November – der graue Monat

Der November ist dunkel und oft regnerisch. Aufgrund der vielen kirchlichen Feiertage zum Totengedenken wird der November auch Trauermonat genannt. Am 1. November, dem  Feiertag Allerheiligen, gedenken wir Christen der verstorbenen Heiligen, die wegen ihres Glaubens gestorben sind.  Den Termin 1. November hat seinerzeit Papst Gregor IV. im Jahr 835 festgelegt.

Als Kind war es für mich immer ein besonderes Erlebnis, an Allerheiligen abends mit meiner Familie zum Friedhof zu gehen. Fast auf jedem Grab leuchteten die bunten Lichter, und die Gräber waren schön geschmückt. In einigen Bundesländern ist der 1. November ein gesetzlicher Feiertag. Einen Tag später wird der Feiertag  Allerseelen  gefeiert. Es ist eigentlich der katholische Gedenktag für alle verstorbenen Angehörigen. Für uns ist das Totengedenken jedoch an Allerheiligen .

In der evangelischen Kirche ist der Totensonntag oder auch Ewigkeitssontag ein Gedenktag für die verstorbenen Angehörigen. Es ist immer der letzte Sonntag vor dem 1. Advent. Am Tag des evangelischen Totensonntag wird in der katholischen Kirche das Christkönigsfest gefeiert. Jugendliche stellten sich in den 1930er Jahren bewusst gegen den Führerkult der Nationalsozialisten.

Aber bevor der Monat November beginnt, wird am 31. Oktober immer mehr Helloween gefeiert. Ursprünglich stammt Halloween aus Irland, Auswanderer brachten das Brauchtum, welches auch mit dem Totengedenken zu tun hat, in die USA.  Auch bei uns werden immer mehr gruselige Partys veranstaltet. Kinder gehen, verkleidet als Hexe oder Gespenst, von Haus zu Haus mit dem Spruch: Süßes, sonst gibts Saures. Im letzten Jahr haben wir bei uns ca. 40 Kinder zezählt, die geklingelt haben. Kritiker, wie die evangelische Theologin Margot Käßmann, halten Helloween für ein reines Kommerzfest, welches mit christlichen Wurzeln nichts mehr zu tun hat.

Auch gibt es gibt noch einige hauptsächlich kirchliche  Feiertage im November, da ist der Martinstag, Buß- und Bettag, Volkstrauertag, usw.  Der Sonntag vor dem 1. Advent beendet auch das Kirchenjahr. Und dann beginnt die schönste Zeit des Jahres, die Adventszeit.

An Allerheiligen feucht, da wird der Winter nicht leicht.
(Bauernweisheit)

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