Gibt´s ihn noch – den Schnellkochtopf?

Ein Schnellkochtopf im modernen Design

Neulich im Gespräch tauchte er wieder auf – der Schnellkochtopf. Ich gebe zu, ich hatte nie einen. Mich hat wahrscheinlich die sehr plastisch dargestellte Geschichte meiner damaligen Nachbarin abgeschreckt…

Sie bekam Gäste und wollte ihnen eine tolle Hühnersuppe servieren. Wie das so ist, wenn man Gäste bekommt  – man ist in Eile, und das mag der Schnellkochtopf gar nicht. Sie öffnete ohne abzudampfen den Topf… und zack, flog das Suppenhuhn an die Decke.

Seit wann gibt es den Schnellkochtopf eigentlich? Der Franzose Denis Papin erfand im Jahr 1679 den Vorläufer unseres heutigen  Schnellkochtopfs. Allerdings war dieser noch nicht alltagstauglich, denn er zerknallte bei der Vorführung. Wir kamen erst 1927 in den Genuss des Schnellkochtopfes.  In den 1960er und 1970er Jahren fand er sich in vielen Haushalten und war auch als Hochzeitsgeschenk sehr beliebt.

Da es ja nun den Themomix und seine günstigen Verwandten gibt, bin ich davon ausgegangen – Schnellkochtopf „ade“. Dann habe ich eine Umfrage gestartet in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, und siehe da – es gibt ihn noch. Selbst hartnäckige Verfechter des Thermomix greifen öfter mal darauf  zurück. Er scheint für Eintöpfe ideal – auch wenn ich sagen muss, er ist nichts für Eilige und Ungeduldige. Es ist nicht schön, wenn sich ein Grünkohleintopf für eine Großfamilie in der weißen Küche verteilt. Schlimm finde ich auch, dass sich manche Bombenbauer eines Schnellkochtopfes bedienen.

Zum guten Schluss noch die Frage nach dem Schnellkochtopf in einem Haushaltswarengeschäft. Ich hätte es nicht gedacht, er ist gefragt wie eh und je.

9 Besucher empfehlen diesen Beitrag (zum Voten bitte klicken)

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*