Barrierefrei ins Wannenmacher-Museum

Der umgestaltete Eingangsbereich des Museums

In der Blütezeit der Wannenmacher, um 1750, verdiente etwa die Hälfte der Emsdettener Handwerkerhaushalte ihren Lebensunterhalt mit der Wannenherstellung. Wannen sind flache, aus Weiden geflochtene Körbe, die in der Landwirtschaft zur Getreidereinigung eingesetzt wurden. Emsdetten war einer der wenigen Orte, in denen das Wannenmacherhandwerk überhaupt ausgeübt wurde.

Etwa um 1900 ging die Wannenmacherei durch die einsetzende Mechanisierung allmählich zurück.

Das Wohngebäude mit Werkstatt des letzten Emsdettener Wannenmachers, ein im jahrhundertealten Baustil errichtetes Fachwerkhaus, wurde 1983 vom damaligen Standort an der Wilhelmstraße zur Mühlenstraße versetzt. Es dient heute in einzigartiger Weise als „Wannenmacher-Museum“ und hält für die Nachwelt die Erinnerung an die handwerkliche Tradition Emsdettens wach.

 

Test bestanden. Die Besuchergruppe ist sichtlich zufrieden.

Als ich jetzt das Wannenmacher-Museum besuchte, war ich über das neue Äußere des Hauses angenehm überrascht. In den letzten Wochen haben die Handwerker vorbildliche Arbeit geleistet.

Die Eingangsstufe und die hohe Bordsteinkante des Bürgersteiges sowie das holprige Kopfsteinpflaster vor dem Museums-Eingang sind entfernt und durch eine leicht geneigte Fläche ersetzt worden. Der rustikale historische Charakter der Gehwegoberfläche, passend zum Fachwerk-Gebäude, blieb aber erhalten.

Eine Dame mit Rollstuhl und eine Dame mit Rollator aus dem Altenheim testeten bei meinem Besuch bereitwillig die neue Eingangslösung und waren mit dem Ergebnis höchst zufrieden.

Der Beirat freut sich ganz besonders, dass durch diese Maßnahme das Stadtbild Emsdettens ein wenig „generationsfreundlicher“ gestaltet wurde. Danken möchten wir an dieser Stelle den Damen und Herren der Stadtverwaltung, die unsere Idee aufgegriffen und vorbildlich umgesetzt haben – zum Wohle der Menschen mit und ohne Handicap in unserer Stadt.

Besuchen Sie einmal das Wannenmacher-Museum! Es lohnt sich bestimmt.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag von 15:00 bis 18:00 Uhr,
Sonntag von 10:00 bis 12:00 Uhr und von 15:00 bis 18:00 Uhr

 

Heinz Schnellhardt
Vorsitzender des städt. Beirates
für Menschen mit Behinderung

18 Besucher empfehlen diesen Beitrag (zum Voten bitte klicken)

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*