Keine Unfälle verzeichnet

Zebrastreifen abgelehnt

In unserer letzten Ausgabe der „Spätlese“ hatten wir darüber berichtet, dass der Seniorenbeirat der Stadt Emsdetten beantragt hat, einen Fußgängerüberweg (FGÜ), landläufig Zebrastreifen genannt, an der Nordwalder Straße in Höhe des katholischen Friedhofs anzulegen. Gerade für ältere Bürger ist die Überquerung eine Gefahrenstelle.

Diese Straße ist eine Landesstraße, L592, und dafür ist der Landesbetrieb NRW zuständig. Mitte Mai erhielt der Seniorenbeirat ein Schreiben der Stadt Emsdetten, in dem mitgeteilt wird, dass der Landesbetrieb eine Erstellung eines Fußgängerüberweges beziehungsweise Zebrastreifens ablehnt. In Auszügen möchten wir unsere Leser über die Begründung informieren. „Die L592 hat in dem angesprochenen Bereich eine durchschnittliche tägliche Belastung von 5978 Kfz und liegt somit leicht über dem Landesmittelwert von 5.339 Kfz/24 h. Laut den uns vorliegenden Unfalldaten kam es in den letzten drei Jahren auf Höhe des Friedhofs zu keinen Unfällen mit querenden Fußgängern.“ Weiter heißt es in dem Schreiben: „Darüber hinaus musste dieser Abschnitt noch nie in der Unfallkommission behandelt werden. Insofern sprechen diese Fakten für eine objektive Verkehrssicherheit.“

Weiterhin wird in dem Schreiben erklärt, warum ein Zebrasteifen aus verschiedenen Gründen – Eingang zum Friedhof liegt in einem Kurvenbereich, Sichtverhältnisse für Autofahrer dadurch eingeschränkt, der Fußgängerüberweg müsste mindestens 100 Meter von der Kurve angelegt werden, wodurch sich dieser zu nahe an den Ampelanlagen am Strietbach und Mühlenstraße befinden würde – nicht möglich ist.

Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass die Fußgängerquerungszahlen, welche in der Richtlinie gefordert werden, bei Weitem nicht erreicht werden. Diese betragen 50 – 100 Fußgänger in der Spitzenstunde. Weiterhin heißt es „… wenn es nachvollziehbar ist, dass ältere Bürger Probleme haben könnten, die Fahrbahn zu queren … stehen als sichere Querungsalternative zwei Lichtzeichenanlagen (Ampeln) in 200 Meter Abstand zur Verfügung.“ Was schließt der unbedarfte Bürger daraus? Es muss erst Tote und Verletzte geben, bevor Sicherungsmaßnahmen installiert werden. Warum sollte man denn präventiv schon etwas planen, wo doch noch gar nichts passiert ist und die Richtlinien so etwa auch nicht vorsehen? Der Seniorenbeirat wird an diesem Thema dran bleiben.

(Quelle: Günther Sievers, Leserbrief in der Emsdettener Volkszeitung vom 17.03.2016)

Zum Thema:
Ein Fußgängerüberweg an der Nordwalder Straße in Höhe des katholischen Friedhofs. Der Seniorenbeirat der Stadt Emsdetten beantragte, einen Fußgängerüberweg anzulegen. Mitte Mai erhielt der Seniorenbeirat ein Schreiben der Stadt Emsdetten, in dem mitgeteilt wurde, dass der Landesbetrieb eine Erstellung eines Fußgängerüberweges beziehungsweise Zebrastreifens ablehnt.

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