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Woche des Sehens

Jedes Jahr erfahren Tausende, dass sie von einem Sehverlust betroffen sind, der medizinisch nicht mehr rückgängig zu machen ist. Eine derartige Diagnose ist mit schwerwiegenden Folgen verbunden: Zuvor Selbstverständliches wie Autofahren, Lesen oder Einkaufen lässt sich nur noch mit Mühe bewältigen oder wird gar vollkommen unmöglich. Oft kann der erlernte Beruf nicht weiter ausgeübt werden. Wenn dann noch soziale Kontakte wegbrechen, weil beispielsweise bestimmte Hobbies nicht mehr gemeinsam ausgeübt werden können, scheint die Situation hoffnungslos.

Die Selbsthilfeorganisationen der blinden und sehbehinderten Menschen möchten in der Woche des Sehens 2017 aufzeigen, welche Chancen auch nach einem Sehverlust bestehen. Spezialisierte Reha-Einrichtungen, eine breite Auswahl an Hilfsmitteln und nicht zuletzt der Austausch mit anderen Menschen in der gleichen Situation zeigen neue Perspektiven auf. Mit einem Mobilitätstraining kann man sich den gewohnten Radius zurückerobern und auch in den eigenen vier Wänden gibt es Lösungen, auf die man allein nicht unbedingt kommt. So lassen sich beispielsweise Herd und Waschmaschine mit Hilfe tastbarer Klebepunkte wieder sicher bedienen und einfache Ordnungssysteme in Küche oder Bad erleichtern das Wiederfinden von Gegenständen.

Anlässlich der Aktionswoche 2017 legt der Beirat für Menschen mit Behinderung umfangreiches Infomaterial im Rathaus aus, das Thema aufzuarbeiten: Hintergrundinformationen zum Umgang mit blinden und sehbehinderten Menschen und Material zum Einsatz von Hilfsmitteln und weiteren „Tricks“ für ein eigenständiges Leben mit Seheinschränkung.

Weitere Infos und Hlfestellungen erhalten Betroffene und deren Angehörige unter anderem von der BFS:

Der BFS e.V. ist die einzige bundesweit arbeitende Selbsthilfeorganisation, welche die Belange aller Sehbehinderten – unabhängig von Art und Schwere der Behinderung – vertritt.

http://www.bfs-ev.de

 

Beratungsstelle für Sehbehinderte
Graf-Adolf-Str. 69
40210 Düsseldorf
http://www.bfs-ev.de
Tel.: 02 11 / 69 50 97 38
Fax: 02 11 / 69 50 90 11

Beratungszeiten:
jeden Mittwoch 15.00 Uhr – 17.00 Uhr
oder nach Terminabsprache.

Infomaterial zu diesem Thema liegt vom 07.-15.10.2017 im Rathaus Emsdetten aus.

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