Der Wonnemonat Mai – Brauchtum und Sitten

Maibäume gibt es in allen Regionen Deutschlands und in unterschiedlichster Art.Wohl kaum ein anderer Monat wird so sehr gefeiert wie der Monat Mai. Schon im griechisch-römischen Altertum wurden in der letzten Nacht im April die Häuser und Ställe mit Buchsbaumzweigen oder kleinen Bäumchen zum Schutz gegen Krankheiten geschmückt.

Auch die katholische Kirche feiert den Monat Mai in besonderer Weise. Regelmäßig finden Maiandachten statt. Eine Maiandacht ist ein Wortgottesdienst zu Ehren der Mutter Gottes Maria. Darum heißt der Mai auch Marienmonat.

Seit dem 16. Jahrhundert wird in vielen europäischen Ländern ein Maibaum aufgestellt. Dabei gibt es verschiedene Typen von Maibäumen. Besonders eindrucksvoll ist der große, hochstämmige Dorfmaibaum, den sicher jeder von uns in Bayern oder Baden-Württemberg schon einmal gesehen hat. In jedem Jahr werden in Deutschland nach einer Schätzung der Holzindustrie ca. 55.000 Maibäume aufgestellt. Der größte Maibaum bei uns steht auf der Zugspitze.

Aber auch beim Brauchtum zum 1. Mai gilt: andere Länder, andere Sitten. In Frankreich werden z.B. gern kleine Wanderungen mit abschließendem Picknick und Grillen gemacht. Kleine bunte Märkte mit gemütlichen Weinständen sind an der elsässischen Weinstraße aufgebaut. Hier erholt man sich bei schönem Wetter gerne bei einem Glas Wein. Als Symbol für den Frühling werden gerne kleine Sträuße mit Maiglöckchen an liebe Menschen verschenkt.

Italien begrüßt den Monat Mai mit fröhlicher Musik, es finden Konzerte statt, bei denen dann gefeiert wird.

Tschechien begrüßt den Monat Mai, ähnlich wie bei uns in einigen Gegenden, mit der Walpurgisnacht, in der z.B. im Harz dann Hexenfeuer betanzt werden. Die Hexen vertreiben den Winter und heißen den Frühling willkommen. Auch gilt der 1. Mai als Tag der Liebe. Viele Paare kommen nach Prag und legen Blumen an der Statue von Karel Hynek Mácha nieder (Dichter der Romantik). Das soll Glück für die gemeinsame Zukunft bringen.

Inzwischen wird es bei uns auch in vielen Nachbarschaften Tradition, einen Straßenmaibaum aufzustellen. Nach Feierabend oder am Wochenende trifft man sich dann zu einem Gläschen Wein oder einem kühlen Bier.

Vielleicht fällt einem von unseren Lesern noch ein schöner Brauch zum 1. Mai ein. Oder sie feiern in den Mai und haben ein besonders schönes Erlebnis. Oder…oder…, wir freuen uns über jede Zuschrift von Ihnen.

Und nach der Maiandacht, da kommt die Maiennacht!
(Bertolt Brecht )

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