Vögel im Winter

Als ich heute morgen die Tageszeitung aus dem Briefkasten holte, war ich total erstaunt. Alles war wunderbar weiß,  eine herrliche Schneelandschaft. Unser Enkel kam ganz aufgeregt gerannt, schließlich konnte er endlich mit  seinem Schlitten zum Kindergarten gezogen werden.   Leider gibt es ja nicht mehr so oft Schneefall wie in unseren Kindertagen.

Aber als wir dann beim Frühstück auf unser Futterhäuschen sahen, waren wir erstaunt, welch ein Betrieb dort herrschte. Kohl- und Blaumeisen, Buntspecht , sogar Rotkehlchen machten sich fleißig über das angebrachte und gestreute Futter her. Beim Beobachten der Fütterung stellte ich allerdings fest, dass die Kohlmeisen gerne Sonnenblumenkerne wählten und die Blaumeisen fleißig an dem Meisenring naschten. Rotkehlchen und Buntspecht sind wahrscheinlich nicht so anspruchsvoll.

Das Ganze ging ungefähr bis  13 Uhr. Danach war nur noch ab und zu eine Drossel zu sehen, die vom Blumenständer an die Meisenknödel sprang und dann die Krümel vom Boden pickte. Wenn wir unsere Mahlzeiten so mühsam besorgen müssten,  wären wir bestimmt alle rank und schlank. Als wir am Mittag noch etwas Nachschub ins Futterhäuschen brachten, blieben die kleinen Meisen sogar kurz daneben in der Hecke sitzen. Da fiel mir der letzte Besuch im Stadtpark ein: viele kleine Vögel suchten sich das Futter, obwohl einige Spaziergänger vorbeigingen.

Auf jeden Fall hat es sich gelohnt, einmal in aller Ruhe das muntere Treiben am Futterhaus zu verfolgen, es macht Spaß, Vögel in der Natur zu beobachten. Ich werde auf jeden Fall weiterhin im Winter die Vögel versorgen.

Dann freue ich mich aufs Frühjahr und auf den Sommer, wo wir mit herrlichem Gezwitscher und schönem Vogelgesang geweckt werden.

Wie hoch ein Vogel auch fliegen kann, seine Nahrung sucht er auf der Erde.
(dänisches Sprichwort)

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