Eine Reise nach Vietnam – Teil 2

Das Land der schmalen Häuser

In Vietnam wird der Grundstückspreis nach der Frontlänge berechnet. Darum bemüht sich jeder, ein möglichst schmales Grundstück zu erwerben, manche Häuser sind gerade mal 3 Meter breit.

Nur Firmen, Banken etc. leisten sich ein breites Grundstück.

An der Hauptstraße.

Die schmalen Häuser.
Kabelsalat in der Stadt Reparatur am Kabelmast.

Wir konnten ein Haus besichtigen, wo der vordere Teil eine Apotheke als Museum war, der hintere Teil noch bewohnt war.

Eine Apotheke - nicht zu übersehen das Glas mit eingelegter Kobra und Skorpion. Hinter den Behandlungsräumen, hinter den Wohnräumen schließt sich die Küche an. Die Küche.

Den Krieg nicht vergessen

In einem ausgewiesenen Landstück bei Cu Chi – in der Nähe von Saigon – wurden die Techniken der Vietnamesen im Kampf gegen die Amerikaner gezeigt. Durch die unterirdischen Tunnel, die über 200 km lang und auf verschiedenen Ebenen und bis zu 30 m tief waren, konnten die kleinwüchsigen Vietnamesen sich jederzeit vor den Amerikanern verstecken. Die Einstiegsluken waren gut verborgen und so eng, dass ein Amerikaner nicht hätte einsteigen können.

Altertümliche, aber wirkungsvolle Fallen mit Drehklappen und eingelassenen Spießen machten den Amerikaner trotz ihrer modernen Waffen schwer zu schaffen.

Übersichtsplan der Anlage aus dem Vietnam-Krieg.

Einstiegsluke zu dem unterirdischen System.
Mit Laub zugedeckt, ist die Einstiegsluke nicht zu sehen.  Für die Touristen ist ein Eingang geschaffen worden, dort kann man 10 m im Tunnelsystem entlangkriechen.

Reisfelder, Bäume und Blumen

Vietnam ist reich an Wasser. Darum gibt es in den Hotels viele Wasserbecken, in denen Seerosen angepflanzt werden. Die asiatische Blume ist die Lotusblüte, die vielfach für Opfergaben in die Tempel gebracht wird.

In Vietnam ist auch die Frangipani-Blüte überall anzutreffen.Eine Frangipani-Blüte. Die Frangipani-Bäume stehen oben am Parfümfluss, die Blüten fallen mengenweise in den Fluss und geben ihren Duft ab, dadurch ist der Parfümfluss zu seinem Namen gekommen.

 

 

In einer Pause konnten wir ein Reisfeld besichtigen. Die Bäuerin auf ihrem Kartoffelacker erzählte uns, dass sie die Bewirtschaftung alleine machen müsse, weil ihr Mann zu Hause sitzt und sie ihm jeden Tag eine Flasche Reisschnaps kaufen muss.

Zwischendurch hielten wir an einem Kautschukwäldchen an. In Kautschukbäumen wird die Rinde angekratzt, darunter wird ein kleines Töpfchen aufgehängt und die Kautschukmilch tröpfelt in diese Schalen.

Zweimal am Tag werden die Schalen geleert. Dazu müssen die Sammler jeden Baum abgehen, die Schalen auskippen und die schweren Eimer bis zur Sammelstelle transportieren. Durch die Schwüle und den damit verbundenen Insektenreichtum wird diese Arbeit zur Schwerstarbeit. Der Kautschuk trennt sich schnell vom Wasser und wird zu einer gummiartigen festen Masse.

Eine geschlossene Lotusblüte. Eine voll erblühte Lotusblume. Blühende Seerosen in den Hotelanlagen.
Ein riesiger Gummibaum beim Litaratur-Tempel. Anbau von Drachenfrüchten im Süden Vietnams - schon als Monokultur. Rasenpflege auf vietnamesisch, die überstehenden Halme werden ausgerissen oder mit der Schere gestutzt.
Während der Trockenzeit werden auf den Reisfeldern auch Kartoffeln und andere Gemüse angebaut. Der Kautschuk hat sich verfestigt und wird in Eimern zur Sammelstelle gebracht. Der Kautschuk wird auf die Straße gekippt und für die Abrechnung mit Namen versehen.

Herstellung von Räucherstäbchen und Sonnenhüten

Bei unseren Reisen sahen wir am Straßenrand diese bunten Angebote.

In einer „Fabrik“ für Räucherstäbchen hielten wir an. Dann konnten wir die Herstellung von den Sonnenhüten und Räucherstäbchen sehen.

Für den Sonnenhut nimmt man ein Holzgestell, auf dem die dünnen Baumbusstäbchen befestigt werden. Die dünnen Grasblätter werden dann von Hand aufgenäht. Alles ist sehr dünn und verträgt ein festes Zupacken nicht. Bequem zu tragen sind sie auch nicht, aber sie schützen vor der Sonne.

Ein Sonnenhut wird von Hand hergestellt. Per Hand wird auf die dünnen Stäbchen die klebrige Masse für die Räucherstäbchen gewickelt.
Herstellung von Räucherstäbchen im Akkord. Angebot und Verkauf der Räucherstäbchen.

Ein Besuch in einem Dorf und eine Fahrt in einem Nebenarm des Mekong

Um nicht nur die Hauptstraße kennen zu lernen, besuchten wir ein Dorf und schipperten anschließend auf einem Nebenarm des Mekong.

Vor einem Haus sahen wir ein Geisterhaus. Der Glaube sagt, wenn jemand ein Grundstück besiedeln will, soll er für die Geister aller Lebewesen, die jemals vor ihm dieses Grundstück besiedelt hatten, sei es Mensch oder Tier, einen Wohnraum schaffen. Dann kann er sein Haus bewohnen, ohne dass die alten Geister ihm das Leben und Wohnen neiden. Diese Geisterhäuser werden mit frischen Blumen oder Räucherstäbchen versorgt.

Ein Weg durchs Dorf. EIn Haus im Dorf. Ein offenes Geisterhaus.
Die Gräber der Ahnen direkt am Haus. Eine Brücke - bitte als Europäer einzeln betreten. Einsteigen zur Bootsfahrt.
Traumhaft schöner Eindruck. Eine Vietnamesin geschützt mit Sonnenhut und Gesichtsschutz.

Phan Thiet am Meer

Zum Schluss fuhren wir nach Phan Thiet am Meer. Auf der Fahrt sahen wir in jeder Bucht unzählige Schiffe und Boote, die zu der Frage anregten, ob es wirklich noch soviele Fische gibt, damit jeder Fischer davon leben kann.

Phan Thiet ist ein ursprünglicher Ort, an dem es noch keine Touristen-Unterkünfte gibt. Zu diesem Ort werden von den anliegenden Hotels Fahrten angeboten. Der Zeitpunkt war frühmorgens, wenn die Fischer mit ihrem Fang an den Strand kamen. Dort fielen die wenigen Touristen zwischen den Einheimischen kaum auf.

Schon von oben konnten wir unzählige Schiffe und Bötchen sehen. Die überall zu sehenden Rundboote. Fischerboote.
Alle warten auf die Fische, die sofort aussortiert und verteilt werden. Viele fleißige Hände sortieren den Fisch direkt am Strand. Der magere Fang liegt auf einer Plastikbahne, bereit zur Sortierung.
Eine kleine Erholungspause am Strand. Pflege des Fischernetzes am Strand. Muschelschalen am Strand.

Eine Reise nach Vietnam -Teil 1


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