Waltraud Bertels schenkt Kindern eine Zukunft – Stiftung Ntoma 1.Teil

Sicher vielen Emsdettenern ist Waltraud Bertels durch ihren Beruf als Hebamme bekannt. Frau Bertels war im Krankenhaus Emsdetten tätig, später 18 Jahre in diesem Beruf im Matthias Spital Rheine. Ihr großer Wunsch war es schon immer, in der Entwicklungshilfe tätig zu werden.

Und diesen Wunsch erfüllte sie sich. Am 2.12.1998 reiste sie zum 1.Mal allein nach Afrika. Im Dunkeln in Afrika anzukommen, ist schon ein ganz besonderes Erlebnis, den Sternenhimmel dort kann man nicht beschreiben.

Bei ihrer Arbeit in einem Buschkrankenhaus als Hebamme lernte Frau Bertels auch das Waisenhaus für Neugeborene und Kleinkinder kennen. Nicht selten verblutet die werdende Mutter bei der Geburt ihres Kindes, nachdem sie nach langem Fußmarsch, völlig erschöpft und ausgetrocknet, das Krankenhaus erreicht.

In Tansania gibt es Schätzungen zufolge ca. 4,2 Mio. Aidswaisen. Beide Elternteile sind oft mit Aids infiziert, die Aids-Epidemie hat sich rasend schnell verbreitet. Aus Angst vor Aids lässt sich daher auch keine Amme finden, daher sind die Überlebenschancen für Neugeborene sehr schlecht.

Für einen Aufenthalt im entfernten Gesundheitszentrum fehlt oft das Geld für den Transport. Die Kinder kommen nach Möglichkeit in ihre Großfamilie, oft sind jedoch wegen der Aids-Epidemie nur noch die Großeltern da, die schnell überfordert sind. Auch hier fehlt es an allem, vor allen Dingen an Milch.

Bis zu 2 1/2 Jahre bleiben die Kinder im Waisenhaus, danach werden sie an Adoptiveltern vermittelt sowie von einigen Familien im Dorf mitversorgt. Nicht vermittelte Kinder finden ein Zuhause in einem Kinderheim mit Kindergarten und Schulanschluss. Sie wohnen in Familien, vergleichbar mit den SOS-Kinderdörfern. Zusammen mit anderen Familienmitgliedern bearbeiten sie den Garten und halten Hühner. Und wenn es ganz gut kommt, hat man auch noch eine Ziege.

In der Region Ntoma sind ca. 600 Kinder in der Betreuung. Um den Kindern das Überleben zu sichern, geschieht es immer häufiger, dass Neugeborene ausgesetzt werden, namenlos, herkunftslos. Einem neugeborenen Baby, verletzt gebracht von einem Gartenarbeiter in einer Tüte, durfte Frau Bertels einen Namen geben. Der kleine Johannes, so heißt er, hat sich ganz prächtig entwickelt. 30 Säuglinge und Waisenkinder werden zumeist im Waisenhaus Ntoma betreut und versorgt.

 


www.helpforntoma.com
Hilfe für Ntoma Stiftung
Konto DE7240361906 0038070100


 

Lesen Sie hier den 2. Teil dieses Artikels

 


Eindrücke aus Ntoma

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