Kirchengem. Hl. Geist – 40 Jahre Chor und Bücherei. Ein tolles Jubiläum.

Am vergangenen Samstag wurde in der Hl. Geist Kirche das 40-jährige Jubiläum der Chor-Gemeinschaften sowie der Bücherei gefeiert.
Zum anschließenden gemütlichen Beisammensein wurden die Eingangshalle sowie der Raum Nr. 8 festlich geschmückt. Viele fleißige ehrenamtliche Helfer waren im Einsatz, das Ergebnis war einfach wunderbar, ein ellenlanges Buffett mit allen kulinarischen Köstlichkeiten wurde angeboten, natürlich alles aus eigener Herstellung und kostenlos. Jeder war herzlich eingeladen.

Um 18 Uhr begann dann der Festgottesdienst, begrüßt wurden die sehr vielen Kirchenbesucher durch Pastor Lutum und Pfarrer Weßel. Begleitet wurde der Gottesdienst durch die Chöre der Kirchengemeinde. In der kurzen Ansprache dankte Pfarrer Weßel den Chören sowie der Bücherei für ihren langjährigen Einsatz in der Gemeinde Hl. Geist. Pfarrer Weßel weiter: Die Kirchengemeinde kann stolz sein auf den Einsatz der vielen Vereine, Chöre, Gruppenleiter, ehrenamtlichen Helfer, Bücherei, Basar usw.

Und das soll wahrscheinlich alles bald vorbei sein?

Lesen sie dazu gerne den im Anschluss veröffentlichten Leserbrief der Eheleute Wegmann. Vielleicht ist  die Kirche Hl. Geist doch noch zu retten …

 

Leserbrief: Gemeindeversammlungen

In Zeiten des Wandels sind die Gemeindeversammlungen ein guter und notwendiger Prozess. Aber durch diese Treffen sollen die Menschen auf die gleichzeitige Schließung von drei Kirchen in unserer Stadt vorbereitet werden.

Bereits ohne auf die Bedenken vieler Gläubiger zu hören, wurden seinerzeit die Kirchenfusionen durchgesetzt. Diese wurden formal vom Pfarrer und seinen Gremien, letztendlich aber vom Bischof in Münster beschlossen.

Jetzt jedoch verlieren wir nicht nur schöne, sakrale Kirchenbauten, sondern Orte des Zusammenseins, des gemeinsamen Glaubens (u. a. an Weihnachten und Ostern), Räume, die Kraft und Trost geben (bei Notlagen in der Familie, bei Beerdigungen), Räume der Freude (Hochzeiten, Taufen). Kurz: Wir verlieren unsere Seele. Die kleinen, aber so wichtigen kleinen Zellen von (christlicher) Gemeinschaft werden zerstört, wir werden der geistlichen Lebensfähigkeit beraubt. Die Fusionen taten noch nicht so weh, weil die jeweiligen Gemeindeteile ihre pastorale und caritative Arbeit fortsetzten. Aber jetzt wird der Kern entrissen. Schon mit der Ankündigung, dass demnächst zwei gut besuchte und damit besonders gemeinschaftstragende Messen in St. Marien und Heilig Geist wegfallen sollen, ist ein weiterer Stich ins Herz vieler Gemeindemitglieder.

Erst (Groß-)Fusion – dann Profanieren – dann die Abrissbirne? Wer stoppt diesen Größenwahn nach Zentralisierung? Jedes, auch kirchliches Leben, findet in kleinen Gemeinschaften statt: in den Familien, in der großen Zahl von Klein- und Mittelbetrieben, in Vereinen, in ortsnahen Schulen und Kindergärten usw. Dort, wo man mit Herz und Seele lebt und arbeitet. Auch viele Nichtgläubige schätzen doch die Kirche in ihrem Ortsteil, da sie identitätsstiftend wirkt. Man stelle sich nur einmal vor: Drei Kirchen als tote Gebäude! Grässlich!

Und es gäbe Alternativen: Nur, sie dürfen nicht vornehmlich geldwirtschaftlich gesehen werden, sondern aus christlicher Gemeinschaftsverantwortung heraus, insbesondere für unsere Kinder und Enkelkinder.

Warum eigentlich profanieren (also eine letzte Messe mit Beerdigungsritus zelebrieren), warum nicht einen Teil als liturgischen Raum (Kapelle) behalten?

Teilumnutzungen sind doch möglich, bei denen ein Ort der Gottesbegegnung verbleibt.

All´ dies muss mit den Gläubigen vor Ort diskutiert werden und nicht (nur) in den entsprechenden Gremien…Wir sind das (Kirchen-)Volk…!


Reinhild u. Franz-Josef Wegmann
Gustav-Mahler-Str. 6, Emsdetten

 

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