Spätlese Nr. 4


Eine Frage der Möglichkeiten

Grußwort des Seniorenbeirates

Liebe „Spät-Leserinnen“, liebe „Spät-Leser“,

das Schwerpunktthema dieser Spätleseausgabe ist „Seniorenreisen“. Wir wollen Ihnen mit Unterstützung der Emsdettener Reisebüros spezielle Reiseempfehlungen für ältere Menschen näher bringen, die Sie an die schönsten Orte Deutschlands und der Welt führen. Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten!
Andere Menschen dieser Welt sind auch auf eine, allerdings sehr gefährliche und beschwerliche Reise mit ungewissem Ausgang gegangen. Der Grund ist nicht: erleben, genießen, erkunden oder erholen, sondern Leben retten, das eigene und das der Kinder!
Wenn sie in Emsdetten angekommen sind, haben sie eine lange Reise hinter sich, jedoch, weiß Gott, keine Urlaubsreise. Sie kommen aus fernen Ländern, aus anderen Kulturen, sie fliehen vor Krieg und Not und erhoffen sich Sicherheit.
Zwar wartet auf sie kein 5-Sterne-Hotel, doch unsere Stadtverwaltung tut alles, um sie hier menschenwürdig unterzubringen und sorgt für die finanzielle Unterstützung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.
Natürlich brauchen diese Menschen mehr als Wohnung und Unterhalt. Jetzt sind alle Mitbürgerinnen und Mitbürger angehalten, ihnen bei der Erstorientierung zu helfen. Wichtig ist oft eine individuelle Betreuung durch Familienpaten, z. B. bei Arztbesuchen, Einkäufen, Behördengängen usw.
Hier sind natürlich auch Seniorinnen und Senioren gefragt, die mehr Zeit und Möglichkeiten haben, als Berufstätige.
Wenn Flüchtlinge zu uns kommen, haben sie nur das Allernotwendigste dabei, sie benötigen also alles, was man zum Leben braucht und sind dankbar für Sachspenden jeglicher Art.
Eine große Rolle bei der Einbürgerung spielt aber vor allem das Erlernen der deutschen Sprache. Die Deutschkurse der VHS reichen nicht aus, um alle Bedürfnisse zu erfüllen. Hier können auch Personen helfen, die keine besonderen pädagogischen Vorkenntnisse haben. Auskünfte erteilen gerne die Ökumenische Flüchtlingshilfe oder das Amt für Migration und Integration der Stadt Emsdetten, Caroline Wassenberg, Tel. 922-260.
Das eine tun, ohne das andere zu lassen:
Unser Wunsch für Sie: Genießen Sie Ihre Reise!
Unsere Bitte an Sie: Helfen Sie anderen auf deren „Reise“!

In diesem Sinne Ihr
Hans-Jürgen Jesse
1. Vorsitzender des Seniorenbeirats

 


Ein Kleinod im Kreis

Warum in die Ferne reisen, wenn das Gute liegt so nah
Von Bärbel Weßling

OMMT- das ist keine Zauberformel, doch OMMT verzaubert! Das im Oktober 2015 eröffnete Otto Modersohn Museum Tecklenburg ist ein kleines Wunder bürgerschaftlichen Engagements in Zeiten öffentlicher Sparzwänge. Ein kleiner Förderkreis von begeisterten Menschen hat es möglich gemacht, dieses Kleinod im Kreis Steinfurt zu präsentieren: ein Muss für alle, die sich für Kunst begeistern oder sich unserer Heimat verbunden wissen!
Dank der großzügigen Unterstützung auch der Otto-Modersohn-Stiftung in Fischerhude entstand im denkmalgeschützten Haus Markt 9 ein Museum, das sich sehen lassen kann.
Otto Modersohn (1865-1943), der immer wieder seine westfälische Heimat, besonders Tecklenburg und Münster, besuchte, quartierte sich gerne ein bei seinem Bruder Wilhelm, der in Tecklenburg Amtsrichter war und im heutigen Haus des Gastes lebte. „Hier malte er sich von den Zwängen der Düsseldorfer Akademie frei“, wie seine Enkelin Antje Modersohn bei der Eröffnung des Museums erklärte.
In Tecklenburg entdeckte Modersohn seine Berufung zur Landschaftsmalerei, die sein Lebenswerk bestimmen sollte. Eine besondere Kostbarkeit des Museums sind die Tecklenburger Frühlingsbilder aus den Jahren 1891/92, die die Entwicklung Modersohns von einer eher realistischen hin zu einer expressiveren Malweise zeigen.
24 Gemälde und 50 Zeichnungen, die in einem besonderen Raum wunderbar präsentiert werden, künden von der Faszination, die Modersohn in dieser Zeit mit Stift und Pinsel auf Papier und Leinwand bannte.
Begibt man sich in das Obergeschoss des Hauses, gelingen humorvolle Entdeckungen. Hier taucht der Besucher ein in Modersohns biografischen Kontext.
Wer also noch nicht dort war, das schmucke, helle, neue OMMT noch nicht kennt, der mache eine Tagesreise dorthin in das verwunschene Tecklenburg, genießt Natur und Kultur. Natürlich gibt es auch jede Menge Möglichkeiten, etwas für das leibliche Wohl zu tun. Gute Reise.

Otto Modersohn Museum, Markt 9, 49545 Tecklenburg.
Geöffnet: 1. April bis 30. September
Di-So, 11.00-18.00 Uhr;
1. Oktober – 31. März
Fr 14.30-18.00 Uhr, Sa und So 11.00-18.00 Uhr
Gruppenführungen sind möglich.

 


Zu Wasser, Land und durch die Luft

Wenn die Generation 55plus auf Reisen geht, ist Vielfalt Trumpf.

Nie passte der Udo Jürgens Song besser: „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an – mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran… “. Den Ruhestand will man genießen und vor allem die mehr gewonnene Zeit zum Reisen nutzen.
Dabei ist das Reiseziel fast egal. Senioren sind mobil, aktiv, aufgeschlossen und gut informiert.
„Das habe ich im Internet gesehen … “. Auch dieser Satz ist heutzutage keine Seltenheit mehr, wenn die Goldene Generation ins Reisebüro kommt.
Die Beratung, Buchung und Abwicklung der eigenen Traumreise wird dann aber doch sehr gerne in die bewährten Hände des Reisebüros gelegt.
Urlaub von Anfang an, das ist die Devise. Die Unterkunft sollte modernen Komfort bieten und dabei gemütlich wie zu Hause sein. Bei der Verpflegung wiederum ist kulinarische Vielfalt gewünscht, Essen, was das Herz begehrt, gespickt mit landestypischen Spezialitäten.
Eine Reiseform, die all das und noch viel mehr bietet, ist die Kreuzfahrt. Nur einmal die Koffer ein- und auspacken und trotzdem jeden Tag neue aufregende Ziele rund um die Welt ansteuern.
Schon die Wahl der Route fällt da nicht leicht. Und die Anzahl an Schiffen macht die Auswahl eher zur Qual.
Viele Kunden legen Wert auf eine kurze Anreise. Sehr gerne werden deshalb die Routen mit Abfahrtshäfen in Deutschland gewählt. Da hat man die Möglichkeit, bequem mit der Bahn oder dem eigenen Auto anzureisen.
Alternativ werden Schiffe und Routen bevorzugt, bei denen die Möglichkeit besteht, einen Flug ab/bis Münster/Osnabrück dazu zu buchen.
Aber auch weiter entfernte Ziele und andere Abflughäfen sind für die heutige Generation 55+ kein Problem mehr.
An Bord des Schiffes sollte allerdings Deutsch gesprochen werden. Das ist für die meisten Gäste ein ganz wichtiges Kriterium. Diese Vorgabe wird von den beliebtesten Reedereien auf dem deutschen Markt erfüllt.
Wer sich nicht sicher ist, ob eine Hochseereise etwas für ihn ist, der kann auch mit der kleineren Variante der Schiffreise anfangen. Ob Rhein, Donau, Elbe oder Rhône, die meisten europäischen Flüsse können per Schiff erkundet werden.
Eine Flussreise ist die bequeme Art der Städtereise. Jeden Tag wird eine andere Stadt angesteuert und oftmals kann man direkt vom Schiff fußläufig die Stadt erreichen.
Die Größe der Schiffe ist überschaubar, die maximale Kapazität der Flussschiffe geht meistens nicht über 200 Personen hinaus.
Und für wen eine Schiffsreise gar nichts ist, der hat natürlich eine ganze Menge an weiteren Alternativen.
Mit dem Flugzeug kann heute fast jede Ecke der Welt erreicht werden.
Und für wen auch die Reise per Flug nichts mehr ist, der steigt hier vor Ort in den Bus und lässt sich die interessantesten und unterschiedlichsten Ecken zeigen, Haustürabholung oft inklusive.
Egal wie alt man ist, für jeden gibt es die richtige Art zu reisen. „Einfach mal reinschauen“, lautet das Motto in Lückertz Lufthansa City Center.
| www.lcc-lueckertz.de

 


Auf Bedarf eingestellt

„Viele Veranstalter haben sich genau auf die Wünsche und Bedürfnisse der Zielgruppe Senioren eingestellt“, sagt Ann-Katrin Preckeler, Reiseverkehrskauffrau bei der Reiseagentur Grenzenlos. „Alles ist organisiert. Die Kunden müssen sich um nichts kümmern.“
Neue Eindrücke und unbezahlbare Erlebnisse kämen eben in keinem Alter aus dem Trend.
In der Beratung lege man natürlich Wert auf die Auswahl des Reiselandes, aber auch auf die Wahl der Reiseart – Flug, Bus, Kreuzfahrt und mehr. Und auch die ärztliche Versorgung vor Ort werde berücksichtigt.
„Dazu kommen persönlicher Gesundheitszustand und persönliche Belastbarkeit“, berichtet die Fachfrau weiter.
Oftmals würden Komplettpakete gebucht. So gebe es geführte Rundreisen- und Studienreisen auf der ganzen Welt, Städtereisen, Gruppenreisen, Kur- und Gesundheitsreisen, Aktivurlaube – eine Vielfalt, die es ermöglicht, individuelle Wünsche zu realisieren.
Von Portofino bis Berlin, vom Naturparadies Steinhuder Meer bis zur Autostadt Wolfsburg, für alle Ziele gibt es maßgeschneiderte Reiselösungen.
„Die Frage ist ja nicht, warum sollten Senioren reisen, sondern: Warum sollten Senioren nicht reisen“, erklärt Preckeler. Dieser Zielgruppe stehe die Welt schließlich offen.
| www.reiseagenturgrenzenlos.de

 


Stammtisch am Spatzenweg

Wohnmobil – Reisen für Senioren
Von Hans-Jürgen Jesse
Senioren haben häufig Zeit – und Geld -, um mit einem geliehenen oder dem eigenen „WoMo“ schöne Gegenden, Kulturdenkmäler oder Städte etc. in Deutschland oder Europa zu erkunden. Das Feld ist so weit, dass wir hier nur einige Hinweise zu Zeitschriften und Stellplatzführern geben können. Dort finden Sie alles, was das Herz begehrt. Und dann gibt es ja noch „Google“!
Wohnmobile kann man von ca. 70 bis 150 Euro und mehr pro Tag mieten, je nach Größe und Jahres-/Ferienzeiten. Dafür bekommt man dann ein bis zwei Doppelzimmer(!) und einen fahrbaren Untersatz in einem. Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen kann Mann oder Frau mit einem Pkw-Führerschein B fahren, weiterhin reicht der „alte“ Klasse 3 oder seit 1992 nur noch C1 (für leichtere LKW). Eine Liste von WoMo-Zeitschriften und Stellplatzführern (zum Übernachten im Wohnmobil außerhalb von Campingplätzen) hilft – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
In Emsdetten trifft sich übrigens regelmäßig ein Stammtisch von Womo-Freunden beim Autohaus Sennholz, Spatzenweg 1, die nächsten Male am 19. Mai und 18. August 2016. Interessierte, auch „Noch Nicht-Womo-Fahrer/innen“ sind herzlich gern gesehen. Es gibt Getränke und Leckereien vom Grill gegen geringen Kostenbeitrag und natürlich gegenseitige Informationen.

In Australien sind die so genannten „Grauen Nomaden“ übrigens ein echtes Phänomen: Immer mehr Pensionäre haben genug vom bodenständigen Leben im Eigenheim und fahren lieber mit Wohnmobil oder Wohnwagen durch die endlosen Weiten Australiens.

Fragen zum Thema schicken Sie gerne an: senioren@beirat-emsdetten.de.

 

Stellplatzführer & Zeitschriften
Mit dem Wohnmobil unterwegs

Stellplätze:

www.reisemobil-international.de
www.reisemobil-international.de/winzeratlas
www.fattore-amico.com (für Italienreisende),
www.france-passion.com/de (für Frankreich-Reisende,)
www.bordatlas.de
www.promobil.de
www.top-platz.de
www.mein-platz.com
www.meinwomo.net
www.acsi.eu
www.acsicampingreisen.de
www.campingplatz-deutschland.de
www.wohnmobil-atlas.de

Wohnmobil-Zeitschriften:

Reisemobil international, Promobil, Autobild Reisemobil

 


 Menschen im Portrait

„Besser schlichten statt richten“

Von Nachbarschaftsstreitigkeiten, Erfolgen und Erfolglosigkeitsbescheinigungen

 

Die beiden Emsdettener Schiedsmänner: Karl-August Kortmöller (l.) und Klaus-Peter Janousek (r.)

Zwei Schiedsmänner gibt es in Emsdetten. Peter Janousek und Karl-August Kortmöller.

Herr Janousek, Herr Kortmöller, Sie sind Schiedsmänner in Emsdetten. Werden Sie in Ihrer Funktion heute überhaupt noch gebraucht? Die meisten Menschen haben doch eine Rechtsschutzversicherung und gehen deshalb oft direkt zum Anwalt.

Nicht jede Streitigkeit kann direkt vor Gericht ausgetragen werden. In Fällen von Nachbarschaftsstreitigkeiten oder bestimmten Delikten des Strafrechts, wie z. B. Beleidigung, Sachbeschädigung oder Hausfriedensbruch, klagt die Staatsanwaltschaft nur dann an, wenn es im öffentlichen Interesse liegt. „Kein öffentliches Interesse“ in strafrechtlichen Dingen bedeutet nicht, dass der Gegner für seine Tat nicht zur Rechenschaft gezogen werden kann, es bedeutet nur, dass diese Angelegenheit nicht durch die Staatsanwaltschaft verfolgt wird. Der Kläger kann sein Recht nur über einen Vergleich in einem Schiedsverfahren oder durch eine Privatklage beim Amtsgericht erlangen.

Wie kann man Schiedsmann oder Schiedsfrau werden?

Die Stelle wird durch die Stadt öffentlich ausgeschrieben. Die Bewerber sollten zwischen 30 und 70 Jahren alt sein und sich aufgrund ihrer beruflichen und Lebenserfahrung ein wenig mit rechtlichen Sachverhalten auskennen. Die gewählte Person wird vom Rat der Stadt gewählt und durch das Amtsgericht vereidigt. Die Amtszeit dauert 5 Jahre.

Wie kommt es zu einer Schlichtung und was passiert dabei?

In der Regel erfahren die Menschen über Flyer, Internet oder Stadtverwaltung von uns. In Emsdetten gibt es zwei Schiedsamtsbezirke, für die jeweils ein Schiedsmann zuständig ist. Nach der ersten, meist telefonischen Kontaktaufnahme wird der Antrag schriftlich aufgenommen und dem Gegner mit Terminvorgabe zugestellt. Bei der eigentlichen Schlichtung treffen dann die beiden Streitparteien in unserer Gegenwart aufeinander. Das kann manchmal sehr kühl sein, manchmal geht es aber auch verbal richtig „zur Sache“. Während der Verhandlung wird ein Protokoll geschrieben, dessen genaue Formulierung mit den Parteien abgesprochen wird. Zum Ende der Sitzung müssen alle Parteien dieses dann unterschreiben. Mit der Schlichtung erhält jeder einen „vollstreckbaren Titel“, mit dem beim Amtsgericht auf Zwangsvollstreckung geklagt werden kann, und zwar bis zu 30 Jahren.

Wenn es aber nun nicht zu einer Schlichtung kommt?

Bei Nachbarschaftsstreitigkeiten wird dann den Beteiligten eine Erfolglosigkeitsbescheinigung ausgestellt, die der Richter am Amtsgericht in Nachbarschaftsstreitigkeiten verlangt, bevor die Klage zugelassen wird. Bei gescheiterten strafrechtlichen Schlichtungen spricht man von einer Sühnbescheinigung. Bei einer Privatklage ist der Antragsteller in der Situation des Klägers, es kommt kein Staatsanwalt mehr. Das ist eine hohe Klippe und in der Regel wird durch die Sühneverhandlung die Streitigkeit beigelegt.

Welche Kosten entstehen bei der Schlichtung?

Die Kosten für ein Schiedsverfahren liegen zwischen etwa 25 und 50 €. Der eigentliche Vergleich kostet je nach Umfang zwischen 25 und 40 €, dazu kommen noch Portogebühren und Kosten für Kopien. Auf diese Kosten muss der Antragsteller vor dem Verfahren einen Vorschuss in Höhe von 50 € leisten. Kommt es zu keinem Vergleich, fallen nur 10 € an Gebühren an, eventuell bis zu 25 € durch Zusatzkosten. Dann trägt aber der Antragsteller die Kosten allein.

Mit welcher Art von Fällen haben Sie am meisten zu tun? Streiten da meist jüngere oder doch mehr ältere Menschen?

Die größte Zahl der Fälle betrifft Menschen aller Schichten, meist jedoch der Mittelschicht etwa zwischen 30 und ca. 80 Jahren. In der Regel haben wir es mit Nachbarschaftsstreitigkeiten zu tun. Strafsachen haben wir relativ selten, schon mal kleine Sachbeschädigungen.

Sicher gibt es auch emotionale Ausbrüche?

Nach 30 Jahren Nachbarschaft sagt man wieder „Sie“ zueinander, man grüßt sich nicht, auch mitten in der Verhandlung steht eine Person auf und verlässt den Raum. In diesen Fällen ist es außerordentlich schwierig, eine vernünftige Schlichtung durchzubekommen.

Ist es richtig, dass die früher angebotenen regelmäßigen Sprechstunden ausfallen, weil die Inanspruchnahme der Schiedsmänner weniger geworden ist?

Das Angebot der Sprechstunden wurde hier und da mal angenommen, den Aufwand hat es aber nicht gerechtfertigt. Die Menschen, die das Bedürfnis nach Schlichtung haben, kennen auch den Zugang zu uns. Die Fälle sind zurückgegangen, nicht, weil man den Kontakt zu uns nicht halten konnte, sondern weil der Gang zum Anwalt über die Rechtsschutzversicherung als einfacher angesehen wird.

Die Schlichtungen finden in Ihren privaten Räumen statt?

Nein, früher war das teilweise so. Heute werden uns im Rathaus Räume zur Verfügung gestellt, die dazu beitragen, dass das Ganze einen offiziellen Charakter bekommt. Im Übrigen stattet uns die Stadt Emsdetten materiell richtig gut aus. Ganz besonders positiv finden wir, dass wir bei Problemen mit unserer Technik oder auch bei sachlichen Fragen immer eine super Unterstützung von allen Seiten bekommen.

Wir bedanken uns ganz herzlich für dieses Interview. Für Ihre weitere Arbeit wünschen wir Ihnen viel Erfolg.

Das Amt der Schiedsperson

Nach dem Wiener Kongress 1814/15 wurde in Preußen 1827 das Schiedsamt eingeführt, das es bis heute erst in 12 der 16 Bundesländer gibt. Das Schiedsamt ist in NRW durch das Schiedsamtsgesetz gesetzlich geregelt. Dieses trat am 1. Juli 1993 in Kraft und löste die Schiedsmannsordnung (Gesetz über das Schiedsmannswesen) vom 10. März 1970 ab.
Schiedspersonen können Frauen und Männer werden, die zwischen 30 und 70 Jahre alt sind, ihren Wohnsitz im Schiedsamtsbezirk haben und die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter besitzen. Die Wahl der Schiedspersonen erfolgt nach öffentlicher Ausschreibung der Gemeinde durch den Rat der Gemeinde. Die Amtsdauer beträgt fünf Jahre.
Die gewählte Person muss durch die Leitung des Amtsgerichts bestätigt und vereidigt werden. Das Amtsgericht, sowie die übergeordneten Institutionen (Land-, Oberlandesgericht, Justizministerium) üben die Aufsicht über die Schiedspersonen aus. Die Schiedstätigkeit ist ehrenamtlich. Die Schiedsperson hat Verschwiegenheit über die Verhandlungen und die Verhältnisse der Parteien zu wahren.

Kontakt:

Bezirk I  (wenn die Antragsgegner östlich der Bahnlinie und südlich des Mühlenbachs wohnen): Schiedsmann Klaus-Peter Janousek, Tel. 8 51 98, Peter-Janousek@versanet.de

Bezirk II  (wenn die Antragsgegner westlich der Bahnlinie und nördlich des Mühlenbachs wohnen): Schiedsmann Karl-August Kortmöller, Tel. 89 76 0, karl-august.kortmoeller@web.de.

Weitere Informationen:  www.schiedsamt.de

 


Atempause in Haus Simeon

Ein Betreuungsangebot für Menschen mit Demenz

 

So viel Freude macht die Betreuungszeit in der Atempause

Atempause. Was ist das? Was genau bedeutet ein Betreuungsangebot eigentlich? Ein Erfahrungsbericht über Geselligkeit, Schuldgefühle und das kleine Glück:

„Am Freitag hatte ich erstmals meine Atempause, denn meine Mutter verbrachte einen geselligen Nachmittag im Haus Simeon.
Doch zuerst war ich verunsichert. Ist es richtig, meine Mutter „allein“ irgendwohin geben? Ist das gut? Wird es ihr überhaupt gefallen?
Ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich auch nicht wusste, wie es ihr gefallen würde. Sicher, ich hatte mich vorher über das Angebot und die Räumlichkeiten informiert sowie mir einen Eindruck von den Betreuern gemacht.
Ich persönlich war sehr angetan von der Professionalität wie auch von dem Engagement der Mitarbeiterinnen. Das hat mich sehr beruhigt, aber…. Es musste nicht mir gefallen, sondern meiner Mutter und sie sollte sich wohlfühlen. Und dann kam Freitag. Sie wurde von den Maltesern direkt von Zuhause abgeholt. Für mich ein beklemmendes Gefühl.
Ich hatte jetzt Zeit. Und was damit anfangen? Ich bin durch die Wohnung/das Haus gelaufen und habe immer darauf gewartet, dass das Telefon klingelt und ich sie wieder abholen sollte, weil es ihr nicht gefällt, sie sich in dieser neuen Umgebung nicht wohlfühlt, nicht zurechtkommt.
Aber es passierte nichts dergleichen. Ich tigerte weiter durch die Wohnung/das Haus und überlegte sogar, im Haus Simeon anzurufen, um zu hören, ob auch wirklich alles in Ordnung ist.
Dann war der Nachmittag vorbei und meine Mutter wurde von den Maltesern bis in die Wohnung/in das Haus gebracht.
Sie machte einen zufriedenen Eindruck und ich hatte nicht das Gefühl, dass sie mich den Nachmittag über vermisst hatte.
Das hat mich sehr beruhigt und ich habe mich gefragt, warum ich mir so viele Gedanken gemacht hatte, offensichtlich ganz unnötige.
Ich kam zu der Erkenntnis, dass meine Mutter ihren Nachmittag wesentlich sinnvoller verbracht hatte als ich.
Mein Vorsatz: In der nächsten Woche geht meine Mutter wieder ins Haus Simeon und ich nutze „meine Atempause“ auch sinnvoll.“

Weitere Informationen zur Atempause:
Montags bis donnerstags von 10 Uhr bis 16 Uhr,
freitags von 10 Uhr bis 13 Uhr
unter der Telefonnummer (02572) 140.
Ansprechpartnerin vor Ort: Jutta Tombrink,
Haus Simeon Tel: 015164430581 oder (02572) 94688204.

 


Erinnerungskoffer

Medienauswahl zum Thema „Aktivieren – Begegnen – Pflegen“

Weitere Informationen zum Erinnerungskoffer gibt es in der Stadtbibliothek Emsdetten bei Susanne Töppe

Die Themen „Pflege“ und „Älter werden“ sowie insbesondere das Krankheitsbild Demenz erfahren zunehmend Aufmerksamkeit.
Dadurch steigt die Nachfrage nach Informationen ganz unterschiedlicher Art. Die Aktivierung der an Demenz erkrankten Menschen spielt dabei eine zentrale Rolle.
Aus diesem Grund hat die Stadtbibliothek Emsdetten seit Frühjahr 2015 einen eigenen Standort im ersten Obergeschoss mit einer entsprechenden Medienauswahl (darunter auch AV-Medien) eingerichtet. Die mittlerweile fast 140 aktuellen Titel zum Thema wenden sich in erster Linie an Betroffene direkt nach der Diagnose und in einem frühen Stadium der Erkrankung sowie an ihre pflegenden Angehörigen.
Unter dem Titel „Aktivieren, Begegnen, Pflegen“ werden auch für ehrenamtlich oder professionell Pflegende vielseitig einsetzbare Medien in verschiedenen Boxen verliehen, ähnlich wie bei den Medienkisten für Kindergärten und Schulen.
Diese sogenannten „Erinnerungskoffer“ mit Titeln wie Frauen, Männer oder auch Spiel und Spaß können auch im Bereich der biografischen Aufarbeitung oder für das Gedächtnistraining eingesetzt werden. Selbstverständlich stehen diese Medien auch jedem interessierten Bibliothekskunden zur Verfügung.

Erstes Fazit nach fast einem Jahr: Die Nachfrage ist groß und das Angebot wird sehr gut angenommen. 2015 wurde jeder Titel dieser Sondergruppe im Durchschnitt zweimal ausgeliehen.

Einige Literaturtipps aus der Gruppe „Aktivieren-Begegnen-Pflegen“:

  • Stein, Tanja: Bausteine für die Aktivierung von Demenzkranken – Frühling, mit Musik-CD, Kopiervorlagen und Arbeitsmaterialien. Verlag an der Ruhr, 2015. 134 Seiten.
  • Preuß, Björn: Wenn Mutter ins Heim muss. Ein Ratgeber für Angehörige: Hilfen, Tipps und Checklisten. Verlag an der Ruhr, 2015. 110 Seiten. Grundsätzliche Überlegungen für eine gemeinsame Entscheidung: Auswahl der Pflegeeinrichtung, Kosten, Vollmachten, Umzugsvorbereitung, Aufenthalt und Eingewöhnung.
  • Louis, Chantal: Ommas Glück: das Leben meiner Großmutter in ihrer Demenz-WG. Kiepenheuer & Witsch, 2015. 207 Seiten. Mit 83 Jahren zieht die Großmutter der Autorin in eine Demenz-WG und lebt mit ihren sechs Mitbewohnern, alle dement wie sie selbst, ein maximal selbstbestimmtes Leben.
  • Leßmann, Sabina: Farben im Kopf: Malen und Gestalten mit Menschen mit Demenz: Praxishandbuch mit Anleitungen und Beispielen: für Einrichtungen, Museen, Angehörige. Verlag an der Ruhr, 2015. 192 Seiten. Ein Praxishandbuch mit Anleitungen zum Malen und Gestalten mit Demenzerkrankten für Pflegeeinrichtungen, Kunstmuseen und Angehörige.

 


Barrierefreies Reisen

„Wandern“ auf Mallorca für mobilitätseingeschränkte Menschen

Mit dem „Superfour“ unterwegs in der traumhaften Natur Mallorcas.

„Wandern“ für mobilitätseingeschränkte Personen, das hört sich seltsam an. Doch die Organisation Handisport auf Mallorca macht es möglich. Gründer des Vereins ist Rafa Winckelmann, selbst Rollstuhlfahrer, zusammen mit seiner Lebensgefährtin Clara Gil. Die Organisation wurde als Stiftung gegründet, um Menschen mit Beeinträchtigung durch Sportangebote in die Gesellschaft zu integrieren.
Ein Reisebericht von Heike Ortmeier, der stellvertretenden Vorsitzenden des Beirates für Menschen mit Behinderung der Stadt Emsdetten:
Im Februar dieses Jahres fliegen wir ab Düsseldorf Flughafen zur Insel Mallorca. Mit dem Mietauto vom Flughafen am Hotel angekommen, beziehen wir unser barrierefreies Zimmer. Endlich ist es soweit! 15.15 Uhr sind wir am vereinbarten Treffpunkt. Auch Priscilla und Victor, Mitarbeiter der Organisation Handisport, kommen pünktlich mit einem rollstuhlgerechten Sprinter. Zu viert im Sprinter fahren wir zu einem Anwesen „Es Gatatzo“ im Tramuntana-Gebiet im Landesinneren. Angekommen an einem romantisch gelegenen Anwesen, stellt uns Victor die sogenannten „Superfour“ von Otto Bock vor. Das Gefährt wird mit einem Joystick, je nachdem wie die körperlichen Einschränkungen sind, rechts oder links, bedient und gesteuert. Nach einer kurzen Einweisung fahren wir über Geröll und Wanderwege rund zwei Stunden durch die Natur. In dieser wunderschönen abgelegenen Gegend einen Ausflug zu machen, das ist ein ganz besonderes Erlebnis. Der Preis von 60 Euro pro Person ist ein Schnäppchen im Vergleich zu dem, was die Otto-Bock-Fahrzeuge gekostet haben. Zu den Angeboten von „Fundation Handisport“ zählen Golf, Blokart, Wasserski, Kajakfahren, Segeln, Tauchen und Wandertouren mit dem Superfour von Otto Bock. Außerdem ist die Organisation bei der Vermittlung von rollstuhlgeeigneten Unterkünften und Fahrdiensten auf Mallorca behilflich.

Wissenswertes über Flugreisen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen:
Mindestens 48 Stunden (2 Tage) vor Ihrem geplanten Abflug sollten Sie mitteilen, welche Assistenz Sie benötigen, diese Informationen werden an den Flughäfen weiterleitet. Der Hilfeassistent am Flughafen wird Ihnen die notwendige Unterstützung und Hilfe zukommen lassen und notwendige Ausrüstungen bereitstellen. Wenn Sie um besondere Hilfeleistung bitten, wird die entsprechende Fluggesellschaft Ihnen einige Fragen stellen. Auf deren Basis wird Ihnen ein spezieller Code zugewiesen. Dieser Code sagt dem Bodenpersonal und dem Team für besondere Hilfe am Flughafen, welche Art von Hilfe Sie benötigen. Dies ist eine Standardhilfe, natürlich können Ihre Bedürfnisse davon abweichen. Rufen Sie bei der jeweiligen Fluggesellschaft an oder besprechen dieses mit Ihrem Reisebüro und geben die benötigte Assistenz an. Nur so kann gewährleistet werden, dass Sie unproblematisch am Reiseziel ankommen.

Weitere Informationen:
behinderten@beiratemsdetten.de
www.behindertenbeirat-emsdetten.de

www.myhandicap.de/barrierefrei-reisen/reiseart/flugreisen/ (Wissenswertes über Flugreisen) oder jeweils auf den Internetseiten der Fluggesellschaften,
www.handisportmallorca.org
www.facebook.com/handisportmallorca

www.autocaresadrover.com (Busunternehmen, spezialisiert für den Transport von mobilitätseingeschränkten Menschen auf Mallorca)

 


Eine neue Senioren-WG

Bauphase startet bald / Eröffnung 2017 geplant

Seit 1995 fühlen sich Mathilde Anhäuser und ihr Team dazu berufen, pflegebedürftigen Menschen ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Als das Unternehmen vor über 20 Jahren gegründet wurde, gab es weder Geschäftsräume noch Kunden. Mit einer einzigen Mitarbeiterin startete die Inhaberin voller Enthusiasmus von Zuhause aus, sagt heute stolz, dass sie sich „bestens etabliert hat“. Inzwischen gibt es nämlich 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Neben ambulanter Pflege in Emsdetten, Mesum, Elte, Hauenhorst und Saerbeck, bietet Mathilde Anhäuser seit 2005 das Wohnen in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft in Emsdetten an. „Die Resonanz ist sehr groß und die neun Zimmer der WG sind seit geraumer Zeit komplett belegt“, so Mathilde Anhäuser, die daher im vergangenen Jahr entschied, „dazu eine weitere Senioren-WG mit insgesamt 12 Appartements am Grünring zu eröffnen. Die Bauphase startet in Kürze und im Frühjahr 2017 soll die WG dann ihre Pforten öffnen“.
Der Pflegedienst Mathilde Anhäuser bietet nicht nur ambulante Pflege oder das Wohnen in einer Wohngemeinschaft, sondern deckt eine breite Palette von Angeboten und Informationen rund um das Thema „Pflege, Betreuung und Unterstützung von Angehörigen“ ab. Ob Hilfe bei Antragstellungen auf Pflegestufe oder Hilfsmittel, hauswirtschaftliche Versorgung, Hausnotruf oder Schulungen von Angehörigen – „die Zufriedenheit von Kunden und Angehörigen ist das Ziel und Motivation“, erklärt Mathilde Anhäuser. „Es ist unabdingbar das „Individuum Mensch“ mit seinen ganz eigenen Bedürfnissen wahrzunehmen“, so die Inhaberin. Die An- und Nachfragen steigen, sodass sie sich 2009 sogar dazu entschied, als anerkannter Ausbildungsbetrieb jährlich zwei Auszubildende zur Altenpflegerinnen/ zum Altenpfleger einzustellen.

Informationen unter Tel. (02572) 95 20

 


Aktiv älter werden

Gesellschaft, Begleitung und Betreuung für ein „selbstständiges und schönes Lebens im eigenen Zuhause“, bietet Lisa Lohmann als ausgebildete Betreuungsassistentin. „Aus den Erfahrungen in meiner Familie und ein bisschen auch schon aus eigener, weiß ich, wie gut es tut, beim Älterwerden aktiv und in Gesellschaft zu bleiben“, erklärt Lohmann. Dabei Unterstützung zu geben, sei ihr Angebot. „Wir wollen alle unsere Eigenständigkeit bewahren, am liebsten zu Hause“, sagt sie. Und setzt genau da mit ihrem Angebot von Gesellschaft, Begleitung und Unterstützung, auch bei Demenz, an.

Weitere Informationen unter Tel. (02572) 8779704 oder lisalo@ gmx.de.

 


Der Bürgerbusverein

Mobilitätsangebot insbesondere für ältere Menschen

Seit mehr als acht Jahren ergänzen die beiden Bürgerbusse den Öffentlichen Personennahverkehr in Emsdetten und Saerbeck, haben in dieser Zeit schon mehr als 100.000 Fahrgäste befördert und tragen damit überaus erfolgreich zur Verbesserung der Mobilität und der Lebensqualität in und zwischen beiden Kommunen bei.
Dabei wissen gerade ältere Menschen dieses ehrenamtliche Angebot besonders zu schätzen. Die Bürgerbusse erleichtern ihnen die Wege zum Einkaufen, den Besuch von Ärzten, von Banken und Sparkassen oder auch die Möglichkeiten zum Treffen mit Freunden und Bekannten. Sie tragen damit dazu bei, Menschen im Alter vor Isolation und Vereinsamung zu schützen, und garantieren die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Aber nicht nur als Fahrgast sind Senioren dem Bürgerbusverein herzlich willkommen – sie können sich auch als ehrenamtlicher Fahrer oder Fahrerin für diese bürgerschaftliche Idee einbringen. Eine Altersbeschränkung als Fahrer oder Fahrerin gibt es nämlich nicht. Wer also Spaß am Autofahren hat, kontaktfreudig und gern mal unter Menschen ist, ein- bis zweimal im Monat 3 oder 4 Stunden Zeit hat, einen von beiden Bürgerbussen ehrenamtlich zu fahren, ist beim Bürgerbusverein richtig.

Als Bürgerbusfahrerin oder -fahrer muss man als Voraussetzung nur über einen Pkw-Führerschein (Klasse B bzw. ehemals Klasse 3) und eine normale Gesundheit verfügen, alles andere regelt der Verein.
Erfahrenes Bürgerbuspersonal weist die Neulinge ein. Die jeweiligen Fahrtzeiten werden auf individuelle Bedürfnisse abgestimmt.
Der Bürgerbusverein organisiert und bezahlt die für den Personenbeförderungsschein notwendige kleine Gesundheitsuntersuchung.
Rundum versichert werden Fahrer natürlich auch.

Im Bürgerbusverein gibt es ein reges Vereinsleben mit Sommerfesten, Dankeschön-Fahrten und Jahresabschlussfeiern, geselliger Atmosphäre und Zusammengehörigkeitsgefühl.
Wer Interesse hat, meldet sich unter Tel. (02572) 4194 oder (02572) 80283 oder (02574) 299. Oder nimmt Kontakt auf über die Internetseite www.buergerbus-emsdetten.de.
Der Fahrplan der Bürgerbusse ist im Rathaus, vielen Arztpraxen und Geschäften oder auf der Internetseite erhältlich.

 


Radtour des Beirats

„Mobilität kennt keinen Ruhestand“ ist ein Motto des Projektes „Stadtradeln“. Vom 1. bis 21. Mai findet dieses statt, soll Spaß machen auf und beim Radfahren. Der Seniorenbeirat beteiligt sich und bietet am Mittwoch, 18. Mai, um 15 Uhr, eine Radtour an. Besonders für alle diejenigen, die nicht so geübt sind und sich nicht trauen, alleine die Gegend zu erkunden. Die gemeinsame Fahrt geht über asphaltierte Wege Richtung Mesum und umfasst rund 12 km. Eingeplant: Verschnaufpause im Venn sowie die Möglichkeit, Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen.
Anmeldungen und weitere Informationen: Leo Jesse, Tel. 8 24 40, oder Bärbel Weßling, Tel. 41 94.

 


Ein starkes Team

Die Malteser in Emsdetten – Ehrenamt als Schlüssel

Ein starkes Team: Bei den Maltesern engagieren sich Menschen aller Altersklassen für die gute Sache. Der Stadtverband besteht seit 1958, seit 1998 ist er im Malteser-Zentrum an der Amtmann-Schipper-Straße 99 (ehemals Strickwarenfabrik Linnenbaum) beheimatet.

Die Malteser gibt es in Emsdetten seit 1958. Die Stärke der Hilfsorganisation sind ihre mehr als 400 ehrenamtlichen Helfer aus allen Altersklassen und die zahlreichen Fördermitglieder. Die Spätlese sprach mit dem Pressesprecher des Stadtverbandes, Marcel Schlüter, über Gemeinschaftsgefühl und die Lust zu helfen:

„Ein starkes Team“ – so stellen sich die Malteser auf ihrer Webseite vor. Was macht sie stark?

Uns macht stark, dass wir vom jüngsten Mitglied bis zum ältesten Aktiven alle mit einbinden. Unsere erfolgreichsten Projekte sind die, die wir zusammen auf die Beine stellen. Gemeinsam sind wir stark – denn jeder kann so seine Fähigkeiten und Erfahrungen einbringen.

In welchen Bereichen denn zum Beispiel?

Wir bieten die unterschiedlichsten Tätigkeitsfelder an. Junge Menschen engagieren sich bei uns vor allem in der Malteser Jugend und dem Schulsanitätsdienst. Dann gibt es natürlich unsere beiden großen Kernaufgaben: Die Notfallvorsorge und Gefahrenabwehr, dazu zählen Katastrophenschutz und Sanitätsdienst und auf der anderen Seite unsere Erste-Hilfe-Ausbildung. Für ältere Menschen gibt es unsere integrativen Seniorengruppen.

Das sind die bekannten Kernaufgaben. Was leisten Sie weiterhin?

Wir engagieren uns überall dort, wo wir gebraucht werden und Menschen in Not sind. Dabei gehen wir natürlich mit der Zeit. Noch recht neu bei uns sind etwa die „Mobilen Einkaufshilfen“, bei denen Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, einmal wöchentlich von uns zum Einkauf begleitet werden. Und es gibt seit wenigen Jahren die Schülerpaten, die junge Menschen neben der Schule unterstützen – das ist aber keine klassische Nachhilfe!

Sie sagen, Sie gehen mit der Zeit. Wie sieht es mit der Flüchtlingshilfe aus? Das ist ja ein großes Thema aktuell …

Das ist richtig. Auch hier bringen wir uns ein und halten das für wichtig. In Emsdetten haben wir bisher zwar nur kleinere Aktionen gemacht und bieten Einstiegssprachkurse an, wir unterstützen aber jede Woche unsere Kollegen in Münster bei der Betreuung von Flüchtlingen in der York-Kaserne. Eine spannende Aufgabe, man lernt dort tolle Menschen kennen.

Engagieren sich die Malteser denn auch im Ausland?

Oh ja. Zwar ist die Zeit der klassischen Hilfsgütertransporte für uns vorbei, mit gezielten Projekten und Spendenaktionen helfen wir aber auch über unsere Landesgrenze hinaus. Vielen sind sicherlich die beiden großen Spendenaktionen „Emsdetten hilft Haiti“ (2010) und „Emsdetten hilft Nepal“ (2015) im Gedächtnis. In beiden Fällen konnten wir dank Unterstützung vieler Emsdettener mit jeweils mehr als 15.000 Euro einen tollen Beitrag zur Wiederaufbauhilfe nach den schweren Erdbeben leisten. In diesen Fällen arbeiten wir mit Malteser international zusammen, das ist unser weltweites Hilfswerk.

Und auch hier gilt: Alle machen mit, egal wie alt?

Genau. Ist das nicht toll? Unsere Gruppenleiter haben ihre motivierten Kinder mobilisiert und auch unsere Senioren liefen dafür mit einer Spendendose über den Wochenmarkt. Engagement ist eben keine Frage des Alters. Dazu braucht es nur eines: Lust zu helfen. Und die haben wir. Das zeigt auch unsere jährliche Altkleidersammlung, die ja bald wieder ansteht.

Am 23. April ist es wieder soweit. Alles wie gehabt?

Ja, alles wie gehabt. Ab 10 Uhr rollen unsere Autos durch die Straßen. Dann sammeln wir die Tüten und Kartons ein, die für uns an die Straße gestellt werden. Übrigens gilt auch bei den Erlösen dieser Altkleidersammlung: für Jung und Alt. Denn sie fließen auf der einen Seite in unsere Jugendarbeit, auf der anderen Seite in die Seniorenarbeit hier in Emsdetten. So schließt sich wohl der Kreis.

www.malteser-emsdetten.de

 


Sicherheit zu Hause

Hilfe auf Knopfdruck: Hausnotruf der Malteser

Sicherheit dank Notrufknopf am Handgelenk.

Viele Menschen kennen das: Das Telefon klingelt ungewöhnlich früh am Sonntagmorgen, sie sehen die Nummer ihrer Mutter und denken: „Hoffentlich ist nichts passiert!“ Immer mehr Menschen wünschen sich, im Alter und auch bei Krankheit in den eigenen vier Wänden bleiben zu können. Der Malteser Hausnotruf sorgt dafür, dass in einem Notfall schnell und zuverlässig geholfen wird. So kann Mutter oder Großvater sicher und selbstständig in ihrer gewohnten Umgebung leben – und die Angehörigen beruhigt ihren Alltag meistern.

3.397 Menschen im Münsterland nutzen mittlerweile diesen Dienst der Malteser. Im vergangenen Jahr waren die Mitarbeiter des Hausnotruf-Hintergrunddienstes rund um die Uhr im Einsatz. 1.300 Mal rückten sie zu Notrufen im Bistum Münster aus. 653 Mal musste der Rettungsdienst hinzu alarmiert werden. Die meisten Alarmierungen wären tagsüber erfolgt, aber auch abends und nachts (400 Notrufe) sowie an Sonn- und Feiertagen funktioniere diese Notrufkette. Die Mehrzahl der Senioren drücke den Notrufknopf aus sozialen Gründen. „Das zu betonen ist mir sehr wichtig“, erläutert Hausnotrufleiterin Heike Adamczyk beim Blick auf die Statistik. „Die Senioren wissen eigentlich, dass wir im Grunde medizinische Hilfe vermitteln, aber manchmal ist die Einsamkeit so groß, dass sie nicht weiter wissen und über ihr Hausnotrufgerät mit uns in Kontakt treten.“

Die gute Qualität des Malteser Hausnotrufs wurde auch von Stiftung Warentest (Test Ausgabe 09/2011) bestätigt. Im Bereich der Notrufbearbeitung erzielten die Malteser Platz 1 im Test von 12 Hausnotrufanbietern. Das liegt sicher auch daran: Technische Voraussetzungen für ein Hausnotrufgerät sind nicht nötig, Installation und Wartung übernehmen die Malteser. Die sind 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr erreichbar und schicken genau die Hilfe, die benötigt wird. Wer noch sicherer sein will: Der Hausnotruf ist mit weiteren Zusatzleistungen wie etwa Rauchwarnmeldern oder Sturzsensoren kombinierbar. Für den Hausnotrufanschluss wird ein monatlicher Fixpreis erhoben, es gibt keine versteckten Kosten. Und: Der Vertrag ist jederzeit monatlich kündbar.

Informationen zum Hausnotruf unter:
Tel. (02572) 4025 oder im Internet: www.malteser-hausnotruf.de

 


Jeder kann helfen

Unterstützungsmöglichkeiten sind vielfältig

Die Möglichkeiten, die Malteser in ihrem Auftrag zu unterstützen, sind beinahe ebenso vielfältig wie die Organisation selbst. An erster Stelle gibt es die vielen verschiedenen Dienste, in denen sich jeder Interessierte ehrenamtlich – also unentgeltlich – betätigen kann: Als Gruppenleiter in der Malteser Jugend, als Sanitäter oder Betreuungshelfer in der Notfallvorsorge, als Fahrer im Behindertenfahrdienst, als Schülerpate an Emsdettener Schulen, in der Flüchtlingshilfe oder im Leitungsteam der integrativen Seniorengruppen. Auch für ihr Ausbilderteam für die Erste Hilfe suchen die Malteser regelmäßig Unterstützung.

Außerdem bieten die Malteser Stellen im Bereich der Freiwilligendienste (Bundesfreiwilligendienst, Freiwilliges Soziales Jahr) an – hier gibt es für das Engagement ein monatliches Taschengeld. Daneben suchen die Malteser stets Menschen, die ihre Arbeit durch eine Fördermitgliedschaft unterstützen. Wem die Zeit für ein Ehrenamt fehlt, die Aufgaben der Malteser aber dennoch unterstützen möchte, der ist mit einer Fördermitgliedschaft an der richtigen Adresse, denn auch Ehrenamt kostet Geld. Dabei kann jeder selbst entscheiden, mit welchem Betrag er helfen kann und möchte. Die Malteser verleihen auch Spendendosen. So kann auf Geburtstagsfeten und Firmenfeiern statt Geschenke um eine Spende für die Arbeit der Malteser gebeten werden.

Nicht zuletzt hilft auch jede Kleiderspende in die Sammelcontainer der Malteser weiter: Durch die Verkäufe der Textilien an einen zertifizierten Textilverwerter finanzieren die Malteser einige ihrer Angebote hier in Emsdetten. Als Spendenorganisation sind die Malteser auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Schon kleine Beträge können Großes bewirken.

Wer helfen möchte, kann das unter diesem Spendenkonto tun:
Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V., IBAN: DE89370601201201214110, BIC: GENODED1PA7

 


Schöner wandern

Premiumwege: Entdeckungsreise auf den Teutoschleifen
Von Bärbel Weßling

Wandern auf Premiumwegen – das gibt es auch im Kreis Steinfurt. Doch, was sind Premiumwege? Ein Premiumweg ist ein Wanderweg, der höchsten Ansprüchen genügen muss. Besondere Kriterien machen diese Wege also zu quasi 5-Sterne-Angeboten:

* Der Wegbelag ist grasig, nadelig oder erdig; dies ist schöner und gelenkschonender als eine Teerdecke.
* Schmale, geschwungene Pfade sind aufregender als breite, gerade Wege.
* Wechselnde Landschaften und Ausblicke sind attraktiver als stundenlanges Wandern durch monotone Fichtenwälder.
* Man findet keine unangenehmen Einrichtungen oder Bauten am Wegrand (z. B. Hochspannungsleitungen, Autoverkehr, Mülldeponien).
* Oft entdeckt man Schönes wie Felsen, Höhlen, Schluchten, seltene Tiere, Burgen, Rastplätze oder gemütliche Gasthöfe.
* Die Markierung ist perfekt; es sind Rundwege.

All diese Voraussetzungen besitzen die „Teutoschleifen“ im Kreis Steinfurt, die zu Recht Premiumwege heißen – fünf Möglichkeiten, Natur auf wunderbare Weise zu genießen.
Wie eine Perlenkette sind sie am Hermannsweg zwischen Hörstel und Lienen angereiht. Streckenlängen zwischen 6 und 13 Kilometer zeigen sich extra familienfreundlich und gelenkschonend. Weite Ausblicke ins Münsterland oder Osnabrücker Land belohnen alle Mühen.
Jede Schleife hat ihren speziellen Charme. Auf dem Bevergerner Pättken kann man das nasse Dreieck, den Verkehrsknotenpunkt der deutschen Binnenschifffahrt, bewundern. Der Waldauenweg bei Riesenbeck glänzt mit seiner Himmelsleiter (256 Stufen). Der Tecklenburger Bergpfad lässt die Perle Tecklenburg funkeln. Der Canyonblick bei Lengerich ist imposant und beim Holperdorfer geht es rauf und runter an beiden Seiten des Teutos.

Die Premiumwege wandernd zu erleben – Genuss pur.

Weitere Informationen:
Tecklenburger Land Tourismus,
Am Markt 7,
49545 Tecklenburg,
Tel. (0 54 82) 92 91 82,
info@tecklenburgerland-tourismus.de

 


Anker lichten, Leinen los

Unbekümmert auf Seniorenkreuzfahrt
Von Gerda Schröder

Eine Familienkreuzfahrt auf der Aida. Ein Erlebnisbericht:
„Die Vorfreude ist groß und wir sind gespannt auf das Bordleben und neue Reiseziele. Ich vergesse immer, dass ich selbst schon zu den Senioren gehöre und wundere mich über die vielen älteren Leute an Bord. Mitten in den Osterferien fahren nicht nur die Eltern mit ihren Kids, sondern die Großeltern sind mit dabei. Familiengruppen von 6-8 Personen sind keine Seltenheit, aber auch alleinreisende Senioren fühlen sich sichtlich wohl.
Was macht eine Kreuzfahrt für uns ältere Semester so interessant?
Der Vorteil dieser Reiseart wird schnell klar. Der Koffer wird nur zu Beginn der Reise ausgepackt; das lästige Leben aus dem Koffer wie bei Rundreisen und Busreisen entfällt. Diese Reiseform erfordert keine große körperliche Leistungsfähigkeit und kann auch von gehbehinderten Teilnehmern problemlos angetreten werden.
Egal ob bei Flusskreuzfahrten oder Seereisen: man entdeckt nicht nur interessante Städte und Sehenswürdigkeiten, sondern schon bei der Überfahrt kann man den Fluss oder das Meer, die Sonne und den Wind an Bord genießen.
Senioren, die Wert auf Kultur und Abwechslung legen, finden erstklassigen Service und die Bordsprache ist deutsch. Man kann in einem Ambiente entspannen, das perfekt auf die Bedürfnisse im besten Alter angepasst ist. Aufgrund der vielfältigen Angebote ist für jeden das Passende dabei und es wird dafür gesorgt, dass jeder Tag zu einem unvergleichlichen Erlebnis wird.
An den Unterhaltungs- und Ausflugsangeboten sollte es nicht scheitern: Vorträge zu bestimmten Ländern oder Themen, Schiffsrundgänge, Kochworkshops, Karten- und Bingospiele mit anderen Gästen, Kunstausstellungen und -Auktionen, Musik- und Tanzshows, Tanzkurse und vieles mehr lassen keine Langeweile aufkommen.
Abschalten und Entspannen kann man im atemberaubend ausgestatteten Wellnessbereich. Selbstverständlich sind alle Bereiche eines Schiffs barrierefrei zugänglich und der Arzt an Bord fährt immer mit.
Die von kompetenten Reiseleitern begleiteten Ausflüge sind in Schwierigkeitsstufen unterteilt, von „bequem“ bis „fordernd“ kann jeder schon vor Ausflugsbuchung sichergehen, dass dieser geeignet ist. Golfen, Tauchen, Fahrradfahren, Bustouren, Besichtigungen, Wanderungen und vieles mehr warten! Egal ob in der Natur, in der Stadt oder am Strand – man wird fündig.
Nach dem Landgang trifft man sich in einem der vielen Restaurants an Bord und erzählt von seinen Erlebnissen. Auch Gourmets kommen auf ihre Kosten, denn die Schiffe bieten verschiedenste Spezialitätenrestaurants wie in den besten Luxushotels.
Wir als Familie bevorzugen den Außenbereich der Buffetrestaurants und setzen uns zu einem älteren Ehepaar. Auf meine Frage, ob ihnen an Bord irgendetwas fehlt, antwortet die Seniorin: „Nein, wir haben schon viele Kreuzfahrten mit „Mein Schiff“ und „Aida“ gemacht. An Bord sind wir glücklich!“

www.reisebueroschroeder.de

 


Kleine Radreisen

Umweltfreundlich und gesund auf den „NaTourismus-Routen“
Von Bärbel Weßling

Wiese bei Greven

Das Münsterland ist ein Radfahrereldorado und der Kreis Steinfurt ganz besonders. Hier gibt es alles, was die Region für Radler so attraktiv macht: Eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft, Wassermühlen, Burgen, Gräftenhöfe und vieles mehr. Von den Ausläufern der Baumberge im Süden bis zu den sandigen Niederungen im Norden bietet der Kreis Steinfurt die ganze Vielfalt der münsterländischen Parklandschaft mit ihrer Gemengelage aus Wiesen, Weiden, Äckern und kleinen Wäldern, alles verbunden durch die typischen Hecken.
Auf den sogenannten NaTourismus-Routen bieten sich Radfahrern wunderbare Naturerlebnisse: Wälder mit riesigem Bärlauchvorkommen, Kornfelder, über denen die Feldlerche jubiliert, karge Heide, Hagebuttenhecken oder Schlehen.
Zwischen sechs kleinen Routen (30 – 54 km) oder einer großen Route (ca. 190 km) kann man wählen. Lokale Rundrouten sind die Lerchenroute ab Neuenkirchen, gelb ausgeschildert, die Schnepfenroute ab Metelen, braun, die Bächeroute ab Horstmar, blau, die Schlehenroute ab Greven, dunkelviolett, die Heideroute ab Ochtrup, hellviolett, und nicht zuletzt die Vennroute ab Emsdetten, pink.
Die Strecken verlaufen überwiegend auf asphaltierten Wegen mit wenig Verkehr. Der größte Teil der Route bleibt im Flachen, Ausnahmen sind natürlich der Schöppinger Berg, der Thieberg bei Neuenkirchen oder der Altenberger Höhenrücken. Doch Schieben ist keine Schande!
Die Route ist in das Radverkehrsnetz NRW integriert, auf den Pfeilwegweisern findet man das NaTourismus-Logo.
Selbstverständlich gibt es unterwegs ausreichend Möglichkeiten, in gemütlichen Gasthäusern zu rasten und sich kulinarisch verwöhnen zu lassen.
Nützlich für eine Radtour: Helm, Regenschutz, Sonnenbrille, Sonnencreme, Mückenschutz, Luftpumpe, Flickzeug, Verbandszeug, Mineralwasser, Straßenkarten, Handy.

 


 Sportangebote

* Tanzsportclub „young & old“ e.V.,
Rheiner Straße 142,
48282 Emsdetten,
Tel. (0 25 72) 8 61 61,
info@tanzsport-emsdetten.de.
Zumba Gold: Dienstag 10 bis 11 Uhr und Mittwoch 10 bis 11 Uhr;
Fitte 60: Donnerstag 10.30 bis 11.30 Uhr;
Seniorentanz: Dienstag 14.30 -15.30 Uhr; einmal im Monat kommen die Senioren aus dem Haus am See in Saerbeck zum TSC zum Rollatortanz.
www.tanzsport-emsdetten.de

* Turnverein Emsdetten 1898 e.V.,
Kolpingstr. 2,
48282Emsdetten,
Tel. (0 25 72) 8 77 36 60,
info@tvemsdetten.de.
Aquafitness für Damen,
Fit und gesund für Männer ab 50,
Fit ab 60 für Frauen,
Fit ab 70,
Rücken-Fit (Kurskosten 48 bis 78 Euro).
www.tvemsdetten.de

* Volkshochschule Emsdetten-Greven-Saerbeck,
Kirchstr. 20,
48282 Emsdetten,
Tel. (0 25 72) 9 60 37-0,
kontakt@ vhs-e-g-s.de.
www.vhs-e-g-s.de

* Die Badmintonabteilung des TVE hat eine
Badminton- Sportgruppe für „Ältere“.
Donnerstags ab 20 Uhr,
Leiter: Hermann Espelkott, selbst 65 Jahre alt. Es sind nicht nur Sportler Ü 60 dort, aber überwiegen im Alter von 40 bis 65 Jahren. Auch wer noch nie gespielt hat, kommt unter fachkundiger Anleitung „in den Schweiß“. Weitere Informationen und Ansprechpartner
unter:
www.tve-badminton.de

* Der Sportverein Hembergen 1970 e.V. bietet:
Gymnastik-Kurse für Frauen und Männer im Seniorenbereich (60plus) an.
Für Frauen montags um 9 Uhr,
für Männer mittwochs um 18 Uhr.
Weitere Informationen unter Tel. (0 25 72) 8 19 16 oder 8 77 98 32
sowie unter www.sv-hembergen.de

* Weitere Vereine unter:
www.emsdetten.de/sport-freizeit-ehrenamt/sport/sportvereine

 


Sorglos in die Sonne

Reiseabsicherung für Senioren

Die Deutschen sind nach wie vor Reiseweltmeister. Auch viele Senioren, die nicht mehr im Arbeitsleben stehen, erfüllen sich lang gehegte Träume und schauen sich die Welt an – oft für viel Geld.
Doch durch eine unerwartete Krankheit oder einen Unfall kann der Reisetraum zum Albtraum werden. Eine Absicherung spart hier im Fall des Falles viel Geld.
„Damit die Traumreise nicht zum finanziellen Fiasko wird, gehört zu jedem Urlaub unbedingt eine private Auslandsreise-Krankenversicherung“, erklärt der Versicherungskaufmann Klaus Hagemeister.
So eine Versicherung trägt die Kosten für alle am Urlaubsort medizinisch notwendigen Behandlungen durch Ärzte und Krankenhäuser, für Verband- und Heilmittel.
Damit sei sie die optimale Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), so der Fachmann. Die deutschen Kassen erstatten die Behandlungskosten nämlich nur in Ländern des europäischen Wirtschaftsraumes, in der Schweiz sowie in Ländern, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen hat. Und selbst hier muss der Patient meist noch zuzahlen. „Häufig begleicht die GKV auch in diesen Fällen nur Leistungen auf dem Niveau des Reiselandes“, erklärt Hagemeister. „Für alles darüber hinaus muss der Patient meist zuzahlen.“ Besonders teuer ist die medizinische Versorgung in den USA, in Kanada, Australien, Japan und Singapur.
Eine Auslandsreise-Krankenversicherung erstattet zudem sämtliche Kosten für medizinisch sinnvolle Rücktransporte nach Deutschland. Diese Kosten trägt die gesetzliche Krankenversicherung in keinem Fall. „Ein Flug im Ambulanzjet von Bangkok nach Hause kostet rund 50 000 Euro, und selbst von Mallorca noch 8 000 Euro“, weiß Hagemeister. Im Vergleich dazu sei die Auslandsreise-Krankenversicherung günstig.
Auch Senioren mit einer privaten Krankenversicherung sollten ihren Schutz fürs Ausland vor der Abreise überprüfen.
Gerade bei teuren Reisen ist außerdem eine Reise-Rücktrittskosten-Versicherung empfehlenswert. Sie ersetzt Stornogebühren – und die können schnell 80 oder 90 Prozent des Preises betragen, wenn die Reise aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse nicht wie geplant angetreten werden kann.
Als Gründe werden zum Beispiel eine schwere Erkrankung, Unfall des Reisenden selbst oder enger Familienangehöriger, Impfunverträglichkeit, Tod oder Wohnungsbrand unmittelbar vor Reiseantritt anerkannt.
Darüber hinaus erstattet eine Reiseabbruchversicherung die Rückreisekosten und die Kosten für den nicht genutzten Reiseanteil – oder, wenn man wegen der medizinischen Behandlung erst verspätet, nach Hause reisen kann.
Die Mitarbeiter der Versicherungen in Emsdetten beraten zu allen Fragen der Reiseabsicherung für Senioren umfassend und kompetent.

 


Reisen für die Generation 50plus

Wertschätzung durch Erlebnis-, Genießer- oder Wohlfühl-Extras für Senioren

So sind Sie eben: Lebenserfahren, voller Erwartungen und Unternehmungslust, mit einer gehörigen Portion Reisefreude ausgestattet. Man hat zwar schon so viel gesehen und ist durchaus reiseerfahren, aber die Welt bietet noch zahlreiche schöne Fleckchen, die besucht werden wollen. Dabei weiß die „Generation 50plus“ ziemlich genau, was sie will: Länder entdecken – durchaus mehrmals im Jahr –, unterwegs sein mit Gleichgesinnten und nette Menschen kennen lernen, vieles während der Reise sehen und am liebsten alles komplett organisiert!
„Da bieten sich erlebnisreiche Rundreisen, vollgepackt mit Besichtigungen, Ausflügen und den sehenswertesten Höhepunkten geradezu an“, erklärt Nadine Nitsche vom Emsdettener Reisebüro.
Genau dafür seien die Reisen von Panador wie gemacht: „Land & Leute in Gesellschaft netter Mitreisender entdecken, mit liebevoll zusammengestellten Reiseprogrammen, die immer ein bisschen mehr und immer ein bisschen Anderes beinhalten“, so die Fachfrau.
Panador biete verschiedene Bus- und Flugreisen an, „mit hohem Erlebniswert und gutem Preis-/Leistungsverhältnis“. Das Unternehmen arbeitet mit Busunternehmen in ganz Deutschland zusammen, über 240 Zustiegsstellen stehen deutschlandweit zur Verfügung: die südlichste in Rosenheim, die nördlichste in Dagebüll an der Nordseeküste.
Zum rundum gelungen Urlaub gehöre dabei auch eine gute Betreuung und perfekte Organisation. „Am Reiseziel empfängt immer eine deutschsprachige, kompetente Reiseleitung die Reisegäste und begleitet diese auf der gesamten Reise“, sagt Nitsche. In den Zielgebieten arbeitet man nur mit sehr erfahrenen Reisepartnern zusammen. „Es werden in guten 3 – 4*- Hotels komfortable Zimmer reserviert, die Flugreisen finden mit renommierten Airlines statt und bei einer Busreise erwarten die Reisenden moderne, klimatisierte -Fernreisebusse, die von erfahrenen Chauffeuren, oft auch vom Chef selbst, gelenkt werden.“
Typisch für Panador sei die besondere Wertschätzung für die Generation 50plus. Bei jeder Reise erhalten Gäste über 50 Jahre mit dem „Panador-Extra“ eine exklusive Zusatzleistung inklusive! Je nach Reise kann man sich auf attraktive Erlebnis-, Genießer- oder Wohlfühlextras freuen.
So ist zum Beispiel bei der Busrundreise „Nordkap & Lofoten – bis ans Ende der Welt“ das Extra eine Schifffahrt auf dem wohl schönsten aller Fjorde, dem berühmten Geirangerfjord. Diese Reise zum Sehnsuchtsziel aller Nordlandfahrer geht in 12 Tagen einmal „rund herum“. Die Reise führt in die Länder der Mitternachtssonne, durch die vier skandinavischen Ländern Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland.
Weitere Information gibt es im Emsdettener Reisebüro,
Tel. (02572) 3026,
E-Mail: info@emsdettener-reisebuero.de.

 


Alte Spezialität neu entdeckt

Das Traditionsrezept: Stielmusgratin

Stielmus, auch Rübstiel oder Streppmaut genannt, ist eine alte Spezialität aus NRW, Rheinland-Pfalz und den Niederlanden. Es gehört botanisch zur Kohlfamilie und ist reich an wertvollem pflanzlichen Eiweiß, Kalium, Kalzium, Eisen, Provitamin A, Vitamin C und den bakterizid wirkenden Senfölen, die dem Gemüse seinen leichten Rettichgeschmack verleihen.
Seine Hauptsaison hat es von April bis Juni und im September/Oktober. In der Küche wird Stielmus ähnlich verwendet wie z. B. Chinakohl, als Salat, gedünstet oder als Eintopf serviert.

Zutaten für 4 Personen:
* 1 kg Kartoffeln
* 500 g Stielmus
* 300 g geriebener Allgäuer Emmentaler
* Gekochter Schinken (nach Belieben)
* 1 Bund Petersilie
* 200 g Schmand
* 2 Eier
* Muskatnuss, Pfeffer, Salz

Zubereitung: Kartoffeln 25 min garen. Vom Stielmus den Strunkansatz und die dunklen Blattteile wegschneiden, das Gemüse waschen, in Stücke schneiden und 5 min blanchieren, abgießen und mit dem kleingewürfelten Schinken mischen. Kartoffeln in Scheiben schneiden. Petersilie, Schmand, Eier und Gewürze zu einer Soße vermengen. Alles in eine Auflaufform schichten, mit Käse abschließen und mit der Soße begießen.
Das Gratin ca. 40 Min. im Ofen bei 175 °C überbacken.

Guten Appetit!

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