Die letzten Jahre im Beruf

Was passiert in den letzten Jahren vor dem Renteneintritt im Berufsleben?

Viele Gespräche beginnen ab einem gewissen Alter mit „Na, bist du noch berufstätig?“  Mittlerweile habe ich kaum jemanden gesprochen, der gerne bis 67 Jahre weiterarbeitet. Viele werfen krankheitsbedingt viel eher das Handtuch und nehmen bei der Rente hohe Abschläge in Kauf.

Aber was passiert in den Unternehmen? Immer weniger Menschen müssen immer mehr leisten. Das Klima verschlechtert sich, weil der Mensch nicht mehr als Mensch, sondern nur als Arbeitnehmer gesehen wird. Die familiären Strukturen brechen in den Firmen weg. Alle werden zu Einzelkämpfern und kämpfen auch. Früher kannten sich die Kollegen, hatten auch privat Kontakt.

Die Zeit ist viel schnelllebiger geworden, erst recht im Arbeitsleben. Die nächste Generation ist am Drücker. Es könnte ein wunderbares Nebeneinander sein, die Erfahrung und die schnelle Denkweise könnten sich prima ergänzen. Privat klappt das doch meistens super mit Großeltern und Enkel.

Toll fand ich auch den Vertrag zwischen Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft und Deutscher Bahn. Dort gibt es eine besondere Teilzeit im Alter. Die Arbeitnehmer, die jahrelang Wechsel- und Nachtschichten gemacht haben, können ab dem 60. Lebensjahr auf eine 4-Tage-Woche umsteigen. Sie arbeiten 20% Prozent weniger, erhalten aber nur ein um 12,5 Prozent gemindertes Gehalt.

Das ist doch schon ein Schritt in die richtige Richtung. Es kann doch nicht sein, dass man den letzten Arbeitsjahren mit Panik begegnet. Vielleicht lassen sich auch Teilzeitrenten mit Teilzeitarbeit verbinden. Alle reden von Altersarmut, also muss etwas passieren. Zuviele  verabschieden sich vom Arbeitsleben, weil sie den Druck nicht mehr aushalten und bekommen dann noch weniger Rente.

Die Bundesagentur für Arbeit teilt mit, dass die Beschäftigungsquote der 60-64-Jährigen auf 29,3 Prozent gestiegen ist. Allerdings waren von den 64-Jährigen im Juni 2012 nur 14,2 Prozent beschäftigt. Die Arbeitslosenquote ist mit 8,3 Prozent bei den über 60-Jährigen überproportional hoch.

Wenn alle bis 67 Jahre arbeiten sollen, muss sich noch vieles ändern.

18 Besucher empfehlen diesen Beitrag (zum Voten bitte klicken)

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*