Silvesterbräuche, Glücksbringer: Aberglaube?

Aus einem Blumentopf kommt auch Glück. Gemeint ist natürlich der vierblättrige Klee, der Glücksklee, er soll ja bekanntlich Glück bringen. Das geheimnisumwitterte Kleeblatt kommt ursprünglich aus Mexiko und beflügelt geheime Wünsche und Hoffnungen zum Jahreswechsel.

Glücksschweine, meist aus Marzipan, sind auch sehr beliebt, denn schon für die alten Germanen war der Eber heilig, schließlich gilt das Schwein als Symbol der Fruchtbarkeit und damit als Zeichen für Wohlstand und Reichtum. Daher kommt auch wahrscheinlich der Spruch „Schwein gehabt“.

Zum Jahresende sieht man auch viele Marienkäfer, natürlich in Form von Marzipan oder aus Schokolade. Sie gelten als Bote der Mutter Gottes, daher der Name. Man sagt, der Marienkäfer beschützt die Kinder und die Kranken, wenn er ihnen zufliegt. Man sollte ihn niemals töten oder abschütteln – das bringt Unglück.

Mittlerweile ist das „Bleigießen“ kurz nach Mitternacht in vielen Familien zum Ritual geworden. Beliebt sind auch die „Glückspfennige„, die der alten Volksweisheit „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“ folgend, die glücksbringende Bedeutung bis heute nicht verloren haben. Wer jemandem einen Glückspfennig – oder heute Glückscent – schenkt, wünscht dem Beschenkten, dass diesem niemals das Geld ausgeht. So gelten dann noch die Schornsteinfeger und das Hufeisen als Glücksbringer zum Jahreswechsel.

Für viele Menschen ist jedoch das Neujahrsfeuerwek das allergrößte Spektakel. Ursprünglich wurden am Silvesterabend mit Rasseln und Klappern die bösen Geister und Dämonen vertrieben. Egal wie der Glücksbringer aussieht oder wie man den letzten Tag des Jahres beendet: ich glaube schon an einen kleinen Glücksbringer. Vielleicht hilft’s, denn letztendlich versetzt der Glaube bekanntlicherweise auch Berge.

Begrüße das neue Jahr vertrauensvoll und ohne Vorurteile, dann hast du es schon halb zum Freunde.
(Novalis 1772 – 1801)                                        

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