Pfingsten – und Pfingstbräuche

Die österliche Zeit endet mit Pfingsten. Nach Umfragen wissen aber die wenigsten Menschen mit der Bedeutung des Pfingstfestes etwas anzufangen.

Laut unserer Kirche ist Pfingsten das Fest des heiligen Geistes, doch wer kann sich unter diesem „Wesen“ etwas vorstellen? Kindliche Vorstellungen verbinden mit dem Wort „Geist“ schnell ein Gespenst, welches durch die Nacht als Schreckgespenst irrt. Nach der Apostelgeschichte soll der Heilige Geist den Aposteln jedoch am helllichten Tag erschienen sein.

Er erfüllt die Menschen mit Mut und Kraft und verbreitet keinerlei Angst. Zusammen mit Gott, dem Vater, und Jesus Christus, dem Sohn, bildet er die göttliche Dreifaltigkeit. Dieses wurde im Jahr 381 in einem Dogma festgelegt (Dogma bedeutet: beschlossen, festgelegt). In der Apostelgeschichte 2, 1-14 wird das Erlebnis der Apostel am Pfingsttag genau beschrieben.

Heute sehen wir das Pfingstfest als Anfang des Sommers an. Alles blüht, ein frohes Lied der Vögel ist zu hören, das Vieh wird auf die Wiesen getrieben. Viele Pfingstbräuche gibt es seit jeher.

So wurde die Taube zum Symbol für Pfingsten im 6. Jh., in vielen Gemeinden wurde am Pfingsttag eine hölzerne Taube in das Kirchenschiff herabgelassen, die Gemeinde empfing sie mit Weihrauch und Gebet. Vor allem im Süden Deutschlands wurde zu Pfingsten das Gesinde mit Gaben beschenkt, Kinder bekamen eine Pfingstwecken (Brötchen) in Gestalt einer Taube, und zu Mittag gab es gebratene Tauben.

In diesen Gegenden wurden bis ins 19.Jh. Pfingstochsen durch den Ort getrieben. Der Pfingstochse wurde mit bunten Bändern, Stroh und Kränzen geschmückt.

Es gibt in manchen Gegenden heute noch „zweibeinige“ Pfingstochsen. Wer nach der Feier am Pfingstsamstag zu tief ins Glas geschaut hatte, konnte schon mal verschlafen.
Dieser Spätaufsteher wurde dann von der Dorfgemeinde mit einer Karre als Pfingstochse durch die Straßen gefahren.

Es gibt unzählig viele Pfingstbräuche. Kinder, die an Pfingsten getauft werden, sollen vor bösen Geistern geschützt werden. Durch die niedergegangene Heilwirkung des Tau werden sie auch niemals Sommersprossen bekommen. 😆

Auf jeden Fall werden heute zu Pfingsten überall Events angeboten, sei es als Pfingstkirmes, Pfingstturnier, Zeltlager zu Pfingsten usw. In meiner Heimat wurde früher die Pfingstbraut gefeiert, das zu erklären würde jedoch zu lange dauern. Vielleicht erinnert sich ja der ein oder andere noch an Pfingsten – wie es früher war? Schreiben Sie uns gerne Ihre Erinnerungen an Pfingsten in Ihrer Jugend, aber:

Schon jetzt wünschen wir Ihnen

Schöne Pfingsten !

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