unser Krankenhaus…..

  • abro

    #6726

    Braucht eine Stadt mit 35.000 Einwohnern ein Krankenhaus? Ich bin der Meinung, diese Frage wird vom überwiegenden Teil der Bevölkerung mit JA beantwortet. Können wir alle zusammen etwas gegen eine Schließung tun?
    Ich denke mit Schrecken an Unfälle, nichts spektakuläres – tiefe Schnittwunde, Frakturen durch Stürze etc.
    Wer kennt nicht die Notfallambulanz am Wochenende…. Wir brauchen hier kein Krankenhaus??!!!
    Was passiert im Gesundheitswesen, das Krankenhäuser und Arztpraxen schließen müssen?

    Schnitker

    #6729

    Ich bin der Meinung, wir benötigen ein Krankenhaus dringender als eine Bebauung in Pastors Garten. Klar kann man das nicht miteinander vergleichen, aber die Notwendigkeit ist gegeben. Ein Gesundheitswesen, das Notärzte aus Nachbarstädten anreisen lässt, das Krankenhäuser schließen lässt, das in ländlichen Gegenden keine Nachfolger für Hausärzte findet, die altersbedingt aufhören…..usw usw. ist gescheitert. Es muss grundlegend etwas geändert werden. Taten müssen folgen – aber wieder das leidige Thema, wer packt es an? Es wird höchste Zeit !!!

    lotti

    #6730

    Wo soll es hingehen im Gesundheitswesen? Was soll entstehen? Grosse Kliniken mit je vielleicht 2-3 Spezialgebieten? Riesige Praxen wo alle Ärzte und Helferinnen austauschbar sind? Früher kannte man seinen Hausarzt, der kannte unsere Familie. Wir wurden mit Namen von den Helferinnen begrüßt, die
    auch noch ein offenes Ohr hatten für Sorgen und Probleme. Heute ist man in den meisten Fällen so schnell aus der Praxis, dass man nur noch mit Spickzettel hingehen sollte um Antworten auf alle Fragen zu bekommen. Dies ist keine Kritik an die Medizinische Fachangestellte oder an den Ärzten, sondern am System. Wer trägt hier die Verantwortung?
    Ich finde auch Pastors Garten steht in keinem Verhältnis zum Krankenhaus, denn dort kann es ums eigene Überleben gehen.

    bea

    #6731

    Momentan finde ich auch kein Thema so wichtig, als um den Erhalt unseres Krankenhauses zu kämpfen. Es ist schon schlimm, im Notfall am Wochenende eine Praxis, die Kilometer weit entfernt ist, aufzusuchen. Dazu kommt dann noch eine Apotheke mit Notdienst in einem anderen Ort. Allein schon diese Situation ist für Patienten, die nicht mobil , bzw. finanziell schwach sind, einfach schlimm. Würde jetzt auch noch das Krankenhaus schließen, hätten eben allein schon diese Menschen keine Chance im Falle eines stationären Aufenthaltes Besuche zu empfangen. Höchste Zeit etwas zu ändern, ist es schon längst, die Proteste der Angestellten im Gesundheitswesen wurden einfach nicht ernst genug genommen.Vielleicht sollte man im Großen und Ganzen statt mit Reduzierungen von Arbeitskräften bzw. Schließungen von Häusern durch Fusionen, zuerst einmal bei den Krankenkassen, sowie den Verwaltungen“ ganz oben“ anfangen.

    gernot

    #7013

    Ich finde auch, dass Emsdetten ein Krankenhaus am Ort braucht. Das denken die Steinfurter und Grevener genau so. Aber offenbar kann man nicht allen Wünschen folgen.
    Müssen wir umdenken, wenn es um die Grundversorgung vor Ort geht? Welche Fahrstrecken sind den Patienten und den Angehörigen zuzumuten? 20 km, 50 km oder vielleicht noch mehr?
    Die örtliche Politik kann noch so viel diskutieren oder Resolutionen verfassen. Die Entscheidungen fallen anderswo. Und da gelten wohl andere Regeln. Da denkt man in Regionen und nicht kleinteilig in Orten. Und man denkt offenbar in rein wirtschaftlichen Dimensionen. Der Gedanke der Daseinsvorsorge vor Ort ist in dieser Gedankenwelt fremd.
    Ich befürchte, wir werden schon bald in einer Stadt ohne Krankenhaus leben müssen. Ich finde das schlimm, sowohl für die Positionierung unserer Stadt im Wettbewerb mit anderen Städten als auch für die Menschen, die hier leben. Und besonders schlimm ist es auch für die vielen tüchtigen Mitarbeiter in unserem Krankenhaus. Aber vielleicht geschieht ja noch ein Wunder.
    LG gernot

    abro

    #7869

    Noch gibt es unser Krankenhaus, aber wie lange noch? Ich bin erschüttert, daß eine Stadt mit 35.000 Einwohner angeblich ohne Krankenhaus auskommt, aber dringend einen Lebensmittelvollsortierer (heißt so oder?) braucht.

    bea

    #7872

    Hallo zusammen,
    fast jeden 2.Tag erfahren wir negative Nachrichten über „unser“ Krankenhaus, allerdings nur aus der hiesigen Presse. Ich habe einige Jahre ehrenamtlich im Marienhof mit den Bewohnern etwas unternommen, Spiele gespielt, gesungen usw. alles, um den total überbelasteten Schwestern eine kleine Hilfe zu sein. Umso mehr war ich verwundert, dass so wenig Protest aus der Bevölkerung zur Schließung gekommen ist. Ebenso passiert es im Moment mit dem Ende der Station 2, der Kantine an der CKT Küche – die außerdem sehr gut bei den Berufstätigen im Gewerbegebiet angenommen wurde.!!-
    All diese Neuerungen erfahren wir nicht vom CKT oder von der KIRCHE, nein nur aus der Presse!! Warum???  frage ich mich, wird dieses Vorgehen einfach so hingenommen, wir werden vor vollendete Tatsachen gestellt, haben nichts gesagt und unternommen- ja und dann sind die Verträge unterschrieben-
    Alles zu spät.
    Allen trotzdem ein schönes, sonniges Wochenende

    abro

    #7876

    Bea, ich gebe dir total recht. Wer sind denn eigentlich die Verantwortlichen, die über unser Krakenhaus entscheiden. Ich hätte gerne mal Gesichter und Namen. Und weshalb wird alles unter dem Mäntelchen der Verschwiegenheit abgewickelt? Kann sich nicht mal jemand hinstellen und für alle verständlich erklären warum es gerade in Emsdetten nicht weitergeht. Und zwar jetzt und nicht wenn alles entschieden ist. Und bitte nicht die Sprüche „Wir wollen nichts gefährden“ usw.
    So muss ich doch annehmen, dass alles mögliche in die Waagschale kommt……….nur die Menschen hier in Emsdetten bleiben auf der Strecke.
    Vielleicht gibt es noch mehr Menschen die jetzt Antworten auf ihre Fragen haben möchten, schreiben sie uns. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass doch noch ein Verantwortlicher sich den Fragen stellt – und zwar jetzt.

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