Wohnen ohne Hürden für alle

Mehr als 80 Zuhörer konnte der Schirmherr Georg Moenikes im Lichthof begrüßen

Ein Dusch-WC mit Föhnfunktion, ein Backofen mit integriertem Lift oder eingelassene Sensoren im Teppichboden: allesamt neue Techniken, die das Leben in den eigenen vier Wänden erleichtern und angenehmer gestalten sollen.

„Wohnen ohne Hürden für alle Altersstufen“ – dies war der Grundgedanke der Vortragsveranstaltung am 24.03.2014 im Lichthof von Stroetmanns Fabrik, zu der mehr als 80 interessierte Zuhörer erschienen waren.

In ihrem kurzweiligen Vortrag wiesen Dr. Peter Neumann und Bernd Litmeyer auf neue Techniken im Wohnbereich hin, die sowohl Jung als auch Alt mehr Komfort und Annehmlichkeiten bieten.

Die Bandbreite des Vortrages – auch für den Laien verständlich – begann anhand von Lichtbildern über Altersstruktur-Graphiken für Emsdetten. Die Referenten zeigten auf, wie sich in Zukunft der demographische Wandel durch das Älterwerden der Bevölkerung in Emsdetten vollzieht.

Dusch-WC; Quelle: GGT

„Beim Planen und Bauen der eigenen vier Wände sollten bereits junge Menschen auf Barriere- und Bewegungsfreiheit sowie komfortable Bauausführung achten, damit im Seniorenalter kostspielige und zeitaufwändige bauliche Veränderungen gar nicht erst notwendig werden“, so die Referenten. Sie gaben viele wertvolle Tipps zur barrierefreien, komfortablen Wohnungseinrichtung, die gleichzeitig zeitgemäß und modern ist. „Ein barrierefreies Bad mit bodengleicher Dusche hat heutzutage keinen Krankenhauscharakter mehr.“

Auf besonders großes Interesse stieß das „Dusch-WC“ mit seinen erstaunlichen Funktionen. Es erleichtert die Körperhygiene durch einen automatischen Duschstrahl, ist auf jede Körpergröße einstellbar und hat sogar einen beheizbaren Toilettensitz sowie eine Föhnfunktion. „Zudem sieht es noch chic aus.“

Backofen mit Lift; Quelle: Marquardt Küchen

Ein nächstes Highlight war der selbstreinigende Backofen mit Lift. Diese neue Technik ermöglicht dem Nutzer, das Backgut auf z.B. Rollstuhlhöhe herunterzufahren – eine Erleichterung auch für viele ältere Menschen, die die Backofentür schlecht mit der Hand öffnen können. Ein weiterer Pluspunkt: die Verbrennungsgefahr durch die starke Hitzeentwicklung beim händischen Öffnen ist auf ein Minimum reduziert.

Neue Techniken wie Lichtbänder, akustische Erinnerungshilfen, elektronische Medikamentenspender und eingebaute Sensoren im Teppich, die bei einem Sturz sofort Alarm schlagen, wurden ebenfalls dargestellt.

Nach Abschluss des sehr informativen ca. 90-minütigen Vortrages kamen die Zuhörer noch mit den Referenten ins Gespräch. Erörtert wurden z.B. noch Fragen über die Einbruchsicherheit bei Gebäuden und über Maßnahmen für Personen mit eingeschränkten Sinneswahrnehmungen.

Die Veranstaltung wurde unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters Georg Moenikes vom Beirat für Menschen mit Behinderung organisiert.

 

Heinz Schnellhardt
Vorsitzender des Beirates
für Menschen mit Behinderung

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