Spätlese Nr. 9


 


 Grußwort des Ersten Vorsitzenden des Seniorenbeirates

Radfahren als Schwerpunktthema

Liebe Leserinnen und Leser der „Spätlese“,
schön, dass Sie diese Zeilen lesen und sich für Seniorenthemen in und um Emsdetten interessieren. Schon in den letzten Ausgaben durften wir auch einen Blick nach Saerbeck werfen, was uns sehr freut. Der Kontakt wächst. So haben uns die Saerbecker Boule-Freunde schon mal am Dienstagmorgen auf Deitmars Hof besucht. Und auch in dieser Ausgabe finden Sie wieder Saerbecker Themen.
Einen großen Anteil hat dieses Mal das Thema Radfahren. Ein Fachgespräch zwischen den Fahrradexperten Günter Dieckmann und Wilhelm Wedi, Infos zum Helm, temporäre Radfahrfreigabe in der Innenstadt finden Sie in der Spätlese.
Natürlich berichten wir auch über den Verlauf in den Arbeitsgruppen der „Agenda Älterwerden in Emsdetten“. Hier entwickelt sich ein zartes Pflänzchen zu einem „Beet von Mitmachangeboten“. Lesen Sie selbst, und nehmen Sie Beteiligungsangebote wahr, der Seniorenbeirat hat diese für Sie ins Leben gerufen.
Freuen würde es uns, wenn Sie diese Zeitung auch anderen älteren Menschen in der Region zur Verfügung stellen würden, die keinen Zugriff auf die Spätlese haben und Bezugsorte wie Geschäfte, Praxen, Apotheken, etc. in der Innenstadt) nicht mehr erreichen können.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen erfrischenden Herbst. Die nächste Spätlese erscheint schon am 8. November.

Beste Grüße,
Hans-Jürgen Jesse,
1. Vorsitzender des Seniorenbeirats der Stadt Emsdetten.

 


Polizei appelliert: Kopfschutz auf dem Fahrrad tragen

Mit Helm, aber sicher
von Bärbel Weßling

Beim Kauf eines Fahrradhelmes gibt es einige Dinge zu beachten, unter anderem die Farbe. EV-Foto: prf

Längst ist jedem klar: Fahrradhelme sind nicht nur für Kinder gedacht! Dennoch steigt die Bereitschaft, einen Helm zu tragen, nur zögernd.
Dabei ist zu beobachten, dass Männer immer häufiger und selbstverständlicher einen Helm tragen als Frauen. Diese zeigen sich oft besorgter um den Erhalt ihrer Frisur als um den Schutz ihres Kopfes. Der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) und auch der ADAC raten dringend dazu, einen Helm zu tragen.
Im Falle eines Unfalls ist die Dämpfung beim Aufprall wichtig, eine stabile Helmschale bringt hingegen keinen besonderen Schutz. Beim ADAC-Test belegen alle Hartschalenhelme die letzten Plätze und haben nur einen befriedigenden Unfallschutz, Helme mit weicher Schale, die sogenannten Micro-Shell-Helme, erzielen gute bis sehr gute Dämpfungswerte in der Schlagprüfung.
In Nordrhein-Westfalen verunglückt alle 55 Minuten ein älterer Mensch. 24 Prozent aller Verkehrstoten in jüngerer Zeit waren älter als 64 Jahre. Nicht zu übersehen ist der Anteil von Seniorinnen und Senioren an Pedelec-Unfällen.
Im Jahre 2017 wurden bei Verkehrsunfällen im Kreis Steinfurt drei Pedelec-Fahrer getötet, 19 schwer und 59 leicht verletzt. Daher auch der Appell der Polizei: „Schützen Sie sich vor Kopfverletzungen! Tragen Sie einen Helm!“
Die negativen Beispiele erschüttern: Da ist die junge Studentin ohne Helm auf einer Fahrradtour, die nur über ein Steinchen fährt und ausrutscht. Vier Wochen Koma; Abbruch des Studiums, Neuerlernen des Sprechens und des Gehens.
Ein älterer Mann ohne Helm weicht einem Kind aus, das plötzlich auf den Radweg läuft und stürzt. Die Folge des Unfalls ist eine Querschnittslähmung.
Positive Beispiele zeigen auf: Durch verantwortungsbewusstes Tragen des Helmes kommt eine 67-jährige Frau mit nur einem Armbruch davon, als sie bei Glatteis ausrutscht. Ein 74-jähriger Pedelec-Fahrer erleidet nur Prellungen, als er von einem Auto angefahren wird. Der Helm hat beide vor Kopfverletzungen bewahrt.
Beim Kauf eines Helmes sollte man beachten:
– Helle und auffällige Farbe,
– große Reflektoren; optimal LED-Licht,
– leicht bedienbare Verstellmechanismen,
– Helm darf sich bei geschlossenen Riemen nicht nach hinten abstreifen lassen,
– weiche Schale.
Eine revolutionäre Weiterentwicklung des traditionellen Helms ist der sogenannte Hövding, der Airbag für Radfahrer. Er wird um den Hals getragen wie ein Kragen und bläst sich bei einem Aufprall in Bruchteilen von Sekunden auf. Die achtmal höhere Sicherheit gegenüber dem klassischen Helm hat allerdings einen erheblich höheren Preis.


 
 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 Beim Kauf eines neuen Fahrrades gibt es wichtige Dinge zu beachten / drei Kategorien an Rädern erhältlich

Welches Fahrrad soll es sein?
von Bärbel Weßling

Ralf Strickmann ist Fachberater für Räder bei Fahrrad Tippkötter. Er gibt Tipps beim Kauf eines neuen Fahrrades. EV-Foto: prf

Besonders für uns Senioren und Seniorinnen gilt es beim Kauf eines neuen Fahrrades wichtige Dinge zu beachten. Ralf Strickmann, Fachberater für Räder bei Fahrrad Tippkötter, weist auf folgende Dinge hin, um nicht später unzufrieden zu werden.

– Für Frauen wie auch für Männer gilt der niedrige Einstieg, um auch bei bestimmten Gelenkproblemen gut aufs Rad zu kommen. Interessant dabei ist, dass auch ältere Männer sich im Regelfall für ein sogenanntes Damenrad entscheiden.
– Auch die Rücktrittsbremse, an die man gewöhnt war, sollte man beibehalten statt zwei Vorderbremsen.
– Wichtig ist auch das Probe fahren.
– Hat das Rad die passende Größe, fährt es leicht. Ist es auch leicht, wenn man es umsetzen muss?
– Ist der Sattel angenehm? Sind Lenker- und Sattelhöhe richtig eingestellt?

Zur Auswahl schlägt Strickmann drei Kategorien vor: Das Citybike ist das traditionelle Rad mit drei bis sieben Gängen. Ein gutes Rad ist ab 400 Euro zu haben.
Der Name Pedelec steht für Pedal Electric Cycle. Um eine Unterstützung durch einen Elektromotor zu erhalten, muss der Radler auf die Pedale treten.
Erfolgt die Pedalunterstützung bis 25 Kilometer pro Stunde, gelten Pedelecs als Fahrrad und sind nicht zulassungspflichtig. Man selbst entscheidet, wie viel Unterstützung man beim Fahren haben möchte. Die Anschaffungskosten sind recht hoch, etwa ab 2.000 Euro.
Ein E-Bike fährt auf Knopfdruck ohne Pedalunterstützung. Deshalb ist es bereits ab sechs Stundenkilometer zulassungs- und versicherungspflichtig. Auch dieses Modell gibt es ab etwa 2.000 Euro.
Für alle Räder empfiehlt Ralf Strickmann eine regelmäßige Wartung und Pflege, damit man lange Freude an seinem Gefährt hat.

Fahrradfachgeschäfte in Emsdetten:
– Stefan Beike, Rheiner Straße 99
– Dütsch Zweirad, Münsterstraße 10
– Homann Zweirad, Amtmann-Schipper-Straße 109
– Tippkötter, Fahr Rad, Nordwalder Straße 28

 


Angebote der Radwanderfreunde

Geh‘ nicht allein – fahr‘ nicht allein
von Bärbel Weßling

Viele kirchliche Seniorengemeinschaften, zum Beispiel Kolping oder AWO, bieten regelmäßig Radtouren an, bei denen man in geselliger Runde die Natur genießen und etwas für seine Fitness tun kann.
Ganz besonders umfangreich ist das Programm der Radwanderfreunde, die mehrmals in der Woche unterwegs sind.
Auf ihrer Internetseite www.radwanderfreunde.de erfährt man über ihre Vorstellung: „Die Gründungsmitglieder haben den Radwanderfreunden den Vereinszweck ins Stammbuch geschrieben: Als oberstes Ziel nennt die Satzung die Durchführung von Angeboten im Bereich des Radwanderns und Wanderns zur Förderung der Gesundheit. Im Rahmen dieses Ziels führt der Verein Maßnahmen durch, die Menschen aller Generationen das Radfahren und Wandern als soziale, gesundheitsfördernde und integrative Aktivität näher bringt.“
Der Vorsitzende ist seit 2007 Karl-August Kortmöller.
Interessierte Radler sind dem Verein jederzeit herzlich willkommen und eingeladen, an einer Probefahrt teilzunehmen. Nicht einmal eine Anmeldung ist erforderlich: Einfach zum Treffpunkt Bornbrunnen kommen und mitmachen.
Nichtmitglieder zahlen lediglich einen Beitrag von einem Euro bei einer Feierabendtour und 2,50 Euro bei einer Tagestour.
Im September ist jeden Dienstag um 18.00 Uhr eine Feierabendtour, jeden Mittwoch um 14.00 Uhr eine Nachmittagstour, um 18.30 Uhr eine Mittwochstour und jeden Donnerstag um 18.30 Uhr eine Feierabendtour.
Am Sonntag, 16. September, gibt es um 10.00 Uhr eine Radtour nach Ibbenbüren zum Aasee. Am Sonntag, 30. September, findet um 10.00 Uhr eine Radtour zum Haus Langen statt.
Im Oktober ist jeden Mittwoch um 14.00 Uhr eine Nachmittagstour, jeden Donnerstag um 14.00 Uhr eine Pättkestour. Im November ist jeden Mittwoch um 14.00 Uhr eine Nachmittagstour, jeden Donnerstag um 14.00 Uhr eine Pättkestour.

 


Die wichtigsten Regeln für Fahrradfahrer im Überblick

Rad braucht Licht und Bremse

– Ein Fahrrad muss Licht, Bremsen und eine Klingel haben.
– Es darf nur eine Person auf dem Fahrrad fahren.
– Kleine Kinder dürfen nur im Kindersitz oder in speziellen Anhängern mitfahren.
– Beide Hände müssen am Lenker sein und Radfahrer hintereinander fahren.
– Es sollte ein Helm getragen und es müssen Verkehrsregeln beachtet werden.
– Radfahrer dürfen sich nicht an anderen Fahrzeugen festhalten.
– An Fußgängerüberwegen haben Fußgänger Vorrang. Wenn Radfahrer den Zebrastreifen überqueren möchten, haben sie nur Vorrang, wenn sie das Rad schieben.
– Das Telefonieren beim Radfahren ist nicht erlaubt.
– Radfahrer sollten nicht fahren, wenn sie Alkohol getrunken haben.
– Sie sollten Radwege benutzen und auf gemeinsamen Geh- und Radwegen nur so schnell fahren, dass sie jederzeit bremsen können. Es darf nicht in falscher Richtung gefahren werden.
– Radfahrer sollten vorsichtig im sogenannten „Toten Winkel“ sein und im Zweifel auf ihre Vorfahrt verzichten.

 


Betina Loddenkemper erzählt im Interview über die Freigabe der Fußgängerzone für Radfahrer

Radfahrer in der Innenstadt?
von Bärbel Weßling

Betina Loddenkemper ist bei der Stadt für den ÖPNV, für Klimaschutz und für den Radverkehr zuständig. EV-Foto: prf

Eine Fußgängerzone ist grundsätzlich für Fußgänger angelegt, und diese haben gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern absoluten Vorrang. Mit einer zeitlichen Beschränkung durften Radfahrer bei uns in der Innenstadt allerdings schon immer fahren: Montags bis freitags von 12.30 Uhr bis 14.30 Uhr und von 19.00 bis 11.00 Uhr; samstags von 16.00 bis 9.00 Uhr. Letztlich war es ihnen nur für sechs Stunden täglich und am Samstag tagsüber untersagt. In einer Testphase ist die Fußgängerzone nun bis zum 30. September 2018 für den Radverkehr freigegeben.
Zu diesem Thema hat „Spätlese“ ein Gespräch geführt mit Betina Loddenkemper, zuständig bei der Stadt Emsdetten für den ÖPNV, für Klimaschutz und Radverkehr.
Anlass war der 200. Geburtstag des Fahrrades im Juni 2017, zu dem der deutsche Städte- und Gemeindebund zu besonderen Aktionen aufgerufen hatte. Bislang konnte die Fußgängerzone nur zu sehr differenzierten Zeitfenstern mit dem Rad befahren werden. Diese Regelungen waren nicht immer auf Anhieb verständlich.
Eine befristete Freigabe in der Aktionswoche im Juni 2017 sollte zeigen, wie sich in der Fußgängerzone Fußgänger wie auch Radfahrer verhalten, wenn diese Einschränkungen nicht mehr bestehen.
Diese Aktion wurde auf unterschiedliche Art und Weise begleitet und dokumentiert. Letztlich geht es um die Förderung des Radverkehrs und um die Verbesserung der Erreichbarkeit der Innenstadt und somit um die Förderung wichtiger stadtentwicklungspolitischer Ziele.
In vielen mittelgroßen Städten ist dieses Projekt schon gelaufen. Städte wie Dülmen und Herten haben beispielsweise entsprechend geöffnete Innenstädte und auch Großstädte wie Köln oder Dresden haben Teile der Innenstadt für den Radverkehr geöffnet. Auch in Rheine ist die Fußgängerzone im letzten Jahr teilweise für den Radverkehr freigegeben worden.
Zunächst einmal ist diese probeweise Regelung einheitlich und die Bürgerinnen und Bürger müssen nicht mehr darauf achten, ob in der Innenstadt zu einer bestimmten Zeit mit dem Rad gefahren werden darf oder nicht. Zudem ist Emsdetten eine Radfahrstadt.
Viele Menschen nutzen das Rad, um schnell und bequem zu unterschiedlichen Orten zu gelangen und um Dinge zu transportieren. Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, freuen sich daher über diese Regelung. Außerdem kann das Rad so überall mit hin genommen werden und es muss nicht irgendwo in der Stadt abgestellt werden.
Wie schon erwähnt ist die bessere Erreichbarkeit der Innenstadt der Stadt Emsdetten zudem natürlich ein großes Anliegen.
Natürlich gibt es bei einer Veränderung immer Irritationen oder Unstimmigkeiten. Es werden in einigen Rückmeldebögen Probleme benannt. Unfälle sind uns bislang allerdings nicht bekannt.
Selbstverständlich ruft die eine oder andere Person an, wenn sie sich gerade geärgert hat oder wenn ihr etwas aufgefallen ist. Offensichtlich haben einige Bürgerinnen und Bürger das Gefühl, dass Pedelec-Fahrer oder auch junge Radlerinnen und Radler zu schnell fahren. Und es beklagen sich junge Eltern oder Großeltern, die Angst um ihre Kinder bzw. Enkelkinder haben.
In den kritischen Rückmeldungen wird aber auch immer wieder betont, dass es nicht grundsätzlich Probleme gebe, sondern sich die Probleme auf einzelne Radfahrer beziehen, die rücksichtslos und viel zu schnell durch die Fußgängerzone fahren. Ein Verhalten, das auch schon vor der Freigabe der Fußgängerzone für den Radverkehr zu beobachten war.
Davon ist uns nichts bekannt. Der Polizei ist noch kein Unfall gemeldet worden.
Es handelt sich hier nicht um eine repräsentative Umfrage. Alle interessierten Personen haben die Möglichkeit, den Fragebogen auszufüllen. Bisher wurden über 200 Fragebögen ausgewertet.
45 Prozent der Befragten finden eine Öffnung gut, 54 Prozent stehen einer Öffnung kritisch gegenüber. Positive und kritische Stimmen halten sich in etwa die Waage.
Angesichts der Tatsache, dass täglich viele Menschen die Fußgängerzone mit dem Rad befahren, ist das ein gutes Ergebnis. Denn problematische Situationen werden in aller Regel eher mitgeteilt als positive Erlebnisse oder ein unkritisches Miteinander von Radfahrern und Fußgängern, das permanent ganz selbstverständlich stattfindet. Die Altersgruppe unter 25 Jahren hat sich allerdings kaum beteiligt.
Das Gefühl der Sicherheit zwischen Fußgängern und Radfahrern ist ausgeglichen. Aus Sicht der Verkehrsplaner, die die einwöchige Probephase im Jahr 2017 eng begleitet haben, kann die Fußgängerzone durchgängig für den Radverkehr freigegeben werden.
Das Wichtigste ist die gegenseitige Rücksichtnahme. Dabei ist zu beachten, dass Fußgänger stets Vorrang haben und dass das Fahrradfahren nur in Schrittgeschwindigkeit, das heißt fünf bis maximal sieben Kilometer in der Stunde, zulässig ist. Zudem sollte immer ausreichend Abstand zu den Fußgängern eingehalten und insbesondere auf schwächere Verkehrsteilnehmer wie Kinder oder mobilitätseingeschränkte Personen geachtet werden.
Außerdem möchte ich noch darauf hinweisen, dass sich alle Interessierten noch bis Ende August an der Fragebogenaktion beteiligen können.
Im Oktober wird der Rat der Stadt Emsdetten über die Frage der dauerhaften Öffnung der Fußgängerzone für Fahrradverkehr entscheiden.

 


Susanne Hosch gibt im Interview Tipps zur Verkehrssicherheit mit dem Rad

Linksabbiegen ist gefährlich
von Bärbel Weßling

Verkehrssicherheitsberaterin bei der Polizei: Susanne Hosch. EV-Foto: prf

Radfahren macht nicht nur Spaß, es ist auch gesund, hält fit, schont das Klima und den Geldbeutel. Dies wissen Senioren schon lange und nutzen das Fahrrad immer mehr. Obwohl gerade ältere Menschen über einen reichen Erfahrungsschatz im Straßenverkehr verfügen und oft umsichtiger agieren als jüngere, können Veränderungen im Leistungsvermögen eintreten, die eine sichere Teilnahme im Verkehr beeinträchtigen.
Daher hat „Spätlese“ ein Gespräch geführt mit Susanne Hosch, die seit sieben Jahren bei der Polizeistation in Emsdetten tätig ist. Als Verkehrssicherheitsberaterin ist sie besonders für Schulen, Kindergärten und den Seniorenbereich zuständig.
Bei älteren Menschen treten körperliche Veränderungen auf, die Leistungsfähigkeit geht zurück und den allgemeinen Gesundheitszustand gilt es zu beobachten. Gemeint ist das Sehen, Hören und die allgemeine Fitness. Selbstverständlich gibt es auch Ausnahmen! Senioren sollten auf ihr persönliches Tempo achten und sich die Zeit nehmen, die sie brauchen, um sicher anzukommen und wenn nötig Pausen einlegen. Sie sollten auf helle Kleidung achten, damit sie gut gesehen werden. Falls sie Medikamente einnehmen, empfiehlt sich eine Beratung durch den Apotheker hinsichtlich möglicher Beeinträchtigungen.
Ganz wichtig ist natürlich das Tragen eines Helmes. Pedelec-Besitzer müssen unbedingt auf ihre Geschwindigkeit achten und sie den Gegebenheiten anpassen.
Im Allgemeinen lässt die Reaktionsfähigkeit nach, Informationen werden langsamer verarbeitet. Dies darf man natürlich nicht pauschalieren.
Ganz wichtig ist der „tote Winkel“. Auch wenn in Emsdetten nun überall Spiegel installiert sind, sollte man sich nicht darauf verlassen. Vorsicht ist auch angesagt beim Überqueren der Fahrbahn. Hier sollte man immer absteigen, warten und die Geschwindigkeit einschätzen: dies besonders an der Neuenkirchener- und Nordwalder Straße. Das Linksabbiegen ist gefährlich: Immer umsehen, ein deutliches Handzeichen geben und den Gegenverkehr beachten.
Der Zebrastreifen ist grundsätzlich eine Querung für Fußgänger. Radfahrer müssen also absteigen, wenn sie ihn nutzen möchten.
In kleinen Gruppen muss man hintereinander fahren. Ab 15 Personen ist man ein Verband, dann darf man auch zu zweit nebeneinander radeln.
Ab 1,6 Promille besteht eine absolute Fahruntüchtigkeit und wird auch dementsprechend geahndet (Entzug des Kfz-Führerscheins möglich). Ab 0,3 Promille sind bei alkoholbedingten Verhaltensauffälligkeiten Geld- und Freiheitsstrafen möglich.
Das ist Gott lob kein Thema. Doch grundsätzlich gilt schon das Halten des Handys als Handynutzung und wird mit 55 Euro geahndet.
Zum Schluss möchte ich die Leser der Spätlese bitten, immer mit Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer zu rechnen und sich umsichtig zu verhalten. Überprüfen Sie Ihr Verkehrswissen, denn es gibt immer wieder neue Regelungen und Verkehrsschilder.

 


Rund ums Rad

Aus gutem Grund ist Emsdetten eine Radfahrerstadt. Man kommt stressfreier durch den Verkehr, spart Benzinkosten und schützt das Klima. Ein wichtiger Aspekt ist auch der Nutzen für die Gesundheit. Eine kleine Tour schon bringt den Körper auf Trab. Wer regelmäßig auf die Pedale steigt, stärkt die Herzfunktion, baut überschüssige Fettpölsterchen ab, kräftigt Muskeln und Lunge und baut Stress ab. Da das Rad das Körpergewicht trägt, werden die Gelenke entlastet, ein Plus gegenüber anderen Ausdauersportarten.
Auch die Radwanderfreunde wissen das und beziehen sich in ihrem Programmheft auf drei bekannte Persönlichkeiten wie Albert Einstein, von dem der Ausspruch stammt: „Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muss sich vorwärtsbewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.“ John F. Kennedy war sich sicher: „Nichts ist vergleichbar mit dem simplen Vergnügen einer Radtour.“ Und Adam Opel meinte: „Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen so innig verbunden wie beim Fahrrad.“

 


Zwei Oldies, ein Rat: Im Alter aufs Rad / Meinungsaustausch zwischen Günter Dieckmann und Willi Wedi

Immer rasant unterwegs

 

Willi und Petra Wedi in Alpe d’Huez. EV-Foto: prf

Zum Thema Radsport im Alter hatte die Redaktion der Spätlese bei den beiden Emsdettenern Willi Wedi und Günter Dieckmann nachgefragt. Beide zeigten sich gerne bereit und so kam es statt eines Interviews zu diesem mal etwas anderem Erfahrungs- und Meinungsaustausch:
Günter: Schön, dass sich die Spätlese uns als Gesprächspartner ausgesucht hat! Ich bin ja ein Quereinsteiger, aber bei deinen radsportlichen Erfahrungen und Aktivitäten hat mich das nicht überrascht.
Also legen wir los zur Bewegung auf zwei Rädern, die so gut fürs Alter und schon allgegenwärtig ist: wöchentlich radelnde Männer- und Frauen-Klübchen, ganze Nachbarschaften und Vereine, die an Wochenenden strampeln, und, nicht zu vergessen, die Stadtradeln-Kampagne. Da müssen wir Radsportler immer schon ein wenig planen, um möglichst freie Fahrt zu haben.
Willi: Das ist ja für uns Pensionäre kein Problem. Ich habe nunmehr seit drei Jahren eine Vormittagsgruppe, die „Windschattendienstag 60plus“. Hier werden lockere Runden von 60 bis 65 km gefahren, auf denen ich immer darauf achte, dass sich die Mitfahrer und Mitfahrerinnen trotz des sportlichen Tempos noch unterhalten können. Meine Frau fährt hier übrigens auch mit. Sie hat mich auch schon in den Alpen mit dem Rennrad begleitet. Wir sind regelmäßig sportlich. Wer rastet, der rostet. Wie regelmäßig schaffst du denn deine Ausfahrten?
Günter: Wie vorher beim Laufen achte ich nun auch beim Radsport darauf, dass ich für meine jährlichen Teilnahmen bei den Cyclassics in Berlin und Hamburg und beim Münsterland-Giro regelmäßig meine Kilometer mache. Deine „Windschattendienstag-60plus-Gruppe“ ist doch eine tolle Sache.
Hast du auch schon mal an die Einführung einer Gruppe von Quereinsteigern gedacht? Die Laufgemeinschaft am Ort ist mit ihren „Krabbelgruppen“ seit Jahren damit auf einem guten Weg. Sie bringt auch Ältere in Trab und kann immer wieder Neuaufnahmen verzeichnen.
Willi: Es ist schwierig, ältere Menschen aufs Rennrad zu bringen. Wenn man nicht schon seit Jahren intensiv Rad fährt, hat man Schwierigkeiten, sich an die schnelleren Geschwindigkeiten zu gewöhnen. Schnellere Geschwindigkeiten erfordern mehr Raum, den es aber auf den Straßen nicht gibt. Dies führt zu Unsicherheiten. Daher gibt es im fortgeschrittenen Alter auch nur selten Quereinsteiger. Da steigt man schon lieber auf E-Bikes oder Pedelecs um.
Die Radsportgemeinschaft Emsdetten bietet aber Jahr für Jahr einen Einsteigerkurs unabhängig vom Alter an. Beim „Windschattendienstag“ wollen wir aber bewusst den allein fahrenden „älteren“ Radsportlern das Gruppengefühl vermitteln.

Günter Dieckmann (links) beim Münsterland-Giro. EV-Foto: prf

Günter: Da hoffen wir doch, dass sich mit diesem Einsteigerkurs jetzt auch einige Oldies angesprochen fühlen und sich dann mal bei euch melden werden. Zum Thema E-Bikes und Pedelecs kann ich nur sagen: Schön und gut, dass es diese „Räder“ gibt.
Man sollte auf ihnen aber auch immer im Kopf haben, dass man damit ganz schön rasant unterwegs ist. Und was ich vor allem rate: Fangt nicht zu früh mit dem Umsteigen auf E-Bikes und Pedelecs an! Bleibt in voller Bewegung, solange es geht!
Willi: Genau so ist es. Aber dazu muss auch der Wille da sein. Und der war mir immer wichtig, trotz der verschiedenen gesundheitlichen Rückschläge. So habe ich vor mehr als zwanzig Jahren nach drei Bandscheibenoperationen auch auf Anraten meines Arztes wieder in den Sattel zurück gefunden. Auch eine langwierige Virusinfektion vor gut neun Jahren hat mich nicht entmutigt.
Mit kleinen Schritten ging es wieder aufwärts. Man erreicht zwar nicht mehr das frühere Niveau. Das muss man akzeptieren. Aber mit dem aktuellen Leistungsvermögen bin ich ganz und gar einverstanden und kann noch mit vielen jüngeren Sportlern mithalten.
Günter: Ich denke auch so, und dass der Sport auch nach schwereren Verletzungen und Krankheiten eine ziemlich einfache, aber sehr wirkungsvolle Medizin sein kann.
Ihn weiterzuleben statt aufzugeben, hat mir auch mein Arzt geraten, nachdem die Arthrose im linken Knie vor nunmehr acht Jahren meine „Laufbahn“ beendet hatte. Radsport und Fitnessstudio waren seine Vorschläge. Die lebe ich weiter. Ich fühle mich fit. Und bin auf dem Rennrad wie vorher auf den langen Läufen auch wieder in der Natur unterwegs.
Willi: Für mich bedeutet Sport in der freien Natur Freiheit und auch Naturerlebnis. Wenn ich im Winter Richtung Hembergen laufe oder im Frühjahr wieder aufs Rennrad steige, blühe ich wieder richtig auf.
Ich freue mich auf gemeinsame Rennradausfahrten mit Gleichgesinnten, besonders auf den vielen auch kleinen Straßen auf Mallorca. Ich habe auch noch Pläne für die sportliche Zukunft: Gerne würde ich noch einen Marathonlauf bestreiten. Mein letzter war 2014 in Frankfurt. Auch fehlt mir mit dem Rennrad noch eine Fahrt durch die Pyrenäen. Hier reizt mich insbesondere der Col du Tourmalet mit einer Höhe von 2115 Metern. Also: am Ball bleiben, so gelingt‘s.
Günter: Ich wünsche dir, dass möglichst viele deiner sportlichen Pläne noch in Erfüllung gehen, vor allem der Anstieg auf den Col du Tourmalet. Wenn du den packst, werde ich mir danach die Tour de France-Etappe am Fernseher genauer anschauen und vor Bewunderung sagen: „Wahnsinn, hier war Willi!“ Ich danke dir für unser Plauderstündchen, es hat richtig Spaß gemacht. Und wenn es dann noch seinen Zweck erfüllt!
Willi: Günter, auch meinen herzlichen Dank. Ich hoffe, wir haben Mut gemacht, sich auch mit einem hohen Kontostand an Lebensjahren noch aktiv zu bewegen.
Ach ja, und wenn ich am dritten Oktober beim Münsterland-Giro als Wettkampfrichter mal wieder das Rad gegen Stoppuhr und Schreibblock tauschen muss, dann werde ich ein bisschen neidisch sein, wenn du die Geschwindigkeit auf den Straßen des Münsterlandes genießen kannst. Wünsche dir jetzt schon ein gutes Rennen!

Die sportlichen Profile der beiden:
Willi Wedi (Jg. 1951):
Seit 51 Jahren im Radsport aktiv, davon zehn Jahre im Rennsport mit rund 300 Radrennen; seit mehr als 50 Jahren aktiver Läufer, überwiegend im Winter, und mit Marathonerfahrung; und seit rund 30 Jahren Wettkampfkommissar in Nordrhein-Westfalen.
Günter Dieckmann (Jg. 1946):
25 Jahre Fußballspieler und Fußballtrainer; 25 Jahre Laufen, davon 14 Jahre in der Lauf-Gemeinschaft Emsdetten, vom zehn Kilometer- bis zum 50 Kilometer-Lauf; 37 Marathonläufe, 1997 den New York-City-Marathon; seit 2011 auf dem Rennrad und bei Radrennen aktiv.

 


„Hand in Hand“ unter einem Dach im Mehrgenerationenhaus

Helfende Hände

Seniorenlotsen und „Helfende Hände“ reichen sich im Mehrgenerationenhaus im Wortsinn die Hände und wollen sich bei ihrer Arbeit in Zukunft gegenseitig unterstützen. EV-Foto: Alfred Riese

Unter dem Dach des Mehrgenerationenhauses (MGH) sind beide ehrenamtlich arbeitenden Gruppen schon länger beheimatet. Nun bringen die „Helfenden Hände“ und die „Seniorenlotsen“ ihre Angebote stärker zusammen und arbeiten ab sofort „Hand in Hand“.
Ein Treffen beider Gruppen im Frühjahr zeigte, dass eine Vernetzung der Arbeit Vorteile bringen kann. Neben den Sprechstunden der Seniorenlotsen ist das MGH-Büro erster Ansprechpartner für alle, die Rat brauchen oder Unterstützung suchen.

Angebote der „Helfenden Hände“: Seit nunmehr 10 Jahren bieten die „Helfenden Hände“ in den verschiedenen Notsituationen ehrenamtlich ihre Hilfen niedrigschwellig und kurzfristig an. Dazu diese Beispiele: Eine Mutter mit zwei Kindern muss kurzfristig vor dem Wochenende ins Krankenhaus. Rasch und unbürokratisch unterstützt eine „Helfende Hand“, die Kinder und den Haushalt zu versorgen bis eine offizielle Haushaltshilfe einsteigen kann.
Ein alleinstehender Mann, der an der Schulter operiert nach wenigen Tagen wieder aus dem Krankenhaus entlassen wird, erhält Unterstützung beim Einkauf und im Haushalt.
Unterstützung beim Bewerbungsschreiben wünscht sich ein junger Mann mit Migrationshintergrund.
Die Hilfen greifen in Notlagen, für kurze Zeit und bis offizielle Unterstützungsangebote greifen. Die Initiative wird getragen von der Kolpingsfamilie, dem Pfarreirat St. Georg, der Pfarrcaritas Saerbeck und dem hiesigen Caritasverband. Koordiniert werden sie von Werner Heckmann (Pastoralreferent) und Mechthild Winkeljann (Koordinatorin).

Angebote der Seniorenlotsen: Die Seniorenlotsen agieren seit eineinhalb Jahren unter dem Dach der Anlaufstelle „Aktiv älter werden in Saerbeck“ als Projekt des MGH. Seniorenlotsen beraten in Sprechstunden, leiten Hilfen ein oder unterstützen in bestimmten Situationen auch zuhause.
In der wöchentlichen Sprechstunde donnerstags von 9 bis 10 Uhr informieren die Seniorenlotsen ältere Menschen und deren Angehörige über Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten im Alter auch in den Bereichen Pflege und Wohnen. Auch Angebote für verschiedenste Aktivitäten der Vereine im Dorf, um Kontakte zu knüpfen und gemeinsam aktiv zu sein, werden vorgestellt. Zur Hand haben sie eine Vorsorgemappe und eine Wegweiser-Broschüre. Hinzu kommen monatliche Themenabende, zum Beispiel zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Bewegung im Alter, E-Bike-Training´.
Über die Beratung hinaus wird mittlerweile auch zunehmend Hilfe zu Hause angefragt. So bekommt eine alleinstehende ältere Frau konkrete Hilfe von einer Seniorenlotsin beim Ausfüllen der Vorsorgemappe und beim Ordnen aller wichtigen Papiere. Auch die Begleitung bei Behördengängen sowie die Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen sind Angebote der Seniorenlotsen.
Damit beide Unterstützungsangebote sich besser ergänzen können, ist nun das MGH mit Projektleiterin Brigitte Wolff-Vorndieck erste Anlaufstelle für die Gruppen, bei denen weitere ehrenamtliche Helfer willkommen.

Kontakt: MGH, Emsdettener Straße 1, Brigitte Wolff-Vorndieck, Tel: (02574)8666, mgh@kolping-saerbeck.de.

 


Boule-Freunde in Saerbeck 

Die etwa 22 Spieler würden sich über Spielerzuwachs freuen. Foto: B. Heim

Boule ist ein beliebter Freizeitsport in Frankreich und fand in den 50er-Jahren den Weg nach Deutschland. Dieser Sport wird mit Begeisterung auch in Saerbeck gespielt.
In der Bachaue spielen die Boule-Freunde montags und donnerstags von 15.30 Uhr bis etwa 17 Uhr. Das Spiel mit den Metallkugeln eignet sich für jedes Alter. Der Gebrauch eines magnetischen Stabs zum Aufheben der Kugeln ist keineswegs verpönt, wenn Rücken oder Knie nicht mehr wollen.
Die Boulefreunde sind Mitglieder im Partnerschafts-Verein mit Ferrières en Gâtinais in Frankreich. Es gab bereits einen Boule-Wettkampf mit den französischen Partnerschafts-Freunden, wo wiederum neue Freundschaften geschlossen wurden. Ein neuer Wettkampf ist für das kommende Jahr 2019 in Ferrières geplant und soll auch dort durchgeführt werden. Einmal jährlich wird eine interne Vereinsmeisterschaft ausgetragen. Dort wird dann auch das 25-jährige Partnerschafts-Jubiläum gefeiert.
Die etwa 22 Spieler, darunter nur zwei Frauen, würden sich über Spielerzuwachs freuen. Kontakt: Berthold Heim, Tel. (02574)1682.

 


Der Rotary Club Emsdetten (RCE) besteht seit 25 Jahren

Selbstloses Dienen als Ziel

„Serve above self“ – selbstloses Dienen: Die beruflichen Qualifikationen und Möglichkeiten nutzen, um sich ehrenamtlich für die gute Sache zu engagieren, um Menschen zu helfen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Und dabei eine besondere Freundschaft in einer außergewöhnlichen Gemeinschaft leben. Das ist der Kern von Rotary, der ältesten und größten Service-Organisation der Welt.
Im Jahr 1905 hat der junge Rechtsanwalt Paul Harris aus Chicago mit drei Mitstreitern den ersten Club gegründet. Um sich in der fremden Stadt einen Freundeskreis aufzubauen und um die wachsenden sozialen Probleme in der Industriestadt zu bekämpfen. Da sich die Gründer abwechselnd in den verschiedenen Büros der Mitglieder treffen wollten, der Versammlungsort also rotieren sollte, wählten sie als Namen für ihre Organisation Rotary.
In Emsdetten wird seit 25 Jahren rotiert – was die wöchentlichen Club-Meetings angeht, allerdings nicht. Da ist der Rotary Club Emsdetten, (RCE) sich und seinem Clublokal treu geblieben. Jeden Montag treffen sich die 45 Mitglieder des RCE in der Gaststätte Ruhmöller.
Ausgangspunkt ist die berufliche Funktion: Jede Berufssparte sollte nur einmal in einem Club vertreten sein, um ein möglichst vielfältiges Spektrum abzudecken, um unterschiedliche Persönlichkeiten mit verschiedenen Sichtweisen und Meinungen an einen Tisch zu bringen.
„Rotarier zu sein, bedeutet allerdings weit mehr. Wir nutzen die Möglichkeiten, die unsere beruflichen Tätigkeiten mitbringen, um uns für anderen Menschen lokal, regional und international in sozialen, humanitären und kulturellen Projekten zu engagieren“, sagt Peter Hensmann. Und: „Wir unternehmen viel gemeinsam, sind füreinander da“, erzählt der amtierende RCE-Präsident.
Obwohl für Rotarier freie Zeit ein wertvolles Gut ist, nehmen an den Treffen durchschnittlich mehr als zwei Drittel der Mitglieder teil. „Der Montagmittag wird geblockt – weil wir uns gerne sehen. Die Treffen sind keine Last sondern bereichernd“, sagt Hensmann. Außerdem haben die Meetings einen organisatorisch wie zeitlich festen Rahmen: Begrüßung, gemeinsames Essen, dann folgt ein Vortrag, den die Mitglieder reihum halten.
Im Zentrum steht aber das lokale und internationale Engagement. „Wir unterstützen etwa seit langer Zeit das Hospiz Haus Hannah, die Tafel, Typisierungsaktionen, den Verein Sprungbrett. Aber die Rotarier sponsern auch ,Detten Rockt‘. Glaubt man vielleicht gar nicht…“ Dabei gehe es nicht darum, einmal im Jahr die Brieftasche zu öffnen. Projekte werden langfristig begleitet, Netzwerk und Fähigkeiten genutzt, um erfolgreich die Spendentrommel zu rühren. Und selbst mit anzupacken. Hensmann: „Bei uns ist sich keiner zu schade, zum Hammer zu greifen, um die Glühweinbude beim Sternschnuppenmarkt aufzubauen.“
Leuchttürme sind auch das Mukuru-Projekt in Nairobi, wo seit vielen Jahren Waisenkindern eine Schul- und eine Berufsausbildung finanziert wird, und „End Polio Now“, der Kampf gegen Polio-Neuerkrankungen.
In 25 Jahren haben die Emsdettener Rotarier so über eine Million Euro für soziale Zwecke gesammelt.

 


Probus -Club ist bereits seit über 20 Jahren in Emsdetten aktiv

Der „Business Club“ für den Ruhestand

Der Vorstand (v.l.): Werner Koop (Schatzmeister), Josef Lülf (Past-Präsident), Hermann Forsting (Präsident) und Hubert Klodt (Vizepräsident). Foto: prf

 Man kennt die Rotarier, man kennt die Lions, aber „Probus“? Nie gehört. Dabei treffen sich bereits seit 1997 Emsdettener Herren in diesem Club, von dem es nur noch zwölf weitere in Deutschland gibt – weltweit gibt es 4500.
Der Probus-Club Emsdetten hat 21 Mitglieder. Zweck ist die Pflege der Freundschaft und der Erhalt der geistigen Fitness. Am 3. März 2017 ist der Club 20 Jahre alt geworden. Der erste Probus-Club wurde 1966 in England von Rotariern gegründet, um nach dem Berufsleben geistig aktiv zu bleiben. Eine Mitgliedschaft bei den Rotariern ist aber keine Voraussetzung und bei keinem der Emsdettener Mitglieder der Fall. Die Clubs legen Wert auf weltanschauliche und parteipolitische Neutralität. Es gibt keine Verpflichtungen, regelmäßige Präsenz ist erwünscht.
In Deutschland also ist Probus ein ziemlich exklusiver Verein, der den Rotariern in Freundschaft verbunden ist und auch das Rotationsprinzip bei der Ämterverteilung beherzigt, aber ansonsten völlig eigenständig ist. Das Profil der Clubmitglieder findet sich übrigens im Namen. „Pro“ steht für professionelle Fachleute und Akademiker, „Bus“ für Business, also führende Kaufleute, Handwerksmeister oder Firmenleiter.
Das „Who‘ s who“ der Mitgliederliste des Emsdettener Clubs weist viele ehemalige Banker, Ärzte, leitende Angestellte und Unternehmer auf. „Unsere Zielgruppe sind Berufstätige kurz vor oder bereits im Ruhestand“, erklärt Past-Präsident Josef Lülf (73) die Struktur der Mitglieder, die fast alle im Rentenalter sind. Alles Herren übrigens. Damen, in der Regel die Ehefrauen und Witwen der verstorbenen Mitglieder, sind bei Probus-Veranstaltungen gern gesehen, nehmen an den Mitgliedsversammlungen aber nicht teil.
Im Unterschied zu Lions- und Rotary-Clubs, die sich der Gemeinschaft verpflichtet fühlen, genügt Probus sich eher selbst. „Wir haben kein öffentliches Anliegen“, sagt Lülf. Der „Freundeskreis im dritten Lebensabschnitt“, so die Beschreibung eines befreundeten Clubs, widmet sich der Pflege der Freundschaft und gemeinsamen Geselligkeit, außerdem will man sich geistig fit halten. „Wir treffen uns zweimal im Monat im Hotel Kloppenborg, es gibt immer ein Thema mit internen als auch externen Referenten“, erklärt Lülf. Die Themen sind durchaus anspruchsvoll: Mal geht es um Wissenschaftliches wie Palliativ-Medizin, mal steht ein so aktuelles Thema wie Flüchtlinge und Flüchtlingsproblematik auf dem Plan, oder ein Vortrag dreht sich um die differenzierte Betrachtung der Frage, inwieweit die Klimaerwärmung möglicherweise die nächste Eiszeit auslösen kann.
Wer dazugehören möchte, muss übrigens empfohlen werden. Die „Freunde“ werden sorgfältig ausgewählt, damit es auch klappt mit der Freundschaft und dem geselligen Miteinander. „Der Kandidat muss passen“, beschreibt Josef Lülf eine mitunter schwierige Auswahl. Die Anstecknadel zeichnet ihn dann als Clubmitglied aus. Auf Lebenszeit.
Wer Interesse hat, meldet sich beim Präsidenten Hermann Forsting, Tel. 84278. | www.probus.org

 


„Helfen ist, wenn beide lachen“ / Lions stellen sich vor

Seit vier Jahren aktiv

Michael Wietkamp (l.), Präsident der Lions Emsdetten, und sein Vorgänger, Past-Präsident Frank Wiesner. Foto: prf

Seit nunmehr vier Jahren sind die Lions in Emsdetten aktiv und übersetzen das weltweite Credo der über 1,4 Millionen Lions „We serve“ mit dem einfachen Satz „Helfen ist, wenn beide lachen“.
Und damit zukünftig noch mehr lachen können, hat der noch junge Service-Club in Emsdetten mit dem aktuellen Präsidenten Michael Wietkamp in diesem Jahr noch so einiges vor.
„Die meisten Emsdettener werden uns von dem Lions Advent-Kalender-Verkauf kennen. So schnell, wie die Kalender mittlerweile vergriffen sind, das ist wirklich beeindruckend. Das gehört in Emsdetten schon so gut wie zur vorweihnachtlichen Tradition“, freut sich Michael Wietkamp über die tolle Beteiligung der Emsdettener. Aber auch die Pfandaktionen in Emsdetten und am Flughafen Münster Osnabrück oder der Glühwein- und Poffertjes-Verkauf auf dem Sternschnuppen-Markt tragen maßgeblich dazu bei, dass mit der Hilfe der Lions ein paar mehr Menschen in und um Emsdetten lachen können.
Aufbauend hierauf hat Michael Wietkamp als amtierender Präsident in diesem Jahr zwei Neuerungen geplant. „Wir sind ein sehr junger Club, und ich finde es großartig, wenn wir neue Dinge ausprobieren können, die ganz nebenbei auch richtig Spaß machen“, berichtet der Präsident über die Vorbereitungen des diesjährigen Lions-Golfturniers und der großen Lions-Benefiz-Party, die parallel auf Hochtouren laufen.
„Die Party ist sicher eines der Highlights unseres Jahres. Schon heute ist ein Großteil der Karten bereits verkauft. Das freut mich umso mehr, da sämtliche Erlöse, die wir dieses Jahr erzielen werden, dem Haus Hannah zugute kommen“, so der amtierende Club-Präsident abschließend.

 


Der SI-Club Emsdetten-Greven-Saerbeck stellt sich vor

Im großen Netzwerk

Der SI-Club Emsdetten-Greven-Saerbeck bei der Fahrt zum zehnjährigen Jubiläum 2017 im Kröller-Müller-Museum in den Niederlanden. EV-Foto: prf

 „Bewusst machen, bekennen, bewegen“ ist das Motto von Soroptimist International (SI). Die Organisation wurde bereits 1921 in den USA gegründet. Mit 80.000 Mitgliedern in 132 Ländern weltweit ist SI die größte Service-Organisation berufstätiger Frauen. In Deutschland gibt es über 6.500 Mitglieder in 214 Clubs.
Soroptimist bedeutet „besten Schwestern“. Weltweit setzen sich die SI-Schwestern für Frauenbildung und Frauenrechte, Menschenrechte, nachhaltige Entwicklung, Frieden und internationale Verständigung und Vernetzung ein. Das Motto leitet auch das Engagement des SI-Clubs Emsdetten-Greven-Saerbeck, der vor elf Jahren gegründet wurde und aktuell 28 Mitglieder hat.
Die einmal monatlich im Hotel Kloppenborg stattfindenden Clubabende sind inhaltlich gefüllt mit unterschiedlichen Themen und orientieren sich an dem jeweiligen Jahresmotto, das von SI Deutschland, bzw. SI Europa vorgeschlagen wird.
In diesem Jahr lautet das Leitthema „Digital kompetent“. Zu dem Jahresthema starten die Mitglieder gemeinsame Arbeitsgruppen, um sich mit den lokalen und globalen Aspekten zu befassen. So behandeln sie zum Beispiel Themen wie Digitalisierung und Kinder, bzw. Bildung, Gender digital, friendship 2.0 und auch die Auswirkungen auf die Digitalisierung der Arbeitswelt.
Auf diese Weise setzt sich nicht nur jedes Mitglied mit dem Thema auseinander, durch die verschiedenen Arbeitsgruppen entstehen auch engere Kontakte der Mitglieder untereinander. Zum Teil werden Referentinnen zu den Sitzungen geladen – aktuell auch digital in Form einer Videokonferenz.
Etwa zweimal im Jahr rückt der Club aus zu Exkursionen. Zuletzt waren die SI-Schwestern zu Gast im „Digital Hub Münsterland“ im Hafen von Münster. Wichtige frauenpolitische Termine und Themen wie der Weltfrauentag, der Equal Pay Day und der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Der Club bekennt sich zu diesen Terminen und den Zielen von SI, indem er entsprechende Projekte unterstützt, wie das Frauenhaus in Rheine und aktuell „Solwodi“ Osnabrück.
Bewegen heißt aktives Handeln. Mit den zweimal jährlich stattfindenden Frauenkino-Abenden, zu denen auch Männer willkommen sind, und dem Stand auf dem Sternschnuppenmarkt sammelt der Club Spenden für die unterstützen Projekte.
Alle zwei Jahre kooperieren die Münsterland-SI-Clubs zugunsten eines Wasserprojektes in Afrika.
| www.clubemsdetten-greven-saerbeck.soroptimist.de

 


Mitmachgarten der BUND-Ortsgruppe „Am Waldrand“

Lebensraum schaffen
von Günther Sievers

Marvin Ottenjann vor dem Mitmachgarten in der Kleingarten-Anlage „Am Waldrand“. EV-Foto: prf

In der Kleingartenanlage „Am Waldrand“ gibt es eine Parzelle, die etwas anders aussieht als die üblichen Kleingärten in Emsdetten. Es ist der „Mitmachgarten“ der BUND-Ortsgruppe Emsdetten. Hier haben auf 400 Quadratmetern Fläche derzeit acht Personen zwischen 25 Jahren und Rentenalter jeder ein eigenes Beetstück. Die Gemüsebeete können nach eigenen Vorstellungen bepflanzt werden. Dabei wird viel experimentiert, aber nur unter biologischen Gesichtspunkten. Wie in allen Kleingartenanlagen wird streng darauf geachtet, dass keine Unkrautvernichtungsmittel und Pestizide verwendet werden.
Nicht nur der biologische Anbau von Obst und Gemüse steht im Vordergrund. Zusätzlich werden Lebensräume für wichtige und teils bedrohte Tier- und Pflanzenarten geschaffen.
Derzeit findet am ersten Freitag im Monat ein gemeinschaftlicher Gartentag statt. Neben der Gemeinschaftsarbeit zur Pflege der Gesamtanlage dient dieser Tag zum Ideen- und Erfahrungsaustausch. Eine Verpflichtung zur Teilnahme am Gartentag gibt es nicht.
Für die Mitmacher der Anlage entstehen keine Kosten (mit Ausnahme für Sämereien für das eigene Beet). Alle sonstigen Kosten (Pacht, Wasser, Stauden und Bäume usw.) trägt der BUND e.V..
Ein Schild am Eingang zur Gartenparzelle gibt Auskunft über bisher in gemeinsamer Arbeit umgesetzter Projekte: Pflanzung alter, regionaler Apfelbaumsorten, Pflanzung wichtiger Vogelnährgehölze, Anlage eines Naturteichs, Pflanzung robuster Beerensträucher, Anlage einer Kräutermauer und einer Trockenmauer, Aussaat eines Magerwiesensaums und einiges mehr. Weiter sind folgende Projekte geplant:
– Gemüseanbau auf gemulchten Flächen
– Bau einer mit Rankpflanzen bewachsenen Pergola
– Anlage vertikaler Pflanzflächen (vertikales Gärtnern)
– Anlage eines fachgerechten Hochbeets
– Anlage weiterer Lebensräume (Totholzhaufen, Reisighaufen, Steinhaufen) zur Förderung der Artenvielfalt,
– Pflanzung weiterer Wildstauden.
Die Idee zu diesem interessanten Projekt hatte Marvin Ottenjann, als er 2015 bei der Naturschutzorganisation BUND in Emsdetten als BuFDi (Bundesfreiwilligendienstleistender) tätig war.

Ansprechpartner: Marvin Ottenjann, Tel. (0152)56165246 oder mitmach-kleingarten@gmx.de; www.bugega-emsdetten.de.

 


Das Hochbeet für Garten und Terrasse

Schnelles Wachstum
von Günther Sievers

Ein besonders schönes gemauertes Hochbeet aus Bruchstein. EV-Foto: prf

Für viele Menschen liegt das größte Glück in der Arbeit im Garten. Doch die gärtnerischen Tätigkeiten verursachen neben einem hohen Zeitaufwand durch das ständige Bücken auch oft Rückenschmerzen.
Ein Hochbeet bietet eine Reihe von Vorteilen. Die Gartenarbeit kann im Stehen verrichtet werden. Durch die Verrottungswärme wird ein wesentlich schnelleres Wachstum erreicht. Schnec-ken gelangen schlechter an die Pflanzen. Man kann Hochbeete sogar auf der eigenen Terrasse aufbauen. Auch als Frühbeet kann es genutzt werden, wenn eine zusätzliche Abdeckung angebracht wird.
Hochbeete eignen sich nicht nur für Gemüse. Selbst eine kleine Wildblumenwiese für Bienen und andere Insekten lässt sich darin gestalten. Für das eigentliche Gerüst eignen sich die verschiedensten Materialien: geflochtene Weidenruten, Restbretter oder Balken. Neben fertigen Bausätzen aus dem Handel kann man aber auch aus Paletten oder Bruchsteinen gemauerte Hochbeete herstellen.
An dieser Stelle soll keine Anleitung zum Bau eines Hochbeetes gegeben werden. Vielmehr geht es um allgemeine Tipps zum inneren Aufbau. Wegen der besseren Sonneneinstrahlung sollte das Beet in Nord-Süd-Richtung angelegt werden. Ein engmaschiges Drahtnetz auf der untersten Ebene dient zum Schutz vor Wühlmäusen und Maulwürfen. Vor Verrottung der hölzernen Wände schützt eine innere Verkleidung zum Beispiel mit Teichfolie.
Die unterste Schicht im Beet besteht aus grobem Baum- und Strauchschnitt. Darüber folgt eine Schicht mit Häckselgut, dünnen Ästen oder nicht verrottetem Kompost. Die nächsten Lagen bilden reife Komposterde und verrotteter Stallmist. Den Abschluss bildet Garten- oder Blumenerde. Die einzelnen Lagen sollten etwa zehn bis 15 Zentimeter dick sein, je nach Höhe des Beetes. Auf jeden Fall ist zu beachten, dass nach oben hin das Füllgut immer feiner wird.
Besonders Wärme liebende Pflanzen wie Tomaten, Zucchini oder Paprika gedeihen im Hochbeet gut. Es gibt aber kaum eine Pflanze, die nicht im Hochbeet angebaut werden kann.

 


Neue Anlaufstelle der Agenda Älterwerden

EV-Foto: prf

Die Agenda Älterwerden hat seit dem 17. Juli eine neue Anlaufstelle für alle Aktiven – EMS 8. Hier in der Emsstraße 8, in der ehemaligen Immobilie von Einrichtung Lüken, hat die Stadt Emsdetten Räumlichkeiten für die Agenda Älterwerden und ihre Arbeitsgruppen zur Verfügung gestellt. In Anwesenheit zahlreicher Aktiver der Agenda weihte Bürgermeister Georg Moenikes die umgebauten und sehr funktional gestalteten Schaufenster als Besprechungsräume ein. Bei kühlen Getränken und einem ausgezeichneten Imbiss konnte man sich in angenehmer Atmosphäre über die bisherigen Erfolge, geplante Projekte und neue Ideen austauschen. Informationen zu den Treffen und Aktivitäten gibt es an der „EMS 8“ in den Schaukästen der einzelnen AGs. Außerdem befindet sich dort ein separater Briefkasten für Fragen, Wünsche und Anregungen.

 


Geh nicht allein

Die AG „Geh‘ nicht allein“ fährt am Samstag, 25. August, zur Freilichtbühne Greven-Reckenfeld zur Aufführung der Komödie „Der nackte Wahnsinn“. Beginn ist um 16 Uhr. Der Eintritt beträgt 12 Euro, Schwerbehinderte zahlen 9 Euro. Abfahrt ist um 15.15 Uhr ab K&K-Markt in der Innenstadt (Stroetmanns Fabrik).
Jeden letzten Samstag im Monat ist ein Besuch des Solebads in Bad Bentheim geplant. Abfahrt jeweils um 14 Uhr. Weitere Informationen und Anmeldungen bitte unter Tel. (02572)9419604 oder per Mail an hstrodtsi@web.de.

 


Denkanstöße

Wir wollen bei unseren Treffen eine gute Zeit miteinander verbringen, unsere Gedanken und unsere Sichtweisen erweitern.
In lockeren Gesprächen wollen wir mit Witz und Humor neue Impulse und Denkanstöße geben, zum Beispiel zu Fragen wie:
– Sind Sie sich selbst ein Freund/eine Freundin?
– Wissen Sie, was Sie brauchen?
– Wofür sind Sie dankbar?
Wer Interesse hat, aufgeschlossene Menschen kennenzulernen, ist hier genau richtig und herzlich willkommen, dazuzukommen.
Fragen und Anmeldungen bitte an Josef Teupe, Tel. 015256453089 oder per Mail an jur-teupe@web.de.

 


Wie wohnen?

Wie wollen wir wohnen, wenn wir älter werden? Wann brauchen wir Hilfe? Wann ist ein Haus zu groß, um im Alter darin wohnen zu bleiben?
Die AG „Wohn‘ wie du willst“ zeigt, welche Möglichkeiten es geben kann: Vom mobilen Mini-Haus über gemeinschaftliches Wohnen bis hin zu Ideen für Service-Wohnen, Umbauten und Gestaltung.
Unsere bisher nur kleine Arbeitsgruppe würde sich freuen, Unterstützung zu bekommen. Die Treffen finden nach Absprache statt, wenn möglich in der EMS 8 in der Emsstraße.
Dort findet man auch den Hinweis auf den Ort und die Zeit des nächsten Treffens.

 


AG „Tanz‘ mit“

Die AG „Tanz‘ mit“ plant für November 2018 eine Ü50-Party mit Musik aus den 70er und 80er Jahren. Wer Interesse hat, diese Party mit zu planen, kann sich melden, Tel. (02572)83670 oder per E-Mail an ElkeHuelskoetter@web.de.

 


Setz‘ dich dazu

Bei der AG „Setz‘ dich dazu“ findet am Freitag, 24. August, von 14 bis 16 Uhr in der EMS 8 ein Spielenachmittag statt, zu dem auch eigene Spiele mitgebracht werden können. Weitere Termine sind auf den Handzetteln und bei der EMS8 zu finden.

 


Einsamkeit

Zum Thema „Einsamkeit – was sie mit uns macht und wie wir reagieren können“ referiert Stefanie Oberfeld, Oberärztin im gerontopsychiatrischen Zentrum der Alexianer Münster GmbH, am Dienstag, 27. November, voraussichtlich um 18.30 Uhr im Bürgersaal.

 


Ohne Alkohol

Die Anonymen Alkoholiker haben entdeckt und sich eingestanden, dass der Alkohol ein Problem für sie geworden ist. Sie bilden eine weltweite Gemeinschaft, in der sie einander helfen, nüchtern zu bleiben. Jeder, der mit dem Trinken aufhören möchte, ist bei den AA willkommen. Da alle Mitglieder selbst Alkoholiker sind, haben sie ein besonderes Verständnis füreinander. Sie haben mit der Krankheit Alkoholismus in der Gemeinschaft gelernt, sie zum Stillstand zu bringen, indem sie ohne Alkohol leben. So werden sie bei den AA „genesende Alkoholiker“.
Treffen finden in Emsdetten freitags um 19.30 Uhr im Gemeindesaal der Gustav–Adolf-Kirche, Kirchstr. 36, statt (Rollstuhlgeeignet) und mittwochs um 19.30 Uhr in der Martin-Luther-Kirche, Neubrückenstr. 91.

 


Das Rezept: Currywurst

Kulinarische Köstlichkeit mit Kultstatus

 Nicht immer hat man Zeit, sich eine komplette Mahlzeit zuzubereiten oder in einem Restaurant zu speisen. Ein schnelles Gericht, das inzwischen Kultstatus erlangt hat, ist die Currywurst.
Rezept für etwa 500 ml Currysoße:
Zutaten:
– 500 ml Tomatenketchup
– 2 kleine Zwiebeln
– 2 EL Honig
– 3 EL Balsamico (Dunkel)
– 1 Spritzer Sojasauce
– Olivenöl
– Tomatenmark
– Wasser
– Curry, etwas Chilipulver oder Cayennepfeffer
Zubereitung:
1. Zwiebeln klein schneiden und in Olivenöl glasig dünsten;
2. Etwas Tomatenmark dazugeben und mit Wasser ablöschen;
3. Ketchup, Honig und Balsamico dazugeben und bei kleiner Hitze köcheln lassen. Der Balsamico darf nicht zu schnell verdampfen;
4. Die Sojasauce und die restlichen Gewürze dazugeben und gut umrühren – ggf. noch etwas Wasser dazugeben;
5. Abschmecken und nach Belieben Curry und Chilipulver dazugeben.

 


Service-Anlage für Senioren an der Neuenkirchener Straße

Luxuriöses Wohnen

 Elf „luxuriöse Mietwohnungen mit einem großzügigen Raumgefühl und einer ansprechenden Parkanlage im Gemeinschaftsgarten“, so der Investor, werden an der Neuenkirchener Straße gebaut.
Diese böten „eine alternative Form zwischen Eigenheim oder Altenheim“: Das hier entstehende Service-Wohnen für Senioren sei besonders attraktiv, weil es „ein weiterhin selbst bestimmtes und sozial integriertes Leben ermöglicht“. In der Wohngemeinschaft könnten auf Wunsch und bei Bedarf ambulante Betreuungs- und Serviceleistungen beauftragt werden. In dem Neubau von Matzker Immobilien werde Komfort durch unter anderem eine sehr hochwertige Ausstattung mit einem barrierefreien und seniorengerechten Wohnkonzept verbunden. In der Wohnanlage werde zudem auf möglichst geringe Nebenkosten abgezielt. Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen unterstützten die Kostendeckung beim Gemeinschaftsstrom (z. B. für den Aufzug)sowie die Heizkosten des Hauses.
Die drei Erdgeschosswohnungen sind 73 bis 101 Quadratmeter groß. In den zwei Drei-Zimmer-Wohnungen und der Zwei-Zimmer-Wohnung gibt es jeweils einen kleinen Gartenbereich. Die acht Geschosswohnungen im ersten und zweiten Obergeschoss haben jeweils einen eigenen Balkon. Die vier Drei-Zimmer-Wohnungen sind 101 Quadratmeter groß, die vier Zwei-Zimmer-Wohnungen 73 Quadratmetern.
„In der Parkanlage werden den Mietern mehrere kleine überdachte Terrassen, ein zentrales Wasserspiel, eine Boule-Bahn sowie Rasenflächen und Blumenbeete geboten“, informiert Matzker.