Alte Hüte…

Hüte haben mich immer schon fasziniert. Meine Großmutter ging nie ohne Hut aus dem Haus. Zu jedem Kleid und Mantel gab es den passenden Hut. Bei einem Einkauf bekam ich zwei Puppenhüte geschenkt. Von da an habe ich die Hüte immer wieder neu bestückt mit Blumen, Kordeln und Stoff.

Nun gibt es zur Zeit in Burgsteinfurt eine kleine Ausstellung mit alten Hüten. Ich habe mir alles angesehen und fühlte mich in vergangene Zeiten versetzt.

In Deutschland wurden Hüte erst im 10. Jahrhundert erwähnt, seit 1360 sind Hutmacher bekannt. Ab 1800 gab es die Schuten – dies waren Hüte mit großer Krempe, die mit einem Band unter dem Kinn zugebunden wurden.

Bei Herrenhüten konnte man ab 1900 die politische Gesinnung am Hut feststellen. Für Damen gab es ab 1900 reich dekorierte Hüte, an denen sich der Wohlstand der Trägerin ablesen ließ. In den 1920er trug Frau eher schlichte, sachliche Formen.

Die 1950er Jahre waren dann wohl die letzte große Zeit der Hüte. Ende der 1960er Jahre war es nicht mehr „in“, einen Hut zu tragen. Es gab dann eher Tücher, Kappen, Mützen, evtl. noch Strohhüte. Es ging mehr um Schutz gegen Sonne oder Kälte, nicht mehr um Schmuck.

Der älteste Hut in der Ausstellung in Burgsteinfurt ist aus dem Jahr 1896 mit einem ausgestopften Vogel. Aber ich will nicht zu viel verraten, schauen Sie sich einfach alles selbst an.

Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet im „Trend Store“, Am Markt 10. Die Besitzerin hat in ihrem Geschäft Platz geschaffen für etwa 120 Hüte, die aus einer Sammlung von über 700 Hüten stammen.

Bis zum 15.8. können Sie sich dort noch in eine andere Zeit versetzen lassen.

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