Eine Reise nach Vietnam – Teil 1

Nach einem langen Flug von Frankfurt bis Hanoi bezogen wir ein Hotel direkt an der Altstadt.

Der Straßenverkehr

Unser erster Eindruck war, dass wir noch niemals so viele Rollerfahrer gesehen hatten. Auf engen Straßen rollten zwischen Autos und einigen Fahrrädern eine große Anzahl von Rollern. Bei großzügiger Auslegung der Verkehrsregeln hatte man den Eindruck, dass von rechts und links, quer und vor allem nach Gehör gefahren wird. Mit der ungewohnten Hitze und den Auspuffgasen war es für uns als Europäer beängstigend, über die Straße zu gehen. Um die Schadstoffbelastung in Grenzen zu halten, tragen viele der Pendler Masken, die gleichzeitig dazu dienen, die Sonneneinstrahlung zu verringern und damit eine vornehme helle Haut zu erhalten.

Gesichtsmasken schützen vor Schadstoffen und Sonneneinstrahlung

Motorräder beherrschen das Straßenbild in Hanoi
Auch als Kleintransporter sind die Roller zu nutzen Jeder Roller oder jedes Fahrrad ist zum Transport geeignet

Die Ha Long Bucht

Unsere erste Fahrt ging zur Ha-Long-Bucht. Die vielen kleinen Felseninseln bilden eine unverwechselbare Landschaft. Viele Dschunken laden zu einer Übernachtung in der Ha-Long-Bucht ein. Die dort lebenden Vietnamesen verkaufen per Boot ihre Souvenirs. In dieser riesigen Bucht gibt es bei den vielen felsigen Inseln auch eine große, erst vor kurzem entdeckte Tropfsteinhöhle. Da die Vietnamesen die lateinische Schrift von den Franzosen übernommen haben, ist es möglich, alle Informationen, Straßennamen etc. zu lesen.

In der Ha-Long-Bucht Ruheangebot auf dem Deck Neben den Touristen-Dschunken gibt es auch Fischer, die mit ihren kleinen Booten traditionell fischen.
 Unsere Dschunke  Die Dschunken warten auf die Touristen  Souvenirverkauf per Boot

Das Land mit vielen Tempeln

In jedem Ort an vielen Ecken findet man Tempel. Einfache kleine bis hin zu großen palastähnlichen Gebäuden. Beim Betreten mancher Tempel sollte man die Schuhe ausziehen. Vor den Tempeln stehen Gefäße, in denen für die Verstorbenen Räucherstäbchen verbrannt werden können. Die Tempel und Gebetsecken wirken durch die rote Farbe, verziert mit viel Gold, wie goldene Schmuckstücke.

Eingang zum Quang-Dong-Tempel Eine Statue im Quang-Dong-Tempel Brunnen mit Drachen im Quang-Dong-Tempel
Opferschalen zum Verbrennen von Räucherstäbchen für die Verstorbenen Ein Altar, der reichlich mit Blumen geschmückt ist. Ein kleiner Tempel.

Die Garküchen und Delikatessen

Überall wurde Selbstgemachtes verkauft. Sei es Seidentofu oder eine komplette Garküche. Auf dem Bürgersteig standen kleine Tische mit Kinderhockern, die zum Essen einluden. Jeden Abend speisten wir in einem guten Lokal. Ein 8- bis 10-Gänge-Menü war die Regel. Alle Speisen wurden sehr dekorativ angeboten.

Überall findet sich ein Plätzchen, wo man essen kann. Garküche mit Sitzgelegenheit auf dem Bürgersteig in Hanois Altstadt. Angebot von Seidentofu, das ist Tofu in einer weichen Konsistenz wie Joghurt.
Suppe in einem verzierten Kürbis. Wirklich schöne Dekoration zum Essen. Eine uns unbekannte Kugel, die aus süßem Reis bestand, der mit einer Schere in kleine Portionen geschnitten wurde.

Ein offener Markt und Markthallen

Jede Möglichkeit wurde genutzt, um auf einer Verkaufsfläche anzubieten. Wir stellten fest, dass die Aufgabe des Verkaufes überwiegend von Frauen durchgeführt wird. Sie trugen schwere Lasten per Tragebalken, verkauften ihre Ware direkt aus den Tragekörben, vom Fahrrad, per Bauchladen oder an den Hauseingängen.In den Teestuben hielten sich nur die Männer auf.

Per Tragebalken zum Verkauf des Gemüses. Für uns ungewohnt - der Verkauf von Fleisch direkt an der Straße und ohne Kühlung. Ein Blumenstand auf einem Fahrrad in Hanoi.

In jeder Stadt gibt es Markthallen. In einer großen Halle oder auf einem großen Platz bieten alle Händler ihre Ware an. Es gibt Ecken für Kleidung, für Lebensmittel, für Haushaltswaren, Meeresfrüchte und auch Imbissecken. Beim Betreten des Ben-Thanh-Marktes in Saigon bedrückten uns die dunklen Gänge, die randvoll mit Waren gepackten Stände, die vielen Menschen und die schlechte Luft. Obwohl wir uns darauf gefreut hatten, eilten wir doch durch die Markthalle, schnell ein paar Fotos und wieder hinaus an die Luft. Am Rande des Marktes waren die Gemüse- und Fischstände. In kleineren Orten gab es manchmal eine überdachte Markthalle, die in der Regenzeit schützen soll oder die Waren werden einfach auf dem Boden ausgestellt.

Eingang des Ben Thanh-Marktes in Saigon. In der Ben-Thanh-Markthalle in Saigon. Reichhaltiges Angebot an Bohnen, Nüssen etc.
Ein Fischstand in der Markthalle. Gibt es keine Markthalle, erfolgt der Verkauf direkt vom Boden aus. Auch an einem Markttag schnell eine Gelegenheit zur Pause in einer Hängematte.

Ein Land mit eingelegten Kobras und Skorpionen

An vielen Verkaufsstellen wurde Schnaps mit eingelegten Kobras und Skorpionen angeboten. Dieser Schnaps soll potenzsteigernd wirken. In Restaurants konnte man Frösche und auch Krokodilfleisch essen.

Geschlachtete Krokodile, im Verkaufsraum gab es Gürtel und Taschen aus Krokodil- und auch Schlangenleder. Eine Schlangenvorführung.
Diese Flasche müsste mal wieder aufgefüllt werden. In Schnaps konservierte Schlange und ein Skorpion. Dieses soll gesundheitlich (potenzsteigernd) wirken.

Eine Reise nach Vietnam – Teil 2


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