Teilhabe für alle

Mit der konstituierenden Sitzung am 19. Juni 2012 begann die ehrenamtliche Tätigkeit des Beirates für Menschen mit Behinderung und endet nun mit der Kommunalwahl am 28. Mai 2014.

Der Beirat besteht aus 13 von den Politikern gewählten Mitgliedern, die selbst behindert sind oder Angehörige mit einer Behinderung haben. Zu Beginn unserer Arbeit hatten wir daher bereits einige Erfahrungen rund um das Gebiet „Behinderung” und konnten unsere Kenntnisse nach erster Zielausrichtung einsetzen.

Wir entsandten unsere Mitglieder in die verschiedenen kommunalen Fachausschüsse und konnten in allen Bereichen mitberaten und uns in Behindertenfragen einbringen. Von Bedeutung war für uns, dass wir unsere Aufgaben parteineutral und weisungsfrei erarbeiten konnten.

In der vergangenen Legislaturperiode bearbeiteten wir ca. 300 Vorgänge. Darin enthalten waren Anfragen, Antworten, Anträge, umfangreiche Projekte, Stellungnahmen, Presseberichte und -infos. Nicht darin enthalten waren die mehrfachen Besuche bei den verschiedenen Parteien, die Besuche bei den Firmen, Sportvereinen und der Kirchengemeinde. Ferner auch nicht mitgezählt sind unsere 12 Beiratssitzungen im Rathaus mit den zur Vorbereitung erforderlichen Vorstandssitzungen und der anschließenden Anfertigung der umfangreichen Sitzungsprotokolle.

Eine Auflistung unserer gesamten Tätigkeiten in der abgelaufenen Amtsperiode würde hier an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Unsere größeren Aktionen veröffentlichten wir durch Presseberichte vor und nach dem Abschluss.

Die folgenden Maßnahmen sind von uns eingeleitet worden und obliegen in der Weiterführung dem neuen Beirat für Menschen mit Behinderung der kommenden Legislaturperiode:

  • Die weiterführende Mitarbeit zur Umsetzung des „Generationsfreundlichen Einkaufens” in der Stadt, so dass Emsdetten das HDE-Zertifikat des Einzelhandelsverbandes erhält,
  • die Bestandsaufnahme NRW nach Vorbereitung durch die Stadtverwaltung, wobei alle öffentlichen Gebäude auf Barrierefreiheit hin untersucht und aufgelistet werden,
  • die Umsetzung eines Integrations-Musik-Kultur-Cafés als Arbeitsplatz sowie Treffpunkt für Menschen mit und ohne Handicap,
  • unsere Bemühungen um die Niederlassung einer  psychiatrischen Facharztpraxis in Emsdetten,
  • der barrierefreie Eingang zur Stadtbibliothek,
  • die barrierefreie Gestaltung der Parkanlage „Deitmars Hof” und der Zugang zum städtischen Gerätemuseum, dem ältesten Bauwerk Emsdettens,
  • die Beseitigung der Barrieren im Bürgersteig an der Karlstraße im Bereich „Haus Hannah”,
  • der barrierefreie Zugang zur Bühne im Bürgersaal,
  • die Anschaffung einer mobilen Schwerhörigen-Anlage zum Einsatz bei Veranstaltungen in öffentlichen Versammlungsräumen und
  • weitere Projekte.

 

 

Rückblick

Durch den Einsatz in allen Bereichen konnten wir dazu beitragen, das Verständnis für die Belange der Menschen mit Behinderung und der älteren Generation in der Bevölkerung positiv zu beeinflussen. Gegenwärtig werden z.B. „barrierefreie″ Wohnungen in der Stadt angeboten, gebaut, verkauft oder vermietet. Dieser Begriff und was damit gemeint war, war vor zwei Jahren größtenteils noch missverständlich.

Dazu zählt auch der Begriff „Inklusion”, das ist das gesellschaftliche Erschließen der Lebensräume, gemeinsam für behinderte und nichtbehinderte Menschen. Auch daran hat der Beirat maßgeblich gearbeitet.

Unser Dank gilt nun zum Abschluss unserer Amtsperiode allen, die uns bei unseren Aufgaben beraten und begleitet haben, insbesondere den Damen und Herren der Stadtverwaltung und der Politik.

 

Beirat für Menschen mit Behinderung der Stadt Emsdetten
Heinz Schnellhardt
Vorsitzender

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