Selbstgespräche – liegt`s am Alter ?

„Die Wäschetonne muss ich noch leeren, den Tortenboden bring ich gleich vom Bäcker mit.“ Wenn man dann vor dem Brotregal steht, denkt man doch: Macht`s das Alter? Hält mich meine Familie noch für normal?

Man liest sich die Einkaufsliste laut durch, oder „Die verflixte Tür klemmt schon wieder“. Oder, oder. Wahrscheinlich führt jeder von uns einmal Selbstgespräche.

Für kleine Kinder ist es ganz selbstverständlich, wenn sie beim Zubinden einer Schleife jeden Schritt kommentieren. Das lässt jedoch später nach und kommt im Alter wieder. Viele Menschen schämen sich für ihre Selbstgespräche, man kann ja denken, sie haben sich nicht unter Kontrolle.

Dass gerade doch viele ältere Menschen mit sich selbst sprechen, liegt oft daran, dass soziale Kontakte fehlen, der Partner gestorben ist oder der Rest der Familie woanders wohnt. Wenn sonst keiner da ist, sollte man sich selbst Mut zusprechen, damit Stress abbauen und sich beruhigen.

So hat sich in Forschungen gezeigt, dass Menschen, die häufig mit sich im Dialog sind, die Dinge laut aussprechen und nicht in sich hineinfressen, weniger unter Ängsten und Depressionen leiden. Auch hat sich in Forschungen gezeigt, dass bei beginnender Demenz das laut Ausgesprochene eine bessere Orientierung bietet als das, was man nur denkt. Und bei Parkinsonpatienten können Bewegungsabläufe wie Gehen besser funktionieren, wenn sie diese durch lautes Vorsagen trainieren

Also nutzen Sie ruhig das Selbstgespräch wie ein richtiges Gespräch. Der Schriftsteller Oscar Wilde sagte schon: „Ich höre mich gerne reden, es ist eines meiner größten Vergnügen.“

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