Dorit Schatz, DIE LINKE – ganz privat

Wir hatten uns mit Dorit Schatz zu einem privaten Interview  verabredet. Die erste Überraschung – eine Frau mit ganz kurzem Haarschnitt öffnete die Tür. Als sie unsere überraschten Gesichter sah, lachte sie und meinte: „Sie haben sicher das Bild im Internet gesehen.“ Nun mussten auch wir lachen, und einem tollen Gespräch stand nichts mehr im Weg.

Bea/Abro: Wo sind Sie geboren?
D.S. Über meine Geburtsstadt hat Goethe geschrieben: „Mein Leipzig lob´ ich mir, es ist ein Kleinparis und bildet seine Leute.“ Zitat Ende.

Bea/Abro: Wie ist Ihr Familienstand?
D.S. Ich lebe in einer Partnerschaft und habe eine 15-jährige Tochter.

Bea/Abro: Wie war Ihr beruflicher Werdegang?
D.S.: Nachdem ich in Everswalde und Frankfurt an der Oder zur Schule gegangen bin, habe ich den Beruf  der Mikroelektronikerin erlernt. Nach der Wende wurde ich durch die Währungsreform arbeitslos. In Stadthagen an der Hotelfachschule erlernte ich dann den Beruf der Hotelfachfrau. Anschließend habe ich viele Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Leider ließen sich Karriere und Mutter sein nicht vereinbaren, laut Arbeitgeber. Da ich Bekannte in Emsdetten hatte, bin ich hierher gezogen und arbeite nun seit 10 Jahren im Sonnenhof als Alltagsmanagerin für Demenzerkrankte.

Bea/Abro: Was finden Sie besonders schön an unserer Stadt?
D.S.: Als ich hierher kam, dachte ich als erstes: „Heile Welt“. Alles war so gepflegt, so grün. Hier kann ich wunderbar radfahren.

Bea/Abro: Beschreiben Sie doch mal den typischen Emsdettener aus Ihrer Sicht.
D.S.: Ich bin hier toll auf aufgenommen worden, mir sind die Emsdettener tolerant begegnet. Die Emsdettener sind offene Menschen.

Bea/Abro: Haben Sie Zeit für Hobbys?
D.S.: Wenn ich Zeit habe, lese ich oder buddele in der Erde, außerdem fahre ich gern Rad, es dürfen auch mal 50 km am Tag sein.

Bea/Abro: Welche Bücher lesen Sie und welche Musik hören Sie gerne?
D.S.: Einmal im Jahr lese ich die Buddenbrooks, dann mag ich gerne Bücher von Roger Willemsen und Jan Weiler. Musik höre ich querbeet, gerne deutsche Texte. Reinhard May und Elvis, auch Heinz Rudolf Kunze, Annett Louisan. Aber auch Bach mag ich gerne.

Bea/Abro: Wohin fahren Sie gerne im Urlaub?
D.S.: Israel – einfach nur Flug und Hotel buchen und den Rest auf eigene Faust erkunden. Die Busse fahren dort bis in die entlegensten Winkel. Aber auch Frankreich, insbesondere die Provence, ist immer wieder schön.

Bea/Abro: Wer kocht bei Ihnen und welches ist Ihr Lieblingsgericht?
D.S.: Ich liebe es zu kochen. Gerne mache ich kalte Buffets für irgendwelche Anlässe. Als Hotelfachfrau habe ich immer mal in der Küche mitgeholfen nach meiner eigentlichen Arbeit, und dabei konnte ich mir einiges abgucken. Mein Lieblingsgericht: altmärkische Spargelsuppe, eine klare Suppe aus Hühnerbrühe mit Markklößchen und natürlich Spargel.

Bea/Abro: Kaufen Sie ab und zu auch mal auswärts ein?
D.S.: Ich würde es gerne andersherum beantworten – Strom und Gas würde ich immer von den Stadtwerken nehmen und nicht von einem fremden Anbieter. Elektroartikel kaufe ich auch nur am Ort. Bei der Kleidung für meine Tochter, muss ich allerdings sagen, wird es schwierig.

Bea/Abro: Dann eine Frage, die weit in die Zukunft geht – wie stellen Sie sich Ihren Tagesablauf als Rentnerin oder Pensionärin vor.
D.S.: Ja, das dauert noch so 23 Jahre… Aber ich freue mich dann auf ganz viel freie Zeit.

Bea/Abro: Würden Sie sich dann ehrenamtlich engagieren?
D.S.: Ich denke, dass ich auf jeden Fall irgendetwas machen werde. Vielleicht Altenheimbewohner mit dem Rollstuhl spazierenfahren, oder in einer Familie aushelfen.

Bea/Abro: Angenommen, Sie hätten in Ihrer politischen Laufbahn einen Wunsch frei, was würden Sie sich für Emsdetten wünschen?
D.S.: Da hab ich mehrere Wünsche – eine städtische Wohnungsgesellschaft, sozialer Wohnungsbau, Gesamtschule und das Sozialticket.

Bea/Abro: Wie gefällt Ihnen unsere Internetplattform senioren-emsdetten.de?
D.S.: Ich kann nur sagen, in anderen Orten füttern die Senioren Tauben – hier gehen sie ins Netz. Ich wünsche Ihnen viele interessierte Menschen und eine rege Teilnahme.

 

Wir bedanken uns für das interessante Gespräch, bei dem wir die Zeit total vergessen haben, und wünschen Frau Schatz weiterhin Freude an ihrem politischen Engagement.

Anke und Beate

 


Unsere Interviewreihe: Emsdettener Politiker – ganz privat:

Thomas Huesmann, UWE
Marita Haude, SPD
Peter Ahaus, DIE GRÜNEN
Dorit Schatz, DIE LINKE
Lothar Achtzehn, FDP
Norbert Wessling, CDU
Lucia Bäumer, Emsdettener Liste


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1 Kommentar

    • Kathrin Gottlob on 5. Mai 2014 at 22:10
    • Antworten

    Ich kenne Dorit Schatz aus der Schulzeit und freue mich hier über sie zu lesen. Viele Grüße aus der alten Heimat!

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