca. 1 L Brühe
1 abgeriebene Zitronenschale

Zubereitung:

In einer tiefen Kasserolle 50 g Schmalz erhitzen. Das in grobe Würfel geschnittene Fleisch leicht anbraten. Zwiebel, Salz, Pfeffer und ein großes Lorbeerblatt eingeben.
Mit der Brühe gut bedecken und 1 1/2 – 2 Stunden köcheln lassen. Flüssigkeit gelegentlich überprüfen und bei Bedarf nachgießen:

Das Fleisch sollte während der gesamten Kochzeit unter Flüssigkeit bleiben. Nach dem Garen 100 g Semmelbrösel langsam einrühren und kurz aufkochen. Mit geriebener Zitronenschale abschmecken.

Mit Salzkartoffeln und verschiedenen kalten Beilagen servieren.

 


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