Internationaler Tag der Behinderung 3. Dezember 2015

Der Beirat für Menschen mit Behinderung der Stadt Emsdetten reflektiert sein Engagement im Jahr 2015.

Der Beirat für Menschen mit Behinderung

 

 

Sobald die Teilnahme an einem gesellschaftlichen Leben durch körperliche, geistige oder seelische Einschränkungen erschwert ist, wird von einer Behinderung gesprochen. Diese Einschränkungen können sich auf körperliche Funktionen, geistige Fähigkeiten oder die seelische Gesundheit beziehen.

 

 

 

 

Der Beirat war sich bei gutem Essen und gemütlicher Atmosphäre in der Gaststätte Budde-Heimann einig: „Wir konnten einiges erreichen, aber es gibt noch viel zu tun! Die Themen gehen uns noch lange nicht aus!“ Interessierte können sich auf der in 2015 veröffentlichten Internetseite des Beirates über aktuelle Themen, Erfolge und zukünftige Themen erkundigen: www.behindertenbeirat-emsdetten.de

(Text und Fotos: Beirat für Menschen mit Behinderung)

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2 Kommentare

    • Heinz Schnellhardt on 14. Dezember 2015 at 11:37
    • Antworten

    Sehr geehrter Herr Tillmann,

    der städtische Beirat für Menschen mit Behinderung setzt sich seit seinem Bestehen für die Probleme aller Personen mit einem Handicap in Emsdetten ein. Wir, die Mitglieder des Beirates, können natürlich nur mit den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten helfen und wenn wir wissen, wo Handlungsbedarf besteht.

    Eines unserer Anliegen ist es, die Situation der Menschen mit einer Hörbehinderung zu erleichtern. Seit längerer Zeit bitten wir die Stadt Emsdetten, eine mobile Kommunikationsanlage anzuschaffen. Diese Kommunikationsanlage kann in öffentlichen Räumen, z. B. in den Sitzungsräumen des Rathauses oder im Lichthof sowie in den Soziokulturellen Räumen in Stroetmanns Fabrik oder in den Seminarräumen der VHS oder in anderen städt. Einrichtungen, sogar im Außenbereich bei Bedarf eingesetzt werden.

    Mit der mobilen FM-Kommunikationsanlage möchte der Beirat den Betroffenen bei ihrer schweren, oft nicht sichtbaren Hörbehinderung helfen, sie aus ihrer gesellschaftlichen Isolierung heraus zu holen. Hörgeräte am Körper allein reichen in vielen Fällen nicht aus.

    Im Etat 2016 der Stadt Emsdetten ist zur Finanzierung der mobilen FM-Kommunikationsanlage, nach Abzug der Spendengelder, ein Restbetrag eingestellt worden. Wir hoffen, dass in der in Kürze anstehenden Etat-Verabschiedung die Zustimmung zur Restfinanzierung erfolgt und die mobile FM-Kommunikationsanlage durch die Stadt Emsdetten angeschafft werden kann.

    Zur Verbesserung der Hörsituation im kirchlichen Bereich hat der Beirat für Menschen mit Behinderung alle Kirchengemeinden besucht und eine Auflistung über vorh. und nicht vorh. Ringschleifen in den kirchlichen Räumen erstellt. Wir haben dann der Kirchengemeinde St. Pankratius die Auflistung übergeben und darauf hingewiesen, in allen öffentlich zugängigen Kirchenräumen Ringschleifen zu installieren, evtl. vorh. Anlagen zu ergänzen, zu überprüfen und funktionsfähig zu machen.

    Damit auf Hörbehinderung auch in der Öffentlichkeit aufmerksam gemacht wird, beabsichtigt der Beirat für Menschen mit Behinderung in 2016 ein „Hörmobil“ zur Information und Beratung, nach Emsdetten zu holen.

    Heinz Schnellhardt
    Vorsitzender des städt. Beirates für
    Menschen mit Behinderung

  1. Liebe Mitmenschen,

    auf der Internetseite des Beirates für Menschen mit Behinderung fand ich diese Worte:

    „Alle Menschen sollen überall dabei sein.
    Alle Menschen haben gleiche Rechte.
    Alle Menschen können ihr Leben selbst bestimmen.
    Niemand wird ausgeschlossen.“

    Nett zu lesen, aber unrealistisch.

    Unrealistisch weshalb?
    Ich lebe seit 15 Jahren mit einer Hörbehinderung, die sich von Jahr zu Jahr verschlechtert. Seit 2006 lebe ich mit Hörgeräten und nach Auskunft meines HNO muss ich damit rechnen, innerhalb der kommenden 10 Jahre taub zu sein. Mein selektives Hören funktioniert auch nicht mehr.

    Mit meiner Hörbehinderung gehe ich offen um, da man diese kleinen Dinger hinterm Ohr kaum noch optisch wahrnehmen kann.
    Also sage ich immer zu Beginn eines Gespräches, was mein Problem ist.
    Man sagt es und Augenblicke später hat das Gegenüber es wieder vergessen.

    Ein weiteres Problem ist, die Teilnahme am öffentlichen Leben am Beispiel Bürgersaal/Emshalle.
    Die Akkustik ist in beiden Örtlichkeiten schlecht.
    Während Rolli-Fahrer, wie bei ARD Und ZDF in der ersten Reihe sitzen, sitzt man als Hörbehinderter da, wo man gerade eine Karte bekommen hat. Im ungünstigen Falle ganz hinten.

    Fazit, Geld ausgegeben, Beitrag gehört, aber akkustisch nicht verstanden.

    Ich freue mich, dass wir als Gesellschaft viel für Menschen mit Handicap machen. Gut so!
    Nur ich denke, wir Hörbehinderten fallen runter vom Pferd, weil man unsere Behinderung nicht sieht.

    Als Hörbehinderter nicht mehr an Gesprächen teilnehmen können ist genauso schlimm, wie zum Beispiel für den Rolli-Fahrer zu diesem Gespräch nicht hinkommen zu können.

    Lieber Behindertenbeirat, ich bitte darum auch mal „ein Ohr“ in diese Richtung aufzumachen.
    Dankeschön.

    Ihr
    Dieter Tillmann

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