3. Dezember: Tag der Menschen mit Behinderung

MENSCHSEIN ist ein Film über eine weltweite Reise zu Menschen, die mit Behinderung leben. Ein Film, der der Frage nachgeht, wie wir miteinander leben möchten. Der Pädagoge und Filmemacher Dennis Klein hatte als Kind Angst vor Menschen mit Behinderung. Weil er keine kannte. Viele Begegnungen später macht er sich auf eine Reise um die Welt um herauszufinden, wie unser Zusammenleben in den verschiedensten Ländern funktioniert. Was macht uns zu Menschen? Warum behandeln wir uns unterschiedlich? Und wer sind wir füreinander? Seine Reise führt ihn von den Wüsten Indiens zum australischen Outback. Vom südamerikanischen Dschungel bis zu den südafrikanischen Townships. 405 Tage. 23 Nationen. 19 Sprachen. 6 Kontinente. Eine über allem stehende Frage: Was sagt unser Umgang miteinander über uns Alle aus?

Das anschließende Gespräch mit dem Publikum zeigte die Betroffenheit über die gezeigten Missstände und Vorurteile gegenüber Menschen mit Handicap. Im Film wurde beispielsweise über ein Mädchen berichtet, das zeit ihres Lebens ihr Zimmer nicht verlassen hat. In der Kultur ihrer Eltern gilt die Behinderung  als Zeichen von Fehlverhalten der Eltern, als  Schande/ Bestrafung der Götter und daher als selbstverschuldetes Elend, was lieber versteckt wird.

Diese Missstände sind Gott sei Dank in unserer Kultur nicht mehr gegeben. Aber es waren sich doch alle im Publikum darüber einig, dass  es auch in Deutschland noch einige Barrieren abzubauen gilt. Die größte Barriere wurde als Barriere in den Köpfen der Allgemeinheit angesehen. Ein Mitstreiter der Lebenshilfe merkte an, dass zwar etliche Sprachen in unseren Schulen gelehrt werden. Die deutsche Gebärdensprache jedoch nicht angeboten wird. „Ein durchaus bedenkenswerter Gedankengang“ findet Reinhild Thamm-Krake (Beirat für Menschen mit Behinderung)

 Text: Reinhild Thamm-Krake, Frischholt 39, 48282 Emsdetten

Foto: privat Heike Ortmeier

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