Die Karwoche

Der Name „Karwoche“ ist ein deutschsprachiger Begriff. In der Liturgie sowie in anderen Ländern spricht man von der „Großen“ oder auch „Heiligen Woche“. Diese schließt, anders als die Karwoche, das Osterfest, den mit der Feier der Osternacht beginnenden Ostersonntag, mit ein.

Sie beginnt am Palmsonntag mit dem Einzug Jesu in Jerusalem und erreicht ihren Höhepunkt mit den heiligen drei Tagen: über den Gründonnerstag, an dem mit dem Abendmahl Jesu die Einsetzung der Eucharistie gefeiert wird, schon mit dem Gedenken an das Leiden und Sterben Jesu am Karfreitag. Sie enden am Karsamstag mit der Feier der Osternacht.

Das Wort „Kar“ stammt von dem hochdeutschen Wort „Chara“, welches Kummer, Trauer oder Wehklage bedeutet. Seit dem 2.Jahrhundert wird der Karfreitag als Tag des Gedenkens an die Kreuzigung, des Fastens und Betens als wichtigster Tag der Karwoche genannt.

An diesem Tag sowie auch am Karsamstag werden keine Messen gelesen, auf Blumenschmuck auf den Altären wird verzichtet. In der evangelischen Kirche werden auch heute noch in der Karwoche keine Trauungen abgehalten.

Jedoch gab bzw. gibt es immer noch Aberglauben zur Karwoche:

Menschen, die an Karfreitag sterben, werden selig.

Der Hausputz wird besonders gut gelingen.

Eine Frau, die an diesem Tag getrocknetes, geriebenes Brot mit Mehl vermischt isst, wird angeblich das ganze Jahr über nicht schwanger werden.

Man soll bei allen Geschäften und Erledigungen vorsichtig sein.

In vielen Familien wird die Karwoche auch heute noch streng gehalten. Gerne können Sie uns im Anschluss mitteilen, wie Sie die Karwoche heute gestalten – oder wie es früher bei Ihnen zu Hause war.

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